Ein Unternehmen voller Intrigen, das auf Dauer depressiv macht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass man hier zumindest keine 40 Stunden in diesem tristen Gebäude verbringen muss.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Das Umfeld ist als zutiefst toxisch einzustufen.
Es gibt keine Führungskultur, keine Einarbeitung, keine Strukturen, IT Systeme (insbesondere das ERP System) sind aus der Steinzeit.
Das Management lebt mit ihren Benefits in fürstlichen Verhältnissen während normale Angestellte zum Beispiel gezwungen sind tagtäglich diese Arbeitsatmosphäre zu ertragen.
Auffallend ist zudem, dass nach jeder schlechten / kritischen Bewertung mehrere gute Bewertungen innerhalb kurzer Zeit kommen. Das nährt den Verdacht, dass man hier was verschleiern möchte.
Leute, die dem Management nicht reinpassen, werden freigestellt oder an Positionen versetzt, wo es absolut nichts zu tun gibt, nur um sie mürbe zu machen einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. So etwas habe ich in meiner gesamten beruflichen Laufbahn nicht erlebt und lässt mich bis heute sprachlos zurück.
Wer nicht gerade arbeitssuchend und auf einen Verdienst angewiesen ist, ist gut beraten das Unternehmen zu meiden.
Verbesserungsvorschläge
Homeoffice für normale Angestellte einführen, damit man zumindest einige Tage dieser tristen Arbeitsumgebung entfliehen kann.
Arbeitsatmosphäre
Das Vorgesetztenverhalten (insbesondere im Managementbereich) ist dadurch geprägt, dass große BMW als Dienstfahrzeuge gefahren werden und als Diensthandy das neuste IPhone in der Pro Max Variante bestellt werden muss (natürlich auch zur Privatnutzung).
Dass höhere Vorgesetzte teils unbegrenzt Home Office machen dürfen, während normale Angestellte tagtäglich reinkommen müssen, empfinde ich als zutiefst ungerecht.
Eine etablierte Führungskultur ist nicht gegeben. Man bekommt weder Lob noch Anerkennung. Entweder es läuft und du passt den Vorgesetzten ins Bild oder du kannst dich auf deine Kündigung gefasst machen.
Eine strukturierte Einarbeitung gibt es nicht. Du wirst vor deinen Rechner gesetzt und bist dir selbst überlassen. Keine Einarbeitungstermine etc.
Die Arbeitsatmosphäre ist dadurch geprägt, dass es einige Kollegen gibt, die seit den 90er Jahren dort arbeiten, aber größtenteils unter sich bleiben.
Auf der anderen Seite gibt es junge Kollegen, die jedoch in der Regel innerhalb kürzester Zeit verschlissen werden und innerhalb der Probezeit gekündigt werden oder freiwillig nach kurzer Zeit gehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt einen Großteil an älteren Kollegen, die teils seit Jahrzehnten dort arbeiten und sonst nichts anderes kennen. Die Frage ist wer das Unternehmen am laufen hält, wenn diese Kollegen bald in Rente gehen, da neue Kollegen entweder innerhalb kurzer Zeit gegangen werden oder freiwillig das Weite suchen.
Arbeitsbedingungen
Lautes und dunkles/tristes Großraumbüro in einem Blechgebäude. Wenn du dort über 220 Tage im Jahr verbringen musst, wirst du depressiv.
Wenn du als Unternehmen deine Belegschaft bis auf das Management jeden Tag ins Büro beorderst, brauchst du nicht behaupten, dass du umweltbewusst bist.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist eher als Schmerzensgeld zu bezeichnen.
Das Unternehmen heißt „Elektro Metall Export“. Das erinnert eher an ein Groß- und Außenhandelsunternehmen als an einen Luftfahrtzulieferer.
Das Unternehmen ist selbst unter Ingolstädtern, die seit Geburt hier leben kein Begriff.
Eine Karriere ist aufgrund der Größe von 100 Mitarbeiter nicht gegeben. Führungskräfte über Teamleiterebene werden zudem hauptsächlich von extern geholt.

