Ist leider nicht mehr weiter zu empfehlen, wenn man gesund bleiben will
Gut am Arbeitgeber finde ich
Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist wirklich gut. Das Gehalt ist auch nicht schlecht.
Leider fällt mir mehr jetzt auch nicht ein ....
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man bekommt den Eindruck, dass man die Angestellten hier nur als Maschinen wahrnimmt. Man wird nicht gefördert oder unterstützt. Nicht einmal das Minimum wird in Erwägung gezogen. Das ist schade. Vor allem , weil einem in persönlichen Gesprächen alles ganz anders vermittelt wird. Und dann stellt man fest, dass nichts davon umgesetzt wird. So kann man kein Vertrauen erhalten oder aufbauen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Augen auf die Mitarbeiter. Mehr Möglichkeiten für die Mitarbeiter. Mehr Entlastung, individuell nach Abteilung. Modernisieren. Unterstützen. Fördern. Sie nicht als selbstverständlich sehen, denn sie sind es nicht und die Guten werden letztendlich kündigen. In vielen Abteilungen hängt die komplette Abteilung an einer Person. Und die können das alles irgendwann nicht mehr tragen, oder wollen es auch schlicht nicht.
Arbeitsatmosphäre
Die Büros sind runtergekommen, es herrscht keinerlei Abgrenzung zu den anderen Arbeitsplätzen. In dem Bereich , in dem ich arbeite, sind alle Kollegen wahnsinnig gestresst und alle am Limit. Die Gemeinschaftsräume sind ähnlich runtergekommen. Es herrscht null Wohlfühlatmosphäre. Kombiniert mit der Geräuschkulisse, gegen die keinerlei Maßnahmen getroffen werden und den überforderten Kollegen ist die Atmosphäre alles andere als angenehm.
Kommunikation
Wichtige Informationen finden nicht immer proaktiv den Weg zu den Menschen, die es wissen müssen. Schwierige Themen werden gerne ausgesessen, bis man nicht mehr ausweichen kann. Eine Rückmeldung auf Anfragen sind selten. Es ist sehr davon abhängig, an wen man sich wendet.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind wahrscheinlich derzeit der einzige Grund, warum viele überhaupt noch kommen und warum so viele Überstunden geleistet werden. Man will es der nachfolgenden Schicht so angenehm wie möglich machen. Gruppenbildung ist da, aber im Rahmen.
Work-Life-Balance
Keine Gleitzeit, kein Überstundenausgleich, kein Homeoffice. Maximale Erwartung bei kleinstmöglicher Förderung. Bei dringenden Fällen und Termin findet man eine Lösung. Aber von der Basis her ist das ein Fremdwort. Hier sollte man sich am besten nur dann bewerben, wenn man außer Arbeit sonst nichts hat.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind ultra-höflich und auch sympathisch. Sie nutzen rhetorische Manipulationstechniken äußerst effektiv. Sie sagen enorm viel und versprechen noch mehr, halten davon aber nur das absolut Minimale und auch das nur , wenn sie gezwungen sind. Sie geben dir ein gutes Gefühl, aber sie halten ihr Wort nicht. Man kann sich auf sie nicht verlassen. Sie schaffen keine Fakten, wenn es dringend nötig ist. Auch hier ist Aussitzen bis zur Eskalation die bevorzugte Arbeitsweise. Sie fordern viel und fördern gar nicht.
Interessante Aufgaben
Aufgaben sind eben die, die in einer Stückgutspedition anfallen. Vielfältig, abwechslungsreich, je nach Abteilung. Langweilig wird es nicht.
Gleichberechtigung
Ich habe nicht das Gefühl, dass irgendjemand aktiv benachteiligt wird aufgrund von was auch immer. Allerdings fällt beim Homeoffice auf, dass es hier doch auch Diskrepanzen gibt. Manche haben Regelungen, die es ihnen erlauben, andere bekommen es gar nicht, auch wenn es machbar ist. Die Frau der Leitung hat anscheinend eine 100% HO-Stelle, andere kommen 1-3 x wöchentlich ins Büro und wieder anderen wird es komplett verweigert, es sei denn , sie sind krank, dann ist es plötzlich möglich. Es ist traurig
Umgang mit älteren Kollegen
Habe nichts mitbekommen, dass es hier zu Benachteiligungen gekommen ist.
Arbeitsbedingungen
Die Stühle machen einem Schmerzen, Headsets statt Telefone sind wohl zu teuer, obwohl es die Lautstärke massiv reduzieren würde. Alles ist alt und fällt bald auseinander. Überstunden sind weder einsehbar, noch werden sie bezahlt oder ausgeglichen (ein Fall fürs Arbeitsgericht, wenn man mich fragt) Es wird 1 Stunde Pause automatisch abgezogen, obwohl man weiß, dass es Kollegen gibt, die sie nicht einhalten (können). Dies ist faktisch Mehrarbeit, wird aber weder honoriert, noch wird etwas dagegen unternommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wie gesagt, Überstunden sind weder einsehbar, noch werden sie in irgendeiner Form ausgeglichen. Einsehen kann man sein Zeitkonto nur über den Niederlassungsleiter höchstselbst.
Es werden täglich ganze Wälder vernichtet. Papierfrei ist noch in weiter Ferne.
Es kommt enorm viel Druck von oben ohne Entlastungsmöglichkeiten. Homeoffice ist der Horror der Leitung, es sei denn du bist krank, dann ist es wiederum ok. Es herrscht ein Personalmangel bei enorm steigendem Arbeitspensum, dass man einfach nur weinen möchte. Spricht man soziale Probleme an, stößt man auf viel Verständnis. Aber gehandelt wird nicht. Also bringt Ansprechen überhaupt nichts. Man kann sich die Zeit einfach auch schenken. Ruhezeiten und Pausen interessiert hier niemanden. Maximale Leistung der Arbeitnehmer bei geringstmöglichem Einsatz der Arbeitgeber ist das Motto. Den Highperformern werden nichtmal Weiterbildungen bezuschusst, wenn es sich nur um 400 handelt. Ein Trauerspiel. Von denen, die wirklich was reißen, weiß ich, dass sie alle zumindest mit dem Gedanken spielen, sich neu zu orientieren.
Gehalt/Benefits
Für die Branche ist das Gehalt nicht schlecht. Erhöhungen muss man sich erkämpfen. Sowie auch sonstige Benefits außerhalb des Vertrags.
Image
Das Image ist nicht das Beste. Ob das besser wird, weiß ich nicht. Derzeit sieht es danach nicht aus.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt eine Emons-Akademie, in der man sich anmelden kann. Richtet sich aber wenig an die Leute, die im operativen Bereich arbeiten. Echte Fort- und Weiterbildungen muss man selbst finanzieren. Einen Zuschuss gibt es nichtmal in geringster Höhe. Auch nicht für Angestellte, die eine enorm hohe Motivation mitbringen und wirklich gut sind. Beförderungen sind möglich, sicher ... aber ob man das in dem Rahmen tatsächlich will, muss jeder selbst wissen. Als Sprungbrett auf dem Lebenslauf ist es ganz nett.



