Bitte die Werte leben, welche man bei LinkedIn predigt!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen und Kolleginnen bzw. ein Team, dass sich tagtäglich versucht immer wieder aufzurappeln und die letzten Funken Optimismus an den Tag zu legen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Entwicklung der letzten 1-2 Jahre sowie die Kommunikation, welche sich durch das komplette Unternehmen zieht. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Vertrauen, Miteinander und Menschlichkeit.
Verbesserungsvorschläge
Führung und Strategie überdenken, die Mitarbeitenden individuell fördern und wertschätzen. Gleichzeitig Kommunikationsmaßnahmen aufarbeiten und verbessern. Ein Miteinander fördern und in Vorleistung gehen um wieder Vertrauen bei der Belegschaft zu erreichen. Unsicherheiten ernst nehmen und diese ausräumen. Im Grunde das leben, was man selbst bei LinkedIn öffentlichkeitswirksam immer predigt.
Arbeitsatmosphäre
Ich kann mich leider meinen Vorrednern nur anschließen – ich hatte auch lange gehofft, dass es bei emplify wieder bergauf geht, aber die Abwärtsspirale hält an. Es fehlt, trotz toller Kollegen, an Motivation, Zusammenhalt, gemeinsamer Zielerreichung, Vertrauen und Optimismus. Man wartet gefühlt nur noch auf den nächsten Supergau oder die nächste Hiobsbotschaft. Viele Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar und die Belegschaft fühlt sich nicht ansatzweise mitgenommen. Das Vertrauen in die aktuelle Geschäftsführung wird fortwährend geringer.
Langsam fühlt es sich auch nicht mehr nach Zufall an, dass beinahe auf jede negative Bewertung nahezu in Echtzeit eine stark positive Bewertung erfolgt. Auch wundert es einen, dass die Meinungen hier, zumindest auf dem Papier, stark auseinandergehen. Im Alltag, beziehungsweise in den einzelnen Teams, klingt das allgemeine Bild, trotz Abstufungen, eher gleichermaßen ernüchternd.
Auf Kritik wird zwar formal eingegangen, aber man wird mit Floskeln abgespeist. Reflexion und Aufarbeiten von Problemen der Vergangenheit eher Fehlanzeige.
Kommunikation
Hier fehlt es an entscheidender Perspektivenübernahme und Empathie. Die Kommunikation von einschneidenden Entscheidungen lässt stark zu wünschen übrig. Verständlicherweise können, vor allem bei Personalentscheidungen, keine Details genannt werden, jedoch werden Neuigkeiten kühl und abgeklärt in einem Nebensatz erwähnt. Die Mitarbeitenden werden mit Vermutungen und Unsicherheiten zurückgelassen. Leider kann man auch den Worten der Führung nur noch schwer vertrauen, da Handlungen diesen oft nach kurzer Zeit widersprechen.
Kollegenzusammenhalt
Bei emplify arbeiten grundsätzlich wirklich tolle Menschen und der Zusammenhalt in den einzelnen Teams ist, trotz der negativen Entwicklung, geblieben. Man versucht sich gegenseitig aufzubauen, zu motivieren und zu unterstützen. Jedoch gibt es eine gefühlsmäßig unsichtbare, aber klare Grenze zwischen Personen in der Führung und dem Großteil der restlichen Belegschaft. Man verkehrt weitestgehend in seiner eigenen "Bubble". Die allgemeine Stimmung ist jedoch von den letzten Monaten deutlich negativ geprägt.
Work-Life-Balance
An sich gut durch Home Office Möglichkeiten und teilweise flexiblen Arbeitszeiten. Auch private Termine sind mit der Arbeit gut zu vereinbaren. Das Arbeitspensum wird jedoch fortlaufend mehr und mehr. Hier fehlt es zudem an Möglichkeiten zum Überstundenausgleich. Auch wirkt die Auslastung bei ähnlichen Positionen sehr unterschiedlich. Auf Aufschrei zur Entlastung wird nur teilweise erfolgversprechend reagiert. Man erwartet intrinsische Motivation bei immer mehr und mehr abfallenden Bedingungen.
Vorgesetztenverhalten
Früher sehr gut, heute eher mangelhaft. Man hat das Vertrauen in die neue Geschäftsführung stark verloren. Diskrepanzen auch zwischen den Führungspositionen sind spürbar. Es wird zwar gesagt, dass berechtigte Kritik immer gerne gesehen wird, jedoch obliegt es den besagten Personen, was als berechtigt gilt. Ich persönlich habe das Gefühl, dass Kritik teilweise auch negativ ausgelegt wird und Nachwirkungen hat. Auch gezielte Rückfragen werden oft runtergeredet. Es wirkt, als würde man nicht merken, dass die allgemeine Stimmung und die Zufriedenheit maßgeblich auf der Strecke bleibt. Es sind jedoch lange keine Einzelfälle mehr. Dies sollte mittlerweile auch jedem ersichtlich sein. Wenn man Vertrauen fordert und wünscht, dann sollte auch eine vertrauensvolle Basis und ein vertrauensvolles Miteinander zugrunde liegen.
An sich finde ich es gut, dass Führungskräfte aus den eigenen Reihen kommen. Jedoch heißt nicht immer, dass Expertise im jeweiligen Gebiet auch automatisch Führungsqualitäten mit sich bringt. Vermutlich sind einzelne Personen in der Führung auch ebenso durch Unsicherheiten geprägt, weswegen auch hier manche Entscheidungen und Handlungen nicht nachvollziehbar sind.
Interessante Aufgaben
Durch die negative Stimmung und fehlende Motivation wirkt die alltägliche Arbeit schwerfälliger. Die Stimmung ist durch Unsicherheit und Fragezeichen geprägt, was sich auch im Arbeitsalltag bemerkbar macht. Hinter den vielen Baustellen bleibt der Kern der Arbeit oft auf der Strecke. Dieser hat sich über die Zeit aber nicht drastisch verändert. Jedoch ändern sich die Schwerpunkte häufig, was wiederum auch zu Unsicherheiten bei der Umsetzung im Alltag führt. Man merkt, dass es keine anhaltende, klare Strategie mehr gibt und man dadurch mittlerweile oft verunsichert ist, wie man seine Arbeit zu erledigen hat.
Gleichberechtigung
Auch hier sehe ich deutliche Unterschiede in der Behandlung von Mitarbeitenden. Leistung und Gehalt steht nicht immer im Einklang.
Umgang mit älteren Kollegen
Relativ neutral
Arbeitsbedingungen
Auf dem Papier definitiv gut, aber ausbaufähig. Im Alltag mittlerweile durch die vielen, negativen Auffälligkeiten der letzten Monate stark beeinträchtigt. Die Arbeitsbelastung sowie die mentale Belastung ist stetig gestiegen. Weitestgehend ist die Stimmung geprägt von Anspannung, Unsicherheit, Ängsten und Unverständnis.
Technisch und räumlich gibt es, zumindest für mich, keinen großen Grund zum Beanstanden.
Gehalt/Benefits
Früher eher branchenüblich mit guten Zusatzleistungen, man schwebte auf der Erfolgswelle. Mittlerweile hält man sich gerade so über Wasser. Auf größere Sprünge wartet man vergeblich. Auch fühlt es sich so an, als würden für die Mitarbeiter unterschiedliche Maßstäbe gelten. Gehaltsunterschiede sind oft nicht nachvollziehbar. Das Gehalt wächst definitiv nicht im Einklang mit dem Anstieg der Arbeitsbelastung.
Image
Früher zurecht als Maß der Dinge wahrgenommen, mittlerweile merken auch Kunden und Partner, dass etwas im Argen liegt.
Karriere/Weiterbildung
Kaum individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und individuelle Förderung. Es gibt zwar ein Weiterbildungsbudget, dieses ist jedoch deutlich zu gering um alle oder zumindest einen größeren Anteil der Teammitglieder individuell zu fördern. Ich habe das Gefühl, dass viele Mitarbeitende resigniert und nur noch zur Überbrückung hier sind. Eine (langfristige) Karriere bei emplify verspricht sich kaum noch jemand. Es war, vor allem wirtschaftlich, eine turbulente Zeit, jedoch zahlt sich "Durchhalten", zumindest bislang, in keiner Weise aus. Die Hoffnung auf bessere Zeiten gibt es kaum noch.
