Traurig anzuschauen ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige wirklich tolle Kolleginnen und Kollegen. Und die Erinnerung daran, dass vieles hier einmal richtig gut funktioniert hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass Anspruch und Wirklichkeit für mich inzwischen so weit auseinanderliegen. Besonders bei Offenheit, Kommunikation und dem Umgang mit Mitarbeitenden.
Verbesserungsvorschläge
Weniger ankündigen und mehr machen. Weniger über offene Kommunikation sprechen und tatsächlich offen kommunizieren.
Wenn man Mitarbeitende nach ihrer Meinung fragt, sollte man auch bereit sein, mit den Antworten umzugehen. Wenn Rückmeldungen versprochen werden, sollte man diese geben. Und vielleicht auch einmal selbstkritisch hinterfragen, warum die Stimmung so geworden ist, wie sie heute ist.
Vor allem wünsche ich mir wieder mehr Fokus auf das eigentliche Geschäft und weniger Selbstbeschäftigung.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe lange überlegt hier meine Meinung kund zu tun, aber ich bin mittlerweile einfach nur noch enttäuscht. Die Stimmung hat sich aus meiner Sicht massiv verändert. Früher bin ich gerne zur Arbeit gekommen, heute fehlt mir diese Freude komplett. Es wird viel geredet, viel intern besprochen und ständig scheint irgendetwas los zu sein. Gleichzeitig hat man das Gefühl, dass das eigentliche Geschäft immer mehr in den Hintergrund rückt. Schade, weil es wirklich einmal anders war.
Und falls jetzt das Argument kommt, dass sich Unternehmen mit der Zeit eben verändern und das nun einmal Fortschritt sei: Nein. Nicht jede Veränderung ist automatisch Fortschritt. Und das, was hier passiert ist, empfinde ich weder als normale Entwicklung noch als Fortschritt.
Kommunikation
Für mich mittlerweile einer der größten Frustpunkte. Es wird ständig von Offenheit, Transparenz und einer offenen Fehlerkultur gesprochen. Davon erlebe ich immer weniger bis gar nichts.
Informationen werden gerne aufgenommen, Fragen gestellt und Themen „mitgenommen“. Dann heißt es, man kümmere sich darum oder komme darauf zurück. Und danach: nichts. Teilweise hört man einfach nie wieder etwas dazu.
Gleichzeitig wird vieles hinter verschlossenen Türen besprochen. Den Satz „Hast du mal eine Minute?“ kann ich mittlerweile wirklich nicht mehr hören. Wenn Offenheit immer wieder betont wird, aber im Alltag das genaue Gegenteil ankommt, verliert man irgendwann das Vertrauen in solche Aussagen.
Irgendwann wirkt es einfach nur noch lächerlich.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt nach wie vor tolle Kolleginnen und Kollegen. Das ist für mich tatsächlich einer der wenigen Punkte, die noch positiv herausstechen. Aber auch hier merkt man, dass die allgemeine Stimmung Spuren hinterlässt.
Work-Life-Balance
OK
Vorgesetztenverhalten
Für mich persönlich eine große Enttäuschung. Ich erwarte von einer Geschäftsführung nicht, dass jede Entscheidung jedem gefällt. Ich erwarte aber Verbindlichkeit, nachvollziehbare Entscheidungen und einen vernünftigen Umgang miteinander.
Wenn eine Antwort versprochen wird, sollte irgendwann auch eine Antwort kommen. Wenn man Offenheit fordert, sollte man sie selbst vorleben. Und wenn Entscheidungen getroffen werden, sollte man zumindest verstehen können, warum.
Auch bei manchen personellen Veränderungen kann ich inzwischen nur noch den Kopf schütteln. Menschlich fühlt sich das Unternehmen für mich einfach nicht mehr so an wie früher.
Ich kann aktuell keine klare Richtung mehr erkennen. Vieles wirkt für mich wie Reaktion statt Strategie. Was ist das Ziel? Wo wollen wir hin? Was sind die Prioritäten? Darauf hätte ich inzwischen selbst gerne eine Antwort.
Interessante Aufgaben
Eigentlich ja. Nur leider beschäftigt sich das Unternehmen inzwischen gefühlt unglaublich viel mit sich selbst. Meetings, Gespräche, interne Themen, wieder neue Themen und noch mehr Gespräche darüber. Dabei fragt man sich irgendwann, wann eigentlich wieder Kunden, Qualität und Geschäft an erster Stelle stehen.
Gleichberechtigung
Mit der Zeit fällt immer stärker auf, dass Mitarbeitende unterschiedlich behandelt werden. Natürlich ist nicht jede Situation identisch. Trotzdem sollte zumindest das Gefühl bestehen, dass für alle grundsätzlich die gleichen Maßstäbe gelten. Dieses Gefühl habe ich inzwischen nicht mehr.
Arbeitsbedingungen
Räumlich und technisch eigentlich völlig in Ordnung. Das Problem sind für mich nicht die Büros oder die Ausstattung, sondern das menschliche Umfeld. Die Atmosphäre empfinde ich inzwischen als zunehmend toxisch – und das beginnt für mich bei der Geschäftsführung und zieht sich von dort durch das Unternehmen. Misstrauen, unterschwellige Spannungen und ständige Gespräche hinter verschlossenen Türen prägen mittlerweile den Alltag. Da hilft am Ende auch das schönste Büro nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Früher war hier durchaus etwas vorhanden und auch einiges möglich. Inzwischen sehe ich das deutlich kritischer. Sozialbewusstsein beginnt für mich im eigenen Unternehmen und beim Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden. Wer Verantwortung nach innen nicht glaubwürdig lebt, kann sie aus meiner Sicht auch nach außen nur schwer überzeugend vertreten.
Gehalt/Benefits
Mein Eindruck ist, dass Entwicklung und Leistung nicht immer nachvollziehbar zusammenpassen.
Image
Ich fand das Unternehmen früher wirklich gut und konnte mich damit identifizieren. Genau deshalb enttäuscht mich die heutige Entwicklung wahrscheinlich umso mehr.
Karriere/Weiterbildung
Es fehlt ein transparenter und verbindlicher Rahmen für Entwicklung.
