Volle Verantwortung, halbes Gehalt – Wertschätzung nur im Gespräch, nicht auf dem Konto
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben sind abwechslungsreich, praxisnah und technisch interessant.
Ich bekomme die Chance, mich fachlich weiterzuentwickeln – allerdings nur auf Eigeninitiative.
Kollegenzusammenhalt ist da, wo man noch welche hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Extrem hoher Workload durch drastischen Personalabbau – ohne fairen Ausgleich.
Gehalt steht in keinem Verhältnis zur Verantwortung.
Kaum moderne Prozesse, viel Papier, wenig Digitalisierung – wir stecken strukturell in der Vergangenheit.
Überstundenregelung ist demotivierend: Es wird gekappt, nicht anerkannt.
Kommunikation ist zäh, Entscheidungen dauern zu lange oder verlaufen im Sande.
Keine ernsthafte Flexibilität – Homeoffice und Gleitzeit existieren nur auf dem Papier.
Verbesserungsvorschläge
Gehalt und Verantwortung müssen in ein faires Verhältnis gebracht werden.
Belastung gleichmäßiger verteilen und Strukturen für nachhaltige Entlastung schaffen.
Modernisierung der Arbeitsmittel und Prozesse aktiv angehen – raus aus der Zettelwirtschaft.
Flexibilität real ermöglichen, nicht nur verwalten.
Weiterbildung nicht nur als Kostenfaktor sehen, sondern als Investition – mit Verbindlichkeit.
Leistungen sichtbar machen – und entsprechend honorieren, nicht nur versprechen.
Arbeitsatmosphäre
Im direkten Team größtenteils kollegial, aber die zunehmende Belastung führt zu spürbarem Druck. Wer viel leistet, steht oft allein da.
Image
Außen hui, innen durchwachsen. Intern brodelt es, aber nach außen wird gerne gelächelt.
Work-Life-Balance
Hohe Arbeitslast durch Personalabbau. Wer pünktlich geht, bleibt oft mit schlechtem Gefühl zurück.
Karriere/Weiterbildung
Nur wer laut fordert, bekommt etwas. Von allein passiert nichts.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittlich für die Branche. Keine automatische Anpassung trotz wachsender Verantwortung und sinkender Teamgröße.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In Ordnung. Nichts besonders Schlechtes, aber auch kein aktives Engagement.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen, die noch da sind, halten zusammen – aber es werden immer weniger. Wissensträger gehen, ohne dass das abgefangen wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Kollegen haben Vorteile – z. B. beim Gehalt. Jüngere Mitarbeiter müssen sich alles selbst erkämpfen.
Vorgesetztenverhalten
Es fehlt an Rückendeckung und langfristiger Perspektive. Jeder gedenkt an sein eigenes Ego.
Arbeitsbedingungen
Ein einziges kleines Büro ist klimatisiert – der Rest nicht. Ergonomie wird seit Kurzem thematisiert, aber schleppend und ohne echte Priorität. Digitalisierung ist ein Fremdwort: Mappen, Papierberge und Prozesse wie aus den 80ern. Homeoffice? Theoretisch möglich, praktisch bei der Arbeitslast unmöglich. Gleitzeit gibt’s, bringt aber kaum Vorteile – und Überstunden werden quartalsweise auf 10 Stunden gekappt, egal wie viel mehr man geleistet hat. Moderne, faire Arbeitsbedingungen sehen anders aus.
Kommunikation
Es wird viel geredet, aber wenig entschieden. Informationen kommen spät oder gar nicht. Feedback verläuft oft im Sand.
Gleichberechtigung
Kein auffälliges Ungleichgewicht zwischen Geschlechtern, aber eine Schieflage zwischen Leistung und Anerkennung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind vielseitig, fordernd und machen fachlich Sinn – aber genau das wird nicht entsprechend entlohnt oder anerkannt.