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Bewertung

Neue Führung in der spanenden Fertigung sorgt für Unzufriedenheit – mehrere Mitarbeiter wollen gehen

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Stabilität sorgt. Die Arbeit macht Spaß, und die Arbeitsplätze sind sehr ergonomisch gestaltet, was den Alltag erleichtert. Aber durch Ergonomie bezahlt man seine Kosten halt nicht.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre wünschenswert, den relativ neuen Vorgesetzten gezielt in Schulungen oder Seminaren zu unterstützen, die seine sozialen und kommunikativen Kompetenzen fördern. Fachlich ist er sehr kompetent, allerdings gelingt es ihm aktuell nur begrenzt, diese mit einer wertschätzenden und motivierenden Führung zu verbinden. Durch gezielte Weiterbildung in diesem Bereich könnte die Zusammenarbeit im Team deutlich verbessert werden.

Arbeitsatmosphäre

Die allgemeine Atmosphäre innerhalb der Schicht ist grundsätzlich sehr angenehm. Das Team arbeitet gut zusammen, unterstützt sich gegenseitig und sorgt insgesamt für ein positives Arbeitsumfeld. Leider wird diese positive Stimmung aktuell stark durch das Verhalten des Vorgesetzten beeinflusst, der sich seit etwa 3–4 Jahren in dieser Position befindet. Die derzeitige Führungssituation wirkt sich zunehmend negativ auf die Motivation, Zufriedenheit und das Arbeitsklima innerhalb der Schicht aus. Dies führt mittlerweile dazu, dass sich mehrere Mitarbeiter nach anderen beruflichen Möglichkeiten umsehen. Einige Mitarbeiter stehen nach aktuellem Eindruck sogar kurz davor, das Unternehmen zu verlassen, obwohl sie grundsätzlich gerne im Team arbeiten und sich mit ihrer Tätigkeit identifizieren.

Image

Nach außen wird aus meiner Sicht viel Wert darauf gelegt, als attraktiver und guter Arbeitgeber aufzutreten. Im Arbeitsalltag entsteht jedoch teilweise ein anderes Bild. Insbesondere beim Personal wird stark auf Einsparungen und eine möglichst schlanke Besetzung gesetzt.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass das positive Arbeitgeberimage nach außen nicht vollständig mit den tatsächlichen Bedingungen innerhalb des Unternehmens übereinstimmt. Wer langfristig als guter Arbeitgeber wahrgenommen werden möchte, sollte aus meiner Sicht nicht nur in das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem in die eigenen Mitarbeiter investieren.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist insgesamt in Ordnung. Durch das 2-Schicht-System besteht grundsätzlich eine gewisse Planbarkeit, wobei es je nach Situation auch möglich ist, etwas früher zu gehen oder später mit der Arbeit zu beginnen, was im Alltag durchaus hilfreich ist.

Allerdings fallen die Schichtzulagen für ein 2-Schicht-System aus meiner Sicht eher gering aus. Gerade angesichts der wechselnden Arbeitszeiten und der damit verbundenen Einschränkungen wäre hier eine bessere finanzielle Anerkennung wünschenswert.

Karriere/Weiterbildung

Die Förderung von Weiterbildung ist grundsätzlich gut: Externe Kurse oder Weiterbildungen, die man selbst anstrebt, werden finanziell bis zu 50 % unterstützt. Allerdings werden Weiterbildungen vom Unternehmen nicht aktiv eingefordert oder gefördert, wenn es um zukünftige Positionen oder höhere Verantwortungen geht. Wer sich weiterqualifiziert, bekommt für entsprechende neue Stellen nicht automatisch ein angepasstes Gehalt.

Gehalt/Benefits

Die aktuelle Vergütung steht aus meiner Sicht nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit und den Anforderungen. Es besteht ein deutlicher Bedarf an Gehaltsanpassungen, um die Mitarbeiter angemessen wertzuschätzen und langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Schicht verstehen sich die Kollegen sehr gut und arbeiten schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Der Zusammenhalt im Team ist stark und unterstützt eine gute Zusammenarbeit. Leider bringt der relativ neue Vorgesetzte aktuell große Unruhe und schlechten Überblick in die Schicht. Vor allem erzeugt er unnötigen Stress, den er offenbar von seinem vorherigen Arbeitgeber mitgebracht hat, und versucht, die dortige Philosophie auf das aktuelle Team zu übertragen, was die Stimmung und Effizienz beeinträchtigt.

Vorgesetztenverhalten

Der relativ neue Vorgesetzte verfolgt aus meiner Sicht zu stark seine eigenen Vorstellungen und Interessen, anstatt Entscheidungen konsequent danach auszurichten, was langfristig für das Unternehmen, die gesamte Abteilung und die Mitarbeiter sinnvoll wäre. Ideen und Verbesserungsvorschläge aus dem Team werden häufig nicht aufgegriffen oder zurückgewiesen. Dadurch entsteht zunehmend der Eindruck, dass eigene Vorstellungen und persönliche Interessen im Vordergrund stehen und die Erfahrungen sowie das Know-how der Mitarbeiter zu wenig berücksichtigt werden.

Auch die Ergebnisse innerbetrieblicher Umfragen zu den beiden Vorgesetzten wurden bisher nicht transparent kommuniziert. Gerade bei einem offensichtlich kritischen Feedback wäre es wichtig, die Ergebnisse offen anzusprechen und gemeinsam mit den Mitarbeitern an Verbesserungen zu arbeiten.

Diese Art der Führung wirkt sich nicht nur auf die Motivation und Kreativität innerhalb der eigenen Schicht aus, sondern meiner Wahrnehmung nach zunehmend auf die gesamte Abteilung. Dabei wäre gerade eine Führung, die die Interessen des Unternehmens mit den Bedürfnissen und Erfahrungen der Mitarbeiter verbindet, wichtig für eine gute Zusammenarb

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Schicht der spanenden Fertigung wird aus meiner Sicht derzeit sehr kritisch wahrgenommen. Der zuständige Vorgesetzte ist noch nicht lange in dieser Position, dennoch fällt bereits eine sehr untransparente Kommunikation auf. Informationen werden teilweise nicht einheitlich an die Mitarbeiter weitergegeben, und es entsteht wiederholt der Eindruck, dass gegenüber verschiedenen Mitarbeitern unterschiedliche Aussagen getroffen werden.

Besonders problematisch ist, dass Themen teilweise mit einzelnen Mitarbeitern anders besprochen werden als anschließend gegenüber anderen Kollegen. Dadurch entstehen Misstrauen, Unklarheiten und unnötige Spannungen innerhalb des Teams.

Aus meiner Sicht wäre hier eine deutlich offenere, einheitliche und nachvollziehbare Kommunikation notwendig. Gerade in einer Schicht, in der die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung grundsätzlich gut funktionieren, wirkt sich eine solche Führungs- und Kommunikationsweise besonders negativ auf das Arbeitsklima aus.

Gleichberechtigung

Der Vorgesetzte vermittelt aus meiner Sicht zunehmend den Eindruck, dass es ihm vor allem darum geht, gegenüber seinem eigenen Vorgesetzten gut dazustehen und die eigene Position zu stärken. Dabei scheint die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter teilweise in den Hintergrund zu geraten.

Es entsteht zudem der Eindruck, dass Entscheidungen und Maßnahmen teilweise stärker darauf ausgerichtet sind, sich selbst gegenüber der Führungsebene positiv zu präsentieren, als die Interessen der Mitarbeiter und der gesamten Abteilung zu berücksichtigen. Gerade weil der Vorgesetzte erst relativ neu in seiner Position ist, wirkt dieses Verhalten auf einige Mitarbeiter so, als würde es auch darum gehen, sich möglichst schnell persönlich zu profilieren und dadurch bessere Voraussetzungen für die eigene berufliche und finanzielle Entwicklung zu schaffen.

Für die Mitarbeiter entsteht dadurch jedoch der Eindruck, dass ihre Anliegen und Interessen weniger wichtig sind. Langfristig kann eine solche Führung das Vertrauen, die Motivation und die Zufriedenheit innerhalb der Abteilung deutlich beeinträchtigen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst sind abwechslungsreich und interessant, wodurch der Arbeitsalltag spannend bleibt. Allerdings werden die Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter in der Schicht häufig nicht berücksichtigt. Stattdessen setzt der Vorgesetzte überwiegend seine eigenen Innovationen durch, um sich selbst besser darzustellen, was einen etwas egoistischen Eindruck hinterlässt.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

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Arbeitgeber-Kommentar

HR-TeamEndress+Hauser Conducta

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns zu bewerten.
Ihre Rückmeldung zu Ihrem Vorgesetzten nehmen wir ernst.

Aus manchen Punkten lesen wir heraus, dass Sie grundsätzlich mit uns als Unternehmen zufrieden sind. Das freut uns.
Um Ihr Feedback und Ihre Sorgen in Bezug auf das Verhalten Ihrer Führungskraft besser nachvollziehen zu können, möchten wir Sie gerne zu einem vertraulichen Gespräch einladen. Kontaktieren Sie dafür gerne Ihren HR Business Partner.

Freundliche Grüße
Ihr HR Team

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.