52 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
52 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
52 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Enercity sollte seinen Bewerbungsprozess grundlegend überarbeiten. Und damit meine ich nicht ein bisschen schnellere Kommunikation oder freundlichere Absagetexte, sondern die offensichtlich fehlende Verbindlichkeit gegenüber Menschen, die Zeit und Mühe in eine Bewerbung investieren.
Meine Erfahrung: lange Phasen ohne belastbare Rückmeldung, Unklarheit darüber, wo man im Verfahren überhaupt steht, und Kommunikation erst nach wiederholtem Nachfragen. Irgendwann entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass Bewerber:innen schlicht in der Warteschleife gehalten werden, während das Unternehmen seine Optionen offenhält. Ob das tatsächlich die interne Strategie ist, kann ich natürlich nicht wissen. Genau diesen Eindruck erzeugt der Prozess aber.
Und offenbar ist diese Erfahrung kein exotischer Einzelfall. Auch andere Bewerber berichten hier auf Kununu von monatelanger Funkstille, Ghosting nach Gesprächen und Ansprechpartnern, die plötzlich nicht mehr reagieren. Wenn sich dieselbe Kritik über längere Zeit wiederholt, sollte man vielleicht irgendwann aufhören, sie mit Textbausteinen zu beantworten, und anfangen, den zugrunde liegenden Prozess zu reparieren.
Ein gutes Symbol für diese Unverbindlichkeit ist für mich die Stelle „Prop Trader Longterm“. Die Position wird seit Monaten bzw. wiederholt ausgeschrieben. Irgendwann stellt sich als Bewerber zwangsläufig die Frage: Was genau wird hier eigentlich gesucht? Ist die Stelle tatsächlich konkret zu besetzen? Wieso gelingt es über einen derart langen Zeitraum offenbar nicht, den Prozess abzuschließen? Natürlich kann eine anspruchsvolle Trading-Position länger offen sein. Aber gerade dann wäre Transparenz angebracht.
Besonders irritierend war für mich die Kommunikation nach einer Absage. Mir wurde mitgeteilt, man habe sich letztlich für interne Kandidat:innen entschieden und dies sei ausschlaggebend gewesen – nicht die grundsätzliche Passung meines Profils. Warum wird die Stelle ausgeschrieben, wenn man sich im Nachhinein für einen internen Kandidaten entscheidet? Direkt anschließend folgte sinngemäß die Aufforderung, mich doch auf eine andere Stelle zu bewerben, man würde mein Profil dort „gerne erneut prüfen“.
Das mag auf dem Papier wertschätzend klingen. Auf mich wirkte es wie das Gegenteil: ein generischer Recruiting-Textbaustein ohne ernsthafte Aussage. Nach meinem Eindruck war bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass mein Profil auch für diese Position nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden würde. Dann sollte man Bewerber:innen nicht mit einer vermeintlich persönlichen Einladung zu einer weiteren Bewerbung beschäftigen. Ein klares „Ihr Profil passt hierfür nicht“ wäre wesentlich respektvoller.
Genau hier liegt für mich das Grundproblem: Enercity kommuniziert viel über Wertschätzung, Transparenz und Interesse am Menschen, im tatsächlichen Bewerbungsprozess habe ich davon wenig erlebt. Freundlich formulierte Standardantworten ersetzen keine Entscheidung. „Wir nehmen dein Feedback ernst“ ersetzt keine Rückmeldung. Und eine Einladung zu einer weiteren Bewerbung ist keine Wertschätzung, wenn sie faktisch nur eine unverbindliche Floskel ist.
Ich habe mich auch bei erheblich größeren Energiekonzernen wie RWE, Vattenfall und Statkraft beworben. Dort habe ich persönlich wesentlich klarere, schnellere und professionellere Prozesse erlebt. Größe oder Bewerbungsvolumen sind für mich deshalb keine überzeugende Erklärung.
Eine Absage ist völlig normal. Auch eine schnelle Absage ist völlig in Ordnung. Was nicht in Ordnung ist: Menschen über Wochen oder Monate im Unklaren zu lassen, auf Rückfragen nicht substanziell zu antworten und anschließend mit glatt formulierten Standardtexten den Eindruck von Wertschätzung erzeugen zu wollen.
Bewerber:innen investieren Lebenszeit in solche Prozesse. Ein professionelles Unternehmen schuldet ihnen keine Stelle, aber zumindest eine klare, ehrliche und zeitnahe Kommunikation.
Daran ist Enercity in meinem Fall deutlich gescheitert.
Das erste Gespräch fand in angenehmer Atmosphäre statt. Dabei wurde der weitere Ablauf erläutert und eine Rückmeldung innerhalb weniger Tage angekündigt.
Trotz eigener Nachfrage erhielt ich bis heute (inzwischen fast drei Monate später) weder eine Rückmeldung noch eine Absage.
Das Gespräch selbst verlief in einer lockeren und humorvollen Atmosphäre, wodurch bei mir zunächst ein sehr positiver Eindruck entstand. Mir wurde eine Rückmeldung innerhalb von etwa 14 Tagen in Aussicht gestellt.
Nachdem ich nach Ablauf dieser Zeit freundlich nach dem aktuellen Stand gefragt habe, erhielt ich keine weitere Rückmeldung. Aus meiner Sicht wirkte der weitere Kommunikationsverlauf leider wenig verbindlich.
Einige Zeit später wurde ich von einem externen Headhunter kontaktiert, der nach meinem Eindruck erneut für dieselbe Position im selben Unternehmen suchte. Dabei wurde eine deutlich höhere Gehaltsspanne genannt als zuvor im Gespräch erwähnt worden war. Das hat bei mir für erhebliche Irritation gesorgt.
Insgesamt habe ich den Prozess als wenig transparent und nicht besonders wertschätzend erlebt. Gerade nach einem zunächst sehr positiven Gespräch hätte ich mir einen verbindlicheren Umgang und eine klare Rückmeldung gewünscht.
Nicht eine Stunde zum Vorstellungsgespräch zu spät komme, um dann zu ghosten
Automatisierte Eingangsbestätigung erhalten.
Auf meine vollständigen Bewerbungsunterlagen habe ich nach über 3 Monaten jedoch keine Rückmeldung erhalten. Ich finde soetwas ziemlich respektlos. Es gibt mit Sicherheit Bewerbungen, bei denen ein Personaler wirklich nur den Kopf schütteln kann, aber selbst solche Bewerbungen verdienen eine Reaktion.
Meine Unterlagen beinhalteten ein ausführliches Anschreiben, meinen Lebenslauf und sämtliche Zeugnisse und niemand hat jemals reagiert.
Rückmeldung. Es kann nicht sein, dass die Gespräche stattfinden, extra nach Hannover gegurkt wird und dann nicht mal eine Absage kommt.
Das geht gar nicht. Die Gespräche selbst wirkten fast überschwänglich.
HR/ Recruiting sollte jedem Bewerber wertschätzend gegenüber treten und sich auch zurückmelden. Da geht es nicht um Zu- oder Absage.
Mehrere Bewerbungen abgeschickt, Absagen ohne Kommentar bekommen. Initiativ beworben, keine Antwort. Telefonisch niemand erreichbar. Auf die Nachfrage ob ein Telefonat möglich ist, kam die nächste Absage. Wertschätzender Umgang mit Bewerbern sieht anders aus. Eine weitere Bewerbung wird es bei Enercity von mir nicht geben.
Meine Bewerbungserfahrung war durchweg positiv - ich fühlte mich über jeden Schritt sehr gut informiert. Das Team habe ich auch vor Ort kennengelernt, was ich absolut klasse fand.
Ich freue mich sehr auf meine Zeit bei Enercity und mein Vorschlag lautet: bitte weiter so!
So verdient kununu Geld.