Nach außen studierendenfreundlich, intern wenig Unterstützung bei Bacheloranden
Verbesserungsvorschläge
Meine Erfahrung mit enercity im Zusammenhang mit meiner Bachelorarbeit war insgesamt sehr frustrierend
Ich habe bereits im Dezember bei P&O angefragt und zunächst etwa anderthalb Monate auf eine dezidierte Antwort gewartet. In dieser Zeit gab es keine klare Rückmeldung oder Zuständigkeit. Danach wurde ich von Ansprechpartner zu Ansprechpartner weitergereicht. Mehrere Personen wollten intern helfen, wurden jedoch teilweise ausgebremst oder darauf verwiesen, dass andere Abteilungen zuständig seien.
In dieser Phase habe ich mein Exposé drei Mal auf unterschiedliche Abteilungen angepasst, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden.
Dadurch entsteht für mich der Eindruck, dass nach außen, etwa im Social Intranet oder in der Kommunikation über Nachwuchsförderung, zwar damit geworben wird, Bachelorand:innen einzubinden, intern jedoch oft niemand wirklich Verantwortung für Betreuung oder Entscheidung übernehmen möchte. Selbst Mitarbeitende, die grundsätzlich bereit wären zu betreuen, werden teilweise abgeschmettert.
Hinzu kommt der Umgang mit der sogenannten Prämie. Für die Bachelorarbeit selbst erhält man keine Vergütung. Stattdessen wird lediglich in Aussicht gestellt, dass am Ende eventuell eine kleine Prämie gezahlt werden kann. Diese ist jedoch weder garantiert noch transparent geregelt, sondern liegt vollständig im Ermessen des jeweiligen Betreuers. Gleichzeitig wird erwartet, dass Studierende zusätzlich zur eigentlichen Bachelorarbeit operative Arbeit für die Abteilung leisten, damit sich die Betreuung für das Unternehmen „rentiert“.
Das bedeutet faktisch: Man arbeitet neben seinem Werkstudentenjob zusätzlich für die Abteilung, schreibt parallel seine Bachelorarbeit und erhält dafür zunächst keinerlei Vergütung. Ob am Ende eine Prämie gezahlt wird, bleibt unklar.
Besonders problematisch ist dabei die Zeitdimension. Universitäten arbeiten mit klaren Fristen für die Bachelorarbeit. Studierende können nicht einfach mehrere Monate verlieren, weil interne Abstimmungen im Unternehmen dauern oder Entscheidungen immer wieder verschoben werden. Der Druck von universitärer Seite bleibt bestehen, während sich der Prozess im Unternehmen hinzieht.
Gerade im Kontext der engen Zeitvorgaben im Studium entsteht für Studierende eine Situation mit viel Aufwand und geringer Planungssicherheit.


