360° turnaround
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Regenerative Energie ist gut.
- In vielen Bereichen gibt es positive Entwicklungen (nur nicht bei mir).
- Es wird jetzt sogar eine psychologische Beratung angeboten, dafür vielen Dank, die habe ich mittlerweile auch bitter nötig...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich wurde durch planlose, ständige Änderung der Rahmenbedingungen immer wieder demotiviert. Auch wie mit vielen ehemaligen Kollegen verfahren wurde, hat mich tief getroffen.
Es gibt hier Vorgesetzte, vor denen ich Angst habe.
Verbesserungsvorschläge
Nach meiner Meinung könnte alles noch deutlich verbessert werden.
Vor allem die interne Organisation, Daten-Management Tools, Prozesse, Führungskompetenz der Vorgesetzten, fachliche Qualifikationen und endlich mal marktgerechte Gehälter.
Arbeitsatmosphäre
Ich finde, dass die Arbeit durch reichlich Zeit- und Kostendruck bestimmt wird. Es gibt meiner Meinung nach viel Blindleistung durch dysfunktionale Prozesse, Methoden und Tools. Und zu viel negativer Stress vergiftet nach meinem Empfinden die ehemals gute Arbeitsatmosphäre und macht auf Dauer krank.
Image
die Geschäftsführung arbeitet aktiv an der Verbesserung des externen Images. Ich persönlch habe es mir abgewöhnt, über die Firma zu reden, das treibt bei mir nur den Blutdruck hoch.
Work-Life-Balance
40h, auch gerne mehr. Dies kann aber ziemlich flexibel gelegt werden.
Karriere/Weiterbildung
Bildungs- oder Karrieremöglichkeiten habe ich mir sich selber geschaffen. Also learning by doing mit entsprechenden Korrekturloops.
Quasi „Jugend forscht“.
Karrierepfade gab es mal auf dem Papier, aber da ist mittlerweile von Seiten meiner Vorgesetzten keine Rede mehr von.
Gehalt/Benefits
Das wäre für mich noch immer Kündigungsgrund Nr. 1.
Viele Jahre lang wurde in meinem Umfeld das Gehalt nach Gutsherrenart deutlich unter Tarif festgelegt. Zumindest habe ich persönlich es so erlebt.
Dann wurde 2023 ein Basis-Gehaltssystem eingeführt, es sollten "marktübliche" Gehälter errreicht werden. Ich glaube mittlerweile, das war wohl ein Missverständnis meinerseits...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Endprodukt basiert auf nichts anderem als Umweltbewusstsein. Das Selbstbild der Firma impliziert ein hohes Umweltbewusstsein. Das Sozialbewusstsein einiger Führungskräfte scheint nach meiner Wahrnehmung noch etwas Unterentwickelt zu sein.
Kollegenzusammenhalt
Wir sind gefühlt vereint im gemeinsamen Leid…
Untereinander auf den unteren Ebenen ist der Zusammenhalt eigentlich ganz gut. Aber durch eine meiner Meinung nach hohen Fluktuation, organisatorischen Leerstellen und weltweit verteilter Teams entsteht aber eine gewisse Entfremdung.
Umgang mit älteren Kollegen
Wir werden zwar alle älter, ändern tut das meiner Meinung nach allerdings nichts. Lange Betriebszugehörigkeit oder Berufserfahrung ist nach meinem Empfinden mit keinerlei Vorzügen verbunden. Mein KnowHow ist zwar beliebt und wird gerne von Kollegen genutzt, aber außer Respekt habe ich da nichts von.
Es gibt hier in dem Sinne kein „Age management“.
Vorgesetztenverhalten
Wie schön und hilfreich wären meiner Meinung nach doch Führungskräfte, die sich als Vertreter der MA verstehen und dafür sorgen, dass diese ihre Arbeit gut machen könnten.
Obere Führungsebene ab Bereichsleitung hier aber nach meinem Empfinden leider ohne jeglichen Kontakt zu Mitarbeitern auf der ausführenden Ebene. Wertschätzung empfinde ich als nur auf dem Papier vorhanden.
Arbeitsbedingungen
Repräsentative Gebäude mit Einheits-Büros. IT-Ausstattung eher kostenoptimiert.
Aber dank Hybrid-Work darf ich Zuhause vernünftige Monitore, ergonomische Ausstattung und guten Kaffee genießen (natürlich alles selbstbezahlt).
Kommunikation
Nach meiner Meinung soll die Kommunikation verbessert werden, indem man mehr Möglichkeiten etabliert.
In Folge werde ich nun aus vielen Kanälen mit Informationen, Anfragen, Aufträgen, Forderungen etc. bombardiert und muss virtuos auf ebenso vielen Kanälen umgehend antworten. Manuelle Informationsverarbeitung bestimmt mittlerweile einen großen der Teil meiner Arbeit.
Viele Vorgesetzte und „Manager“ sehen es nach meinem Empfinden anscheinend als Ihre Hauptaufgabe an, die Mitarbeiter so auf Trab zu halten.
Gleichberechtigung
Frauen sind in den Ingenieurs-Berufen nach wie vor die Ausnahme, werden dann aber genauso behandelt wie die anderen Kollegen.
Interessante Aufgaben
Wenn man sich bewährt hat, kann man auch interessante Aufgaben bekommen. Dann ist die Arbeit sehr vielfältig, fordernd, unstetig und wird auch immer mehr, bei immer weniger Kollegen.

