Kurzes Arbeitsverhältnis – leider ohne Perspektive
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kollegenzusammenhalt war sehr positiv – sowohl im Vertrieb als auch bereichsübergreifend herrschte eine freundliche, hilfsbereite und fast familiäre Atmosphäre. Außerdem finde ich es gut, dass die Firma sich auf meine Empfehlung hin als Partner der Ehrenamtskarte Niedersachsen/Bremen registrieren ließ – ein schönes Zeichen sozialer Verantwortung. Die Verbindung zu Neoom bringt ein innovatives, zukunftsorientiertes Image mit sich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation war oft unklar oder zu spät. Zusagen (z. B. zur Ausstattung) wurden nicht eingehalten, und die Kündigung kam sehr kurzfristig und ohne echtes Gespräch. Insgesamt fehlte es an Struktur, Verlässlichkeit und Planung – gerade für neue Mitarbeitende. Die Einarbeitung war nicht vorhanden und musste selbst organisiert werden, was den Einstieg deutlich erschwert hat.
Verbesserungsvorschläge
Neue Mitarbeitende sollten strukturierter und professioneller in ihren Arbeitsbereich eingeführt werden – unabhängig von ihrer Vorerfahrung. Eine klare Kommunikation von Zuständigkeiten, Ausstattung und Erwartungen ist essenziell. Auch der Umgang mit kurzfristigen Kündigungen sollte transparenter und menschlicher gestaltet werden. Zudem wäre es sinnvoll, zugesagte Arbeitsmittel zum Start tatsächlich bereitzustellen, um direkt arbeitsfähig zu sein.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt angespannt. Es herrschte ein spürbarer Leistungsdruck, gleichzeitig fehlte es an klarer Kommunikation und Unterstützung seitens der Führung. Man fühlte sich schnell auf sich allein gestellt. Kollegen im Vertrieb waren zwar hilfsbereit, jedoch waren viele selbst stark eingebunden. Für ein echtes Ankommen im Team war die Zeit – und der Rahmen – kaum gegeben.
Image
Online finden sich einige kritische Kundenbewertungen, was dem Image durchaus schadet. Gleichzeitig bemüht sich die Firma sichtbar um eine positive Außendarstellung – insbesondere durch die Partnerschaft mit Neoom. Intern wurde der Eindruck vermittelt, dass man aktiv an einem guten Ruf arbeitet.
Work-Life-Balance
Ich hatte Vertrauensarbeitszeit, was grundsätzlich Flexibilität ermöglicht. Aufgrund der sehr kurzen Beschäftigungsdauer kann ich hierzu jedoch keine fundierte Bewertung abgeben.
Karriere/Weiterbildung
Ich wurde zu Beginn am Zählerschrank unterwiesen, um bestimmte Abdeckungen öffnen zu können – darüber hinaus wurden in der kurzen Zeit keine Weiterbildungsangebote gemacht oder Perspektiven angesprochen. Entwicklungsmöglichkeiten waren für mich daher nicht erkennbar.
Gehalt/Benefits
Ich habe ein Fixum sowie eine garantierte Provision erhalten, die monatlich erarbeitet werden musste. Sozialleistungen (wie z. B. betriebliche Altersvorsorge, Zuschüsse etc.) wurden nicht angeboten oder angesprochen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als Photovoltaikunternehmen verfolgt die Firma naturgemäß ein umweltbewusstes Geschäftsmodell. In Bezug auf soziales Bewusstsein habe ich zwiegespaltene Eindrücke: Die sehr kurzfristige Kündigung nach wenigen Wochen wirkt aus meiner Sicht wenig sozial. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass sich das Unternehmen auf meine Anregung hin als Akzeptanzpartner der Ehrenamtskarte Niedersachsen/Bremen registrieren ließ – ein schönes Zeichen der Wertschätzung gegenüber Ehrenamtlichen
Kollegenzusammenhalt
Im Vertriebsteam habe ich mich von Anfang an gut aufgenommen gefühlt. Der Umgang untereinander war freundlich, offen und hilfsbereit – auch über die eigene Abteilung hinaus. Ich hatte die Gelegenheit, Kollegen aus dem Büro und dem Elektriker-Team kennenzulernen, und auch dort herrschte eine angenehme, fast familiäre Atmosphäre. Insgesamt habe ich das Miteinander im Unternehmen als sehr positiv erlebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Zur Gleichberechtigung kann ich aufgrund meiner kurzen Zeit im Unternehmen keine fundierte Aussage treffen. Der Eindruck war jedoch, dass alle Kolleginnen unabhängig von Alter oder Hintergrund respektvoll behandelt wurden. Die Geschäftsführung ist eher jung, in der Planung gibt es auch ältere Kolleginnen – der Umgang wirkte insgesamt wertschätzend und kollegial.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meines Vorgesetzten war grundsätzlich respektvoll, aber distanziert. In der Kommunikation fehlte es häufig an Klarheit und Rückmeldung. Entscheidungen – wie z. B. die sehr kurzfristige Kündigung – wurden kaum erläutert oder nachvollziehbar begründet. Auch in der Einarbeitungsphase hätte ich mir mehr Unterstützung, Struktur und aktives Interesse gewünscht. Vieles musste ich mir selbst organisieren oder über Kollegen erfragen.
Arbeitsbedingungen
Mir wurde im Vorstellungsgespräch zugesichert, dass ich mit Laptop, Tablet, Handy, Tankkarte, Firmenfahrzeug (nach der Probezeit) und Drohne ausgestattet werde. Tatsächlich habe ich nur ein Handy und eine Tankkarte erhalten – beides auch nur auf eigene Initiative hin, da am ersten Arbeitstag keinerlei Ausstattung vorbereitet war. Der Start verlief daher unorganisiert und unklar, was einen professionellen Einstieg erschwert hat.
Kommunikation
Es gab ein wöchentliches Vertriebsmeeting, was grundsätzlich positiv ist. Leider wurden darin oft nur oberflächlich Themen angeschnitten, ohne konkrete Inhalte oder klare Verantwortlichkeiten zu benennen. Wichtige Ereignisse – wie etwa die Besetzung von Messen – wurden teilweise gar nicht oder erst sehr kurzfristig kommuniziert. Insgesamt fehlte es an Transparenz und Struktur. Besonders in der Anfangszeit hätte ich mir klarere Informationen, regelmäßiges Feedback und mehr direkte Ansprache durch die Führungsebene gewünscht.
Gleichberechtigung
Zur Gleichberechtigung kann ich aufgrund meiner kurzen Zeit im Unternehmen keine fundierte Aussage treffen. Der Eindruck war jedoch, dass alle Kolleginnen unabhängig von Alter oder Hintergrund respektvoll behandelt wurden. Die Geschäftsführung ist eher jung, in der Planung gibt es auch ältere Kolleginnen – der Umgang wirkte insgesamt wertschätzend und kollegial.
Interessante Aufgaben
Aufgabenbereiche waren im Vorfeld nur grob umrissen. In der kurzen Zeit meines Beschäftigungsverhältnisses hatte ich kaum Gelegenheit, echten Einfluss auf die Ausgestaltung meines Arbeitsbereichs zu nehmen. Die Arbeitsbelastung schien im Team unterschiedlich verteilt, war für mich aber noch nicht voll abschätzbar. Grundsätzlich hätte die Position Potenzial für Eigenverantwortung geboten.