Guter Arbeitgeber in bewegten Zeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das gegenseitige Verständnis, den guten Umgang miteinander und dass man mit einem positiven Gefühl zur Arbeit kommt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aufgrund der letzten strategischen Neuausrichtung hat man einen deutlichen Kurswechsel eingeschlagen. Das „Dream Big“ der letzten Jahre war eventuell etwas zu „big“.
Verbesserungsvorschläge
Eine klare und konsequente Zukunftsstrategie festlegen und diese auch verfolgen. Keine regelmäßigen Kurswechsel.
Arbeitsatmosphäre
Der Druck und die damit verbundene Arbeitsbelastung waren in den letzten Jahren gleichbleibend hoch, da wir branchenbedingt stark von der bundespolitischen Richtung und den jeweiligen Entscheidungen beeinflusst werden. Die Führungskräfte haben versucht, die damit verbundenen unternehmerischen Richtungswechsel intern so zu steuern, dass keiner „overpaced“. Leider nicht immer mit Erfolg.
Damit einher gingen zuletzt häufige strategische wie prozessuale Richtungswechsel, die das Arbeiten für viele komplexer gemacht haben.
Diplomatisch könnte man es als stetigen Wandel bezeichnen. Wenn man diesen Wandel irgendwann abschließen kann, sind die üblichen Rahmenbedingungen für das tägliche Arbeiten bei ENERTRAG aus meiner Sicht positiv zu bewerten.
Image
Hat aufgrund häufiger oder schleppender Entscheidungen zuletzt nach außen Federn gelassen.
Teilweise leider auch bedingt durch tendenziöse Berichterstattung.
Man ist allerdings weiterhin darum bemüht, wichtige politische wie unternehmerische Schulterschlüsse zu erreichen.
Work-Life-Balance
Ja, es gibt eine hohe Arbeitsbelastung. Zur Wahrheit gehört aber auch: Vertrauensarbeitszeit, Workation wird ermöglicht, flexibles Arbeiten in unterschiedlichen Büros und man kann seine Stunden bei Bedarf anpassen (Teilzeit etc.).
Mehr Flexibilität geht m. E. nicht. Zumindest habe ich das bei anderen Arbeitgebern in diesem Umfang noch nicht erlebt.
Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren stets hoch war und viele im Unternehmen einige Überstunden angesammelt haben.
Karriere/Weiterbildung
In den letzten Jahren gab es für jeden Bereich bzw. Mitarbeiter ein festes Budget und man wurde auch stets darauf hingewiesen, sofern es sinnvolle Weiterbildungsmöglichkeiten gab. Ebenso wurden Fachkarrieren angeboten, die einen beispielsweise für eine künftige Teamleitungs- oder Seniorstelle befähigen.
Weiterhin gab und gibt es regelmäßig interne Fortbildungen, da viel Expertise im Haus vereint wird.
Gehalt/Benefits
In den letzten Jahren lag man dem Vernehmen nach im Branchenvergleich unter dem Durchschnitt.
Hat sich, wenn man sich umhört, aber deutlich angeglichen. Insbesondere im direkten Vergleich auf den unterschiedlichen Job-Portalen sind die Gehälter inzwischen vergleichbar oder teilweise sogar höher.
Ansonsten gibt es einige nette Vergünstigungen und Benefits (Wellhub, JobRad, subventionierte Kantine am Hauptsitz, Kaffee/Tee/Obstkorb an allen Standorten, Mitarbeiterrabatte etc.).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird insbesondere durch die Belegschaft stark vorgelebt. Beispielsweise bei der internen Auswahl des Kaffees für die Küchen (Fairtrade u. Ä.). Hierzu fanden zuletzt sogar Umfragen statt.
Als Dienstwagen werden ausschließlich E-Fahrzeuge bezogen. Selbst politische Einstellungen des Herstellers (Stichwort Musk/Tesla) werden bei der Wahl berücksichtigt.
Passt also alles.
Kollegenzusammenhalt
Bisher war ich in unterschiedlichen Bereichen aktiv und der Zusammenhalt ist meinem Empfinden nach außerordentlich gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Wir haben einige ältere Kollegen, die bereits viele Jahre an Bord sind.
Ich habe bisher nicht mitbekommen, dass es hier negative Erfahrungen gab.
Vorgesetztenverhalten
Schwer zu verallgemeinern und sicherlich von den eigenen Erfahrungen und der jeweiligen Führungskraft abhängig.
Ich kann mich nach vielen Jahren im Unternehmen nicht beschweren. Im Gegenteil: stets empathisch, offen für konstruktive Kritik und lösungsorientiert.
Arbeitsbedingungen
In den letzten Jahren sind einige neue Büros bezogen worden. Mit der technischen Ausstattung und der Einrichtung hat es dem Vernehmen nach allerdings größere Schwierigkeiten gegeben.
Die persönliche Ausstattung hat bei mir und in meinem Arbeitsumfeld bisher sehr gut funktioniert (Handy, Laptop, Tablet, Dienstwagen etc.).
Kommunikation
Beim abteilungsübergreifenden Austausch hat man zuletzt einen positiven Wandel erlebt. Es ist zwar noch nicht perfekt, doch wird viel für Verbesserungen getan, beispielsweise durch gemeinsame Workshops zur Schaffung von gegenseitigem Verständnis. Allerdings ist hier auch jeder selbst gefragt.
Top-down, also von der Führungsebene zur Belegschaft, müssen noch ein paar Hausaufgaben gemacht werden. Dies hat sich in den letzten Jahren zwar gebessert, aber bei strategischen Richtungswechseln oder im politisch bedingten Krisenmanagement gab es bisweilen missverständliche Kommunikation, die in der Belegschaft für Irritationen gesorgt hat.
Gleichberechtigung
Kann ich nur bedingt bewerten. Wird in der internen Kommunikation aber oft erwähnt und die Fahne entsprechend hochgehalten.
Interessante Aufgaben
Man hat gefühlt jedes Jahr neue Berge zu erklimmen. Kurzum: spannend und interessant.

