Ok für zwischendurch, wenn man entspannt und nicht extrem finanziell darauf angewiesen ist
Gut am Arbeitgeber finde ich
die Ware, die verkauft wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Profitdenken ist sehr deutlich. Schuldzuweisung für ausbleibende Kunden an die Verkaufenden zu richten ist nicht in Ordnung.
Verbesserungsvorschläge
Überdenkt den Prozess der Umlagerungen! Weniger Umlagerungen bedeutet mehr qualitativ hochwertige Zeit mit dem Kunden und entspanntere Mitarbeiter. Und die Filialen sehen dann auch nicht aus wie Lagerhäuser ;) und kümmert euch um eine echte Kundenapp!
Arbeitsatmosphäre
Gehetzte Stimmung, alles muss schnell gehen, für Einarbeitung ist leider keine Zeit, "das lernst du dann schon noch im Prozess" - auch Spezialwissen lernt man da im Prozess.
Was mir vor Arbeitsbeginn nicht klar war: Es ist nicht bloß ein Textilverkäufer-Job, es wird richtige Akquise und Kundenbindung gefordert, die sich meiner Meinung nach absolut nicht auf dem Lohnzettel widerspiegelt.
Für die Menge an Ware, die rein kommt und auch wieder zurück geht sind nicht immer genug Mitarbeitende eingeplant, sodass es in manchen Filialen etwas chaotisch zugeht, denn Kunden kommen ja auch.
Work-Life-Balance
Als Teilzeitkraft mit einer adäquaten Filialleitung kann man von einer Work-Life-Balance sprechen, wenn es nicht vordergründig um dem finanziellen Aspekt geht. Manche Kolleginnen (Vollzeit) gehen oft nur zum Schlafen nach Hause - was das Ergebnis von Unterbesetzung und schwacher Planung ist.
Kollegenzusammenhalt
Mein persönlicher Eindruck: Als Kollegen muss man hier zusammenhalten, weil Aufgaben sonst nicht zu schaffen sind. Durch den Zusammenhalt hat man ja auch das Gefühl dem Druck entgegen zu stehen (Dabei könnte es ohne Druck doch so viel besser sein). Sobald aber eine bissige Person im Team ist wird es sehr schnell unangenehm. In meiner Stammfiliale habe ich Glück, aber die anderen Filialen, in welchen ich eingesetzt worden bin, herrschte ein unangenehmes Miteinander durch rücksichtsloses oder feindseliges Verhalten von einzelnen Mitarbeiterinnen. Auch Mobbing habe ich beobachtet.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen vor allem für ihre Expertise geschätzt. Bei uns sind es aber auch 60% an älteren Kollegen :)
Vorgesetztenverhalten
Indirekt und manchmal direkt wird Druck gemacht und bei ausbleibenden Kunden und nicht zufriedenstellenden Tageseinnahmen wird den Verkäufern die Schuld gegeben. Es hagelt dann wöchentlich Sätze wie "da hättet ihr euch mehr Mühe geben müssen", "warum war da jetzt keine Lederjacke dabei" etc. Dabei kommen Kunden oft in den Laden und kommunizieren gleich, dass sie in Ruhe schauen wollen. Durch den Druck und Marketinganweisungen werden die Kunden aber geradezu von Verkäufern "angesprungen", was für beide Seiten frustrierend ist.
Mit den einzelnen Filialleitern kann man Glück haben, aber auch ihnen wird Druck gemacht, den sie nicht immer nur bei sich behalten.
Arbeitsbedingungen
Tatsächlich schwierig, wenn man allein in der Filiale ist und die Toilette aufsuchen muss.
An manchen Stellen versucht sich das Unternehmen kostenlose Arbeitszeit zu ermogeln - darüber haben mich meine Kollegen nicht gleich aufgeklärt, als ich angefangen habe. Wenn Sie also bei engbers anfangen, fragen sie vorher wie die Arbeitszeiterfassung genau abläuft!
Kommunikation
Minus: Irgendwoher haben plötzlich alle deine private Nummer und kontaktieren dich zu Organisationsfragen auch an Sonn- und Feiertagen. Plus: Die Mitarbeiter meiner Filiale achten auf wertschätzende Kommunikation untereinander.
Gehalt/Benefits
Tipp: genau den Arbeitsvertrag lesen, da haben sich ein paar dreiste Schlauheiten eingeschlichen.
Interessante Aufgaben
Wenn man gern verkauft, ist es ziemlich interessant und anregend, weil die Kunden im Durchschnitt freundlich und offen sind. Auch wenn man sich wirklich für die Welt von Bekleidung interessiert, ist engbers ein schöner Ort zum Arbeiten.