Mein bisher schwächster Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Im Prinzip nur die interessant Aufgabe und das Gehalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Kommunikation ist eine Katastrophe
-Selbst eindeutige Missstände werden ignoriert und nicht abgestellt
-Ethikstandards einhalten. Ich weigere mich, unsere Fehler dem Kunden in Rechnung zu stellen
Verbesserungsvorschläge
-Den Mitarbeitern Vertrauen entgegen bringen
-Strukturen schaffen, die ein geordnetes Abarbeiten der Punkte erlauben
-Eindeutige, ehrliche Kommunikation statt hintenrum die Leute schlecht machen
-Alle gleich behandeln
Arbeitsatmosphäre
Auf Ebene der Kollegen, mit denen man zusammenarbeitet, sehr gut. Alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen und sind hilfsbereit.
Auf Managementebene ein Totalausfall. Es interessiert keinen was man macht und will auch nichts von Risiken/Problemen hören. Dafür wird bei schlechten Zahlen ein zufälliger Sündenbock gesucht und dieser niedergemacht.
Sehr demotivierend.
Image
Der Großkonzern selbst hat ein gutes Image, gilt aber als teuer. Aber der betroffene Bereich ist bekannt dafür unzuverlässig zu sein, die Arbeit nicht fertig zu machen und immer neue Forderungen zu erfinden.
Genauso sieht man es intern auch.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich ganz OK. Es gibt genug Urlaub und der ist gut planbar. Bei ungeplanten Ereignissen kann man immer auch kurzfristig Urlaub nehmen oder home office machen.
Es gibt theoretisch klare Vorgaben zu Arbeitszeiten, wie in jedem Großkonzern auch. Ob man innerhalb dieser seine Aufgaben bewältigen kann, interessiert wiederum keinen. Überstunden werden nciht angerechnet.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt zwar ein großes Angebot an Schulungen, die man auch ohne Diskussion wahrnehmen kann. Aber keiner hält es hier länger als 2-3 Jahre aus. Dann ist auch nix mit Karriere machen.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter kommen immer pünktlich und liegen auch etwas über dem Durchschnitt.
In Anbetracht der Tatsache, dass man aber mit Projekten überhäuft wird und es ohne deutliche Mehrarbeit nicht schaffbar ist, ist es dann doch nicht so üppig
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird sehr viel getan und man hat sehr ambitionierte Ziele hinsichtlich CO2-Neutralität. Mehr geht sicherlich immer, aber dennoch ist man hier definitiv vorne mit dabei.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige Lichtblick. Man kann darauf vertrauen, dass die Kollegen einem versuchen zu helfen, auch wenn sie selbst total überlastet sind.
Umgang mit älteren Kollegen
Die werden kein bisschen besser behandelt. Zynisch könnte man es als fair bezeichnen.
Vorgesetztenverhalten
Ganz wild!
Es wird weder miteinander gesprochen, noch dem Mitarbeiter zugehört. Aufgaben werden willkürlich verteilt, es muss aber immer sofort sein. Konsequenzen für andere Projekte? Egal, den Anpfiff kann man sich ja später abholen.
Wenn das Projekt schlecht läuft, erfindet man Themen wie man den Kunden über den Tisch ziehen kann. Auf die eigenen Ethikstandards wird gepfiffen. Der Kaufmännische Leiter beleidigt regelmäßig Projektbeteiligte, selbst wenn diese für das Problem gar nicht verantwortlich sind. Dabei wird er auch gerne persönlich und das auch vor anderen.
Ob es an den Vorgesetzten liegt, dass das gesamte Personal abhaut? Bestimmt nicht...
Arbeitsbedingungen
Man ist technisch auf der Höhe der Zeit. Es gibt genug Platz und die Räume sind entsprechend modern eingerichtet
Kommunikation
Erfolgserlebnisse werden nicht gewürdigt, aber die gibt es eh schon lange nicht mehr.
Offene und ehrliche Kommunikation ist nicht erwünscht. Probleme werden ignoriert. Neue Mitarbeiter werden in keinster Weise an Ihre Aufgaben herangeführt. Die Leute sollen ihre Arbeit machen und nicht jammern.
Gleichberechtigung
Es gibt zwar kaum Frauen in Führungspositionen, aber das ist vermutlich eher der Branche geschuldet. Die Firma scheint hier aber doch offen zu sein.
Es gibt aber auch Kollegen, die drücken sich offensichtlich vor der Arbeit, kriegen nichts fertig und sitzen alles aus. Und zu alldem heißt es von Oben "wissen wir schon", aber Konsequenzen hat es keine. Die Anderen, die das mitschultern sind die Depperl.
Interessante Aufgaben
Die Projekte sind sehr spannend und abwechslungsreich. Schade, dass man immer Einzelkämpfer ist und von oben keine Hilfe/Führung erwarten darf.

