Es könnte so schön sein...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man erhält auch Chancen, wenn man nicht den Lebenslauf aus dem Bilderbuch mitbringt und kann recht unkompliziert aufsteigen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Auswahl der Mitarbeiter ist teils sehr fragwürdig. Zu wenige bringen eine professionelle Arbeitseinstellung mit. Das Unternehmen ist zu sehr darauf bedacht, immer wieder neue Produkte zu veröffentlichen, ohne die bisherigen ausreifen zu lassen. Qualität ist wichtiger!
Verbesserungsvorschläge
Mehr Coaching für die Führungskräfte. Hier fehlt es leider oft an professionellem Verhalten. Außerdem sollte man die Mitarbeiter sensibilisieren, die Werte mehr zu leben. Der wichtigste Punkt sollte jedoch sein, mehr auf Qualität zu setzen. Es wird einfach zu sehr auf Tempo gesetzt und zu viele Kunden leiden darunter.
Arbeitsatmosphäre
Es wird oft improvisiert, impulsiv reagiert, was zu einer eher angespannten Atmosphäre führt. Abteilungsübergreifend war die Zusammenarbeit schwierig, da sich viele nur für ihre eigenen Aufgaben interessieren.
Kommunikation
News und Änderungen wurden nahezu ausschließlich gut kommuniziert.
Kollegenzusammenhalt
Mal so, mal so. Wenn es um einen guten Eindruck bei den Vorgesetzten ging, sind einige Kollegen auch bereit gewesen, einen vor den Bus zu werfen, wenn es dem eigenen Ziel dienlich war. Es gab jedoch auch guten Zusammenhalt, welcher in fordernden Zeiten sehr geholfen hat.
Work-Life-Balance
Die Wochenarbeitszeit musste nicht überschritten werden. In dieser Hinsicht gab es keinen Druck. Durch recht ausgedehnte Erreichbarkeitszeiten war die Flexibilität jedoch etwas eingeschränkt.
Vorgesetztenverhalten
Man wusste ziemlich schnell, wer beim Chef beliebt war und wer nicht. Bei einigen Kollegen wurde sehr offensichtlich das Haar in der Suppe gesucht. Meist waren das diejenigen, die Missstände auch ansprachen und nicht alles abnickten.
Interessante Aufgaben
Teils waren sehr interessante Recherchearbeiten nötig und Eigeninitiative wurde sehr geschätzt. Dadurch erhielt man weitere interessante Aufgaben.
Gleichberechtigung
Teilweise gab es einen großen Unterschied bei der Behandlung von Männern und Frauen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich kann mich an niemanden erinnern, den man als "älter" bezeichnen könnte. Die, die deutlich in den 40ern oder in den 50ern waren, wurden wie alle anderen behandelt.
Arbeitsbedingungen
Standard IBM Notebook, Jabra-Headset und sonst nichts. Die Software lief unterschiedlich gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was nach außen gepredigt wird, leben die wenigsten. Allein was den Umgang mit Ressourcen, Mülltrennung oder Entsorgung von Zigarettenstummeln angeht, konnte man eine recht große Rücksichtslosigkeit feststellen. Auch die Montageteams haben hier oft absolut keine Vorbildfunktion eingenommen.
Gehalt/Benefits
Durchschnittliches Gehalt. Für ein Single Leben in Berlin fast zu wenig. Benefits gibt es, jedoch nichts ausgefallenes (z.B. Corporate Benefits, Wellhub)
Image
Nach außen möchte Enpal Klima und Umwelt "retten". Jedoch geht es auch hier primär um Geld und in einigen Fällen geht man extrem mies mit Kunden um, die oft fünfstellige Beträge in ihre Wärmepumpe stecken. Wenn man ein paar Wochen dabei ist und es realistisch betrachtet, kann man leider nicht hinter der Firma stehen.
Karriere/Weiterbildung
Dieser Punkt hängt sehr damit zusammen, wie das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist. Leistung alleine bringt einen nicht weiter.

