Für den Anfang ganz gut - aber gibt es hier Zukunft?
Arbeitsatmosphäre
Da ich zu 100 % remote arbeite, kann ich die allgemeine Arbeitsatmosphäre nur eingeschränkt beurteilen. Ich war jedoch bereits mehrfach im Berliner Office vor Ort.
Insgesamt habe ich die Atmosphäre dort als angenehm wahrgenommen. In den Sales-Abteilungen war es teilweise recht laut, was auf Dauer etwas anstrengend sein könnte. In den anderen Bereichen hingegen war die Arbeitsumgebung deutlich ruhiger
Kommunikation
Da ich bereits in mehreren Abteilungen gearbeitet habe, konnte ich unterschiedliche Teams und Arbeitsweisen kennenlernen. Leider muss ich sagen, dass die Kommunikation abteilungsübergreifend oft problematisch ist.
Häufig werden Entscheidungen „von oben“ getroffen und anschließend mit unrealistischen Zielen oder Voraussetzungen an die Mitarbeitenden weitergegeben. Besonders schwierig ist dabei, dass sich Prozesse und Arbeitsweisen ständig ändern. Grundsätzlich sind Veränderungen natürlich wichtig und sinnvoll – allerdings wirken viele Anpassungen nicht ausreichend durchdacht oder werden sehr kurzfristig kommuniziert. Am Ende sind es vor allem die Mitarbeitenden an der Basis, die mit den ständigen Umstellungen arbeiten müssen.
Zusätzlich erschwert die Vielzahl an genutzten Systemen die tägliche Arbeit enorm. Teilweise arbeiten verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Tools, die nicht miteinander kommunizieren. Gerade zwischen den Themen Wärmepumpe und PV fehlt häufig eine vernünftige Verzahnung, obwohl Kund:innen oft beides besitzen. Dadurch entstehen unnötige Hürden und ineffiziente Prozesse.
Die Kommunikation innerhalb der Hierarchie empfinde ich dagegen überwiegend respektvo
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist insgesamt gut. Man hat häufig das Gefühl, dass alle im selben Boot sitzen und gemeinsam versuchen, die täglichen Herausforderungen zu bewältigen.
Da ich nicht im Vertrieb tätig bin, habe ich persönlich auch keine starke Ellenbogenmentalität wahrgenommen. Der Umgang untereinander war in meinem Bereich überwiegend kollegial und unterstützend.
Work-Life-Balance
Mit der Work-Life-Balance bin ich insgesamt sehr zufrieden. Besonders die Möglichkeit, zu 100 % remote zu arbeiten, bringt für mich eine große Flexibilität und einen deutlichen Mehrwert im Alltag.
Teilweise gibt es bereits kleinere Ansätze von Gleitzeitregelungen, sodass man in manchen Abteilungen zwischen einem Arbeitsbeginn um 8:00 oder 9:00 Uhr wählen kann. Grundsätzlich orientieren sich die Arbeitszeiten jedoch an den typischen Stoßzeiten zwischen 9:00 und 18:00 Uhr.
Das empfinde ich persönlich aber auch nachvollziehbar, da in diesem Zeitraum die meisten Kundenanfragen bearbeitet werden müssen. Deshalb habe ich an diesem Punkt wenig auszusetzen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfinde ich insgesamt als angenehm. Die Hierarchien wirken vergleichsweise locker und der Umgang miteinander ist überwiegend respektvoll.
Mehr kann und möchte ich an dieser Stelle dazu nicht sagen.
Interessante Aufgaben
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Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung und Gehalt sehe ich leider deutlichen Verbesserungsbedarf.
Nach außen wird viel über Gleichberechtigung, Diversität und moderne Unternehmenskultur gesprochen. In der Praxis hatte ich jedoch häufig einen anderen Eindruck – insbesondere wenn es um Gehälter, Entwicklungsmöglichkeiten und Wertschätzung geht.
Ich kann hier natürlich nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, dennoch fällt auf, dass weibliche Führungskräfte aus meiner Sicht deutlich unterrepräsentiert sind. Gleichzeitig entsteht teilweise der Eindruck, dass Beziehungen und persönliche Nähe zu Führungskräften („Vitamin B“) bei Karriereschritten eine größere Rolle spielen, als sie sollten. Davon profitieren meiner Wahrnehmung nach häufiger männliche Kollegen.
Besonders frustrierend empfinde ich die unterschiedliche Wertschätzung verschiedener Leistungen innerhalb des Unternehmens. Wer beispielsweise eine Abteilung mit aufgebaut oder intern Strukturen geschaffen hat, bekommt dafür oft nur ein kurzes Dankeschön. Mitarbeitende mit stark sichtbaren Vertriebserfolgen hingegen werden deutlich stärker gefeiert und öffentlich hervorgehoben.
Auch beim Thema Gehalt und Beförderung fehlt es aus
Umgang mit älteren Kollegen
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Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt grundsätzlich angenehm. Dennoch gibt es einige Punkte, die ich kritisch sehe.
Gerade gegen Ende des Monats entsteht häufig der Eindruck, dass der Fokus sehr stark auf Umsatz und Zahlungseingängen liegt. Teilweise werden Kund trotz noch offener Mängel bereits zur Rechnungszahlung aufgefordert. Dadurch wirkt es manchmal so, als hätten wirtschaftliche Ziele eine höhere Priorität als eine nachhaltige Kundenbetreuung.
Zwar gibt es durchaus Abteilungen, die sich stark für Kundenzufriedenheit einsetzen und gute Arbeit leisten, allerdings fehlt aus meiner Sicht unternehmensweit eine klare und langfristige Ausrichtung auf Bestandskund und transparente Kommunikation.
Zusätzlich kommt es immer wieder zu Umstrukturierungen, bei denen Abteilungen verkleinert oder Aufgaben zusammengelegt werden. Dadurch landen teilweise die Aufgaben mehrerer Teams bei einer einzigen Abteilung. Die steigende Arbeitsbelastung für Mitarbeitende ist deutlich spürbar und wirkt sich aus meiner Sicht langfristig auch negativ auf die Kundenzufriedenheit aus.
Mit mehr Transparenz gegenüber Kunden und einem stärkeren Fokus auf bestehende Kunden statt ausschließlich auf Neukundenge
Umwelt-/Sozialbewusstsein
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Gehalt/Benefits
Beim Thema Gehalt und Karriere fehlt mir persönlich vor allem Transparenz und Fairness.
Mitarbeitende werden teilweise mit sehr unterschiedlichen Gehaltsstrukturen eingestellt, obwohl sie ähnliche Aufgaben übernehmen. Dadurch entsteht schnell Unmut innerhalb der Teams. Auch manche Beförderungen wirken von außen nicht immer nachvollziehbar.
Zusätzlich wird mit unrealistischen Zielen gearbeitet, obwohl gleichzeitig viele Prozesse und Systeme noch nicht zuverlässig oder effizient funktionieren. Das erschwert die tägliche Arbeit enorm.
Besonders kritisch sehe ich allerdings das Thema Gehaltsentwicklung. Sowohl im Bewerbungsprozess als auch später in Gehaltsgesprächen werden aus meiner Sicht häufig Perspektiven oder Anpassungen in Aussicht gestellt, die am Ende nicht eingehalten werden. Statt klarer Aussagen wird man oft vertröstet oder erhält neue Gründe, warum eine Gehaltserhöhung aktuell nicht möglich sei.
Langfristig sorgt das bei vielen Mitarbeitenden verständlicherweise für Frustration und Demotivation.
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Karriere/Weiterbildung
Siehe oben

