Ein ehemaliger Familienbetrieb der zu schnell zu groß geworden ist
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man wird als Mensch und nicht als Nummer (Personalnummer) behandelt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation nimmt ab. Man soll über Tickets und mit AI kommunizieren. Das interne Telefonsystem wurde wärend der Sparmaßnahmen der Corona-Krise abgeschaltet. Die vergiftung der Arbeitsatmosphäre nimmt stetig zu. Es entstand ein Wasserkopf an Managements für jedes erdenkliche Thema, die dann selbst kaum ein Team haben.
Verbesserungsvorschläge
Sich wieder auf die eigenen Werte konzentrieren ("EOS-Werte"). Die Gründerfamilie hatte sehr gute Ansichten, die gerade in der heutigen Zeit wieder aufzugreifen wären. Ich hatte noch das Glück bei meiner Einstellung von der Frau des Gründers perönlich in die Werte und Anforderungen an den Umgang miteinander eingeführt zu werden. Ich war sehr beeindruckt und habe auch heute noch Respekt vor der Frau für ihre Einstellung. Ein kleiner Blick zurück würde heute Wunder wirken.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist offen, man wird als Mensch wahrgenommen und nicht als Nummer. Alle sprechen sich mit dem Vornamen an, was viele Schranken verschwinden lässt
Image
Das Image war lange sehr gut. Die Gründerfamilie hat die EOS Werte eingeführt, 4 einfache Regeln, die ein harmonisches Miteinander fördern. Auch die Abneigung gegen Militärindustrie wurde in der Gründerfamilie groß geschrieben. Leider ist der Gründer-Familie die Führung entglitten und deren Werte nicht mehr existent.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsplanung ist ausgewogen, man darf auch Tage im Home-Office planen, wenn man an einem Projekt arbeitet oder Dokumente abarbeitet. Anders sieht die Sache aber im Service aus. Da wird mehr und mehr Druck ausgeübt um das Letzte der Mitarbeiter herauszuquetschen
Karriere/Weiterbildung
Nicht existent. Es gibt zwar ein Bildungssysstem wo man sich für Seminare und Trainings anmelden kann. Karriere und Weiterbildung bekommen nur Führungskräfte mit entsprechenden Beziehungen (Ich kenne jemanden, der kennt jemand...)
Gehalt/Benefits
Verglichen mit der Industrie kann das Unternehmen mit den Löhnen nicht mithalten. Lohnsteigerungen teilweise unter einem Prozent im Jahr. Es gibt ein fragwürdiges Bonussystem mit einem 13. Jahresgehalt. Der Manager legt die Jahresziele fest. Wenn die Finanzen schlecht stehen, bekommen die Mitarbeiter entsprechende Ziele, die kaum erreichbar sind. Erfolgsbeteiligungen gibt es schon lange nicht mehr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma setzt sich sehr für Umweltprojekte ein und dessen Zertifikate
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist einwandfrei, selbst Kollegen aus anderen Abteilungen helfen sofort, wenn man sie kontaktiert. Ein paar Abehobene Leute gibt es immer, sind aber in der Minderzahl und nicht der Rede wert
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen, die den Stil des kleinen Startups miterlebten, wurden bei den Entlassungswellen rund um das Corona-Chaos mit Abfindungen aus der Firma gedrängt.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten wurden Schritt für Schritt ausgetauscht, die teilweise einen autoritären Stil aus grauen Zeiten wieder zurück ins Unternehmen bringen. Trifft aber nicht auf alle zu.
Arbeitsbedingungen
Wer an den Maschinen arbeitet, hat es mit feinem Metallpulver zu tun, dessen Toxität unklar ist. In der Firma werden Arbeitschutz demonstriert, der aber bei Kollegen des Service im Feld so gut wie gar nicht existiert.
Kommunikation
Die Kommunikation ist verbesserungswürdig. Kommunikation von Mensch zu Mensch ist immer weniger gewollt, stattdessen über Tickets und komplizierte bürokratische Vorgänge. Ein Blick "Back to the roots" wäre wünschenswert, so Vieles könnte einfach gelöst werden.
Gleichberechtigung
Klar gegeben. Die neue Inhaberin setzt sich als Diplompsychologin für die Woke Kultur ein
Interessante Aufgaben
Wer in die richtigen Projekte kommt, kann durchaus interessante Aufgaben bekommen. In der Gesamtheit ist es jedoch zunehmend eine einzige Aufgabe, die stupide abzuarbeiten ist. Die Flexibilität von früher wird eingeschränkt.