Sinkendes Schiff zwischen Chaos und Führungsdefiziten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Einstellungsprozess ging schnell.
Die Kunden vor Ort im Gebäude sind sehr nett und hilfsbereit.
Es wurde ein Sportangebot (Egym Wellpass) möglich gemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Toxische Feedbackkultur, es wird sich tagtäglich auf kleine Fehler behaart und man darf sich immer wieder rechtfertigen.
Unter den Chefs ist keine Absprache, generell abgesprochene Dinge werden spontan überworfen.
Obwohl man sich die Hardware aussuchen durfte (Win) wird man gezwungen mit einem Mac zu arbeiten.
Spontanentscheidung vom IT Leiter wie es ihm passt und du darfs das ganze mitmachen, kein Leitfaden und Zielsetzung vorhanden.
Mitarbeiter Überlastung und kein wirkliches Team.
Verbesserungsvorschläge
Sich mal wirklich Gedanken machen wie ein Onboarding laufen sollte und dies dann auch dem neuen Mitarbeiter möglich machen, sprich klare Zielvorstellung was gekonnt werden muss, z. B. Onboardings nach 3 Wochen bei Kunde XY.
Sich an Absprachen halten und auch mal Geduld haben, was Einarbeitungsprozesse angeht.
Aufhören ständig zu überladen, kaum einen Kunden kennengelernt geht es wie im Speedrun direkt zum nächsten, gern auch Wochen lang.
Dies wahrzunehmen, wenn ein Mitarbeiter sagt, ihn macht das Mental hier eher fertig und er würde gern einige Tage einfach mal im Büro bleiben wollen.
Arbeitsatmosphäre
Das Führungsverhalten ist stark verbesserungswürdig. Wertschätzung für gute Leistungen findet kaum statt, stattdessen stehen Fehlersuche und Schuldzuweisungen im Vordergrund. Vorgesetzte machen sich fast ausschließlich bemerkbar, wenn Probleme auftreten und reagieren mit Mikromanagement, anstatt die zugrunde liegenden strukturellen Ursachen zu beheben.
Kommunikation
Interne Kommunikation ist mangelhaft: Zuständigkeiten sind unklar, Informationen werden nicht geteilt, mehrere Kollegen arbeiten häufig unbewusst an denselben Themen.
Die beiden Chefs sprechen sich nicht untereinander bzw. mit dem Team ab was häufig zu unnötiger Kontrolle und Problemen und Rechtfertigung führt.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt Leute im Team, die wirklich zu viel machen, aber selbst dann noch die Zeit finden dir Hilfestellung zu geben, zeitgleich gibt es noch Kollegen, die dann eher Ticket Pingpong betreiben und eher untertauchen, wird aber scheinbar geduldet, da diese sonst auch Kündigen würden oder Lieblinge vom Chef sind.
Work-Life-Balance
Eine echte Work-Life-Balance ist nur möglich, wenn man bewusst das zu hohe Arbeitspensum ignoriert und faktisch wird erwartet, dass viele Überstunden ohne Erfassung geleistet werden.
Vorgesetztenverhalten
Bei der Führungsebene mangelt es an klarer Kommunikation und Abstimmung.
Die beiden Geschäftsführer kommunizieren fragwürdig miteinander noch transparent mit dem Team. Das führt regelmäßig zu unnötigen Kontrollmechanismen, Missverständnissen und einem erhöhten Rechtfertigungsdruck auf Mitarbeitende.
Nach Absprachen wird gerne spontaner Hand alles umgeworfen und vom einem Geschäftsführer einfach entschieden, wie es passt und das immer wieder einfach nur Furchtbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich und ermöglichen es, viele neue Erfahrungen zu sammeln. Allerdings wird man oft ins Büro gedrängt, um die Kundenhotline zu übernehmen. Die Einarbeitung wirkt wenig durchdacht, zudem ist die Arbeitslast ungleich verteilt. Man wird stark überlastet und bekommt zusätzlich noch lang offene Fälle zur Bearbeitung übertragen.
Gleichberechtigung
Es gibt Frauen im Team, teils haben aber schon einige gekündigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Da die meisten Kollegen älter sind, ist dies wahrscheinlich in Ordnung.
Ansonsten werden langjährige Kollegen eher semi gut behandelt, Hauptsache es wird viel an den Aufgaben abgearbeitet.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze sind mit Stehdesk und Hardware in Ordnung, leider sind die meisten Plätze im Büro eher im Dunkeln ohne Fenster. Man hört wegen der Schule nebenan immer wieder die Kinder spielen, was teils stört.
Die Lüftungsanlage macht eher krank und sorgt für einen trockenen Hals.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Höchstens Mülltrennung im Gebäude, alte kaputte Hardware liegt teils immer noch irgendwo im Büro oder Lager.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war pünktlich und okay, nur muss man dies aktiv ansprechen bzw. gab es Jahre lang Mitarbeiter, die wirklich unterirdisch wenig verdient haben. Dies hat den Vorgesetzten natürlich sehr gut gepasst und man wurde gerne niedrig gehalten.
Image
Von außen wirkt es wahrscheinlich solide, doch intern und aus Kundensicht eher wie ein sinkendes Schiff. Manche Kunden haben bereits hass auf die IT, was man vor Ort immer wieder zu spüren bekommt, einige orientieren sich inzwischen nach alternativen Anbietern.
Karriere/Weiterbildung
Es wurde viel von Weiterbildungen gesagt, aber nie etwas in die Wege geleitet, es war zeittechnisch nicht wirklich möglich.
Karriere kann man dort vergessen, man wird als IT-Techniker vor Ort kleingehalten und bei Kollegen die mehrere Jahre Erfahrung haben dürfen sich wie Anfänger behandeln lassen. bzw. gab es bei Kollegen die Aussagen "der kann doch nichts" oder "er hat das immer schon schlecht gemacht" sowas geht gar nicht...