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Erzi 
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Als Arbeitgeber leider nicht zu empfehlen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 im Bereich Administration / Verwaltung in Grünhainichen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ein hervorzuhebender Aspekt ist der Kollegenzusammenhalt. Die Mitarbeitenden zeigen großen Einsatz und sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Arbeit im Unternehmen funktioniert. Die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Teams sind positiv und stärken das Gefühl von Unterstützung untereinander.
Auf kurzfristige private Belange der Kolleg:innen wird eingegangen. Diese Faktoren tragen dazu bei, trotz schwieriger Bedingungen eine gewisse Menschlichkeit und Solidarität im Arbeitsalltag zu bewahren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein zentraler Kritikpunkt ist das respektlose Verhalten der Führungsebene, welches die Arbeitsatmosphäre stark belastet. Vereinbarungen, die zuvor getroffen wurden, werden häufig nicht eingehalten, was für die Mitarbeitenden zu Frustration und Unsicherheit führt.
Besonders problematisch ist das Verhalten des 2. Chefs, der keine aktive Arbeit leistet und damit die Kolleg:innen zusätzlich belastet. Trotz offensichtlicher Missstände scheint die Chefin dies nicht wahrhaben zu wollen, was die Situation weiter verschärft. Diese Kombination aus fehlender Wertschätzung, mangelnder Transparenz und Inaktivität führt zu einer äußerst unzufriedenen Belegschaft.

Verbesserungsvorschläge

Ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre ist die Einführung einer offenen und vor allem ehrlichen Kommunikation. Transparenz und respektvoller Umgang sind entscheidend, um Vertrauen und Zufriedenheit im Team zu stärken. Drohungen und irreführendes Verhalten sollten konsequent vermieden werden, da sie das Arbeitsklima belasten und die Motivation der Mitarbeitenden mindern.
Ein Perspektivwechsel kann hilfreich sein: Die Mitarbeitenden so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, fördert ein positives und kooperatives Miteinander.
Zusätzlich sollte unbedingt die Besetzung des Vertriebsleiters überdacht werden. Eine engagierte und verantwortungsbewusste Führungskraft, die aktiv arbeitet und das Team unterstützt, könnte eine deutliche Entlastung und Entspannung für alle Beteiligten schaffen, die diese zusätzlichen Aufgaben übernehmen müssen und versuchen, diese Fehler abzufedern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen war äußerst belastend und negativ geprägt. Es fehlte jegliche positive Unterstützung, stattdessen wurden Mitarbeitende kontinuierlich kritisiert und regelrecht heruntergemacht. Für mich war dies eine der schlimmsten Erfahrungen in meinem Arbeitsleben, die das Gefühl vermittelte, nicht wertgeschätzt zu werden. Die konstante Negativität und der Mangel an Anerkennung führten zu einer angespannten und demotivierenden Umgebung, in der es schwer war, sich wohlzufühlen oder produktiv zu arbeiten.

Image

Das Image des Unternehmens leidet erheblich unter der Wahrnehmung der Mitarbeitenden. Es scheint kaum jemanden zu geben, der positiv über die Firma spricht – und dies wird vor allem auf die Führungsebene zurückgeführt. Die beiden Verantwortlichen hinterlassen den Eindruck von Inkompetenz, was die Zufriedenheit der Mitarbeitenden stark beeinträchtigt. Besonders der 2. Chef wird unter den Kollegen tagtäglich kritisiert, was zu einer angespannten Atmosphäre führt.
Die hohe Unzufriedenheit resultiert darin, dass viele Mitarbeitende aktiv nach neuen Jobmöglichkeiten suchen. Angesichts der Arbeitsmarktsituation im Erzgebirge gestaltet sich dies jedoch oft schwierig. Um das Unternehmensimage zu verbessern, wäre es essenziell, die Arbeitsbedingungen sowie die Führungskultur grundlegend zu überdenken.

Work-Life-Balance

Private Belange und Urlaubswünsche wurden weitestgehend berücksichtigt. Dennoch gibt es Einschränkungen, die den Arbeitsalltag deutlich reglementieren: Die angepriesene Gleitzeit wird nicht umgesetzt, stattdessen gelten feste Arbeitszeiten und streng vorgegebene Pausenzeiten, die minutiös eingehalten werden müssen. Bei Abweichungen können Ermahnungen erfolgen, die teils mit Drohungen verbunden sind.
Die Infrastruktur für Pausen und Verpflegung lässt ebenfalls Raum für Verbesserungen. Eine Kantine steht nicht zur Verfügung, und in der Umgebung gibt es keine Möglichkeiten, Essen oder Getränke zu erwerben. Die vorhandene Küche in den Büros, mit Kaffeemaschine, Mikrowelle und Geschirrspüler, ist zwar hilfreich, jedoch wird deren Nutzung seitens der Chefetage immer wieder infrage gestellt, da angedroht wird, sie zu entfernen. Ein Pluspunkt bleibt: Der Kaffee ist kostenlos.
Leider gibt es im Umgang miteinander einige Herausforderungen, die die Arbeitsatmosphäre beeinflussen. Kleine Fehler oder Missverständnisse führen oft zu ernsthaften Gesprächen, die den Mitarbeitenden unnötig unter Druck setzen. Ein Gefühl von Unsicherheit und Unlust entsteht, da man stets auf der Hut sein muss.

Karriere/Weiterbildung

Im Bereich Karriere und Weiterbildung gibt es leider deutliche Defizite. Weiterbildungsmaßnahmen, selbst wenn sie ausdrücklich gewünscht werden, werden nicht angeboten. Dies beeinträchtigt die Möglichkeiten der Mitarbeitenden, sich beruflich weiterzuentwickeln und ihre Fähigkeiten auszubauen.
Karrieremöglichkeiten werden zwar versprochen, jedoch bleibt die Einhaltung dieser Zusagen aus. Dies führt bei den Mitarbeitenden zu Enttäuschung und einem Gefühl der Perspektivlosigkeit innerhalb des Unternehmens. Eine gezielte Förderung und die Umsetzung von Weiterbildungsmöglichkeiten könnten nicht nur die Zufriedenheit steigern, sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken.

Gehalt/Benefits

Die pünktliche Zahlung der Gehälter ist ein positiver Aspekt des Unternehmens. Allerdings erhalten die meisten Mitarbeitenden lediglich den Mindestlohn, und vereinbarte Gehaltssteigerungen werden teilweise nicht eingehalten, was zu Enttäuschungen führt.
Es fehlen zusätzliche Sozialleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, was in vielen anderen Unternehmen als Standard gilt. Auch die Anzahl der Urlaubstage ist vergleichsweise gering, was den Mitarbeitenden kaum Spielraum für Erholung lässt. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf, um das Gesamtpaket an Gehalt und Sozialleistungen attraktiver zu gestalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen setzt auf zertifiziertes Holz, was ein positives Zeichen für Nachhaltigkeit ist. Allerdings wurden die anfallenden Späne nicht sinnvoll weiterverwendet, sondern weitestgehend verbrannt, was eine ungenutzte Ressource darstellt. Positiv hervorzuheben ist, dass Teile der Herstellung in Zusammenarbeit mit einem Behindertenheim gefertigt werden. Dies ist ein lobenswerter Beitrag zur sozialen Verantwortung des Unternehmens.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist eine der stärksten Seiten des Unternehmens. Die Mitarbeitenden arbeiten gut zusammen und kommunizieren offen und unterstützend miteinander. Es ist spürbar, dass das Team die tägliche Arbeit am Laufen hält und durch die enge Zusammenarbeit viele Herausforderungen meistert. Im Prinzip halten die Mitarbeiter die Firma am Leben.
Allerdings gibt es eine gewisse Vorsicht im Umgang miteinander, da auch kleinste Details von diversen Kollegen kritisch betrachtet werden können. Dies kann den Umgang etwas anstrengend gestalten. Die kulturellen Eigenheiten der Erzgebirgler prägen dabei ebenfalls die Zusammenarbeit.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Unternehmen gibt es in Bezug auf den Umgang mit älteren Kolleg:innen keine negativen Auffälligkeiten. Entscheidend für den Umgang scheint weniger das Alter oder die Fachkompetenz zu sein, sondern vielmehr persönliche Sympathien. Die Behandlung erfolgt nach dem Prinzip „Gut leiden können“ oder „Nicht gut leiden können“, was die Zusammenarbeit in einigen Fällen positiv, aber auch negativ beeinflusst hat.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungsebene lässt leider zu wünschen übrig und wirkt sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre aus. Die Chefin ist nur selten präsent und scheint wenig Einblick in die laufenden Prozesse zu haben. Ihre distanzierte Art erschwert die Kommunikation, da weder ein Gruß noch eine Verabschiedung von ihr erwartet werden kann. Ihr Führungsstil basiert häufig auf Drohungen, was für viele Mitarbeitende belastend ist und den Eindruck erweckt, dass ein Wohlfühlen am Arbeitsplatz nicht erwünscht ist. Anerkennung oder Lob bleiben dabei völlig aus.
Der 2. Vorgesetzte verschärft die Situation exrem. Sein Arbeitsverhalten ist stark eingeschränkt – er führt keine wichtigen Aufgaben aus, reagiert nicht auf E-Mails, führt keine wichtigen Telefongespräche und schläft sogar gelegentlich während der Arbeitszeit. Obwohl dies allen Mitarbeitenden bekannt ist, wird er aus Angst von der Chefin gedeckt. Entscheidungen seitens der Führungsebene werden häufig revidiert, sodass eine klare und verlässliche Orientierung für die Mitarbeitenden kaum möglich ist. Zudem zeigt er gegenüber ungeliebten Mitarbeitenden eine klare Ablehnung, was besondere Belastbarkeit erfordert.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen im Unternehmen sind stark unterschiedlich, je nach Bereich und Nase. Die Verwaltung befindet sich in einem alten Gebäude, das seit Jahren nicht saniert wurde. Zwar werden Stockflecken gelegentlich überstrichen, jedoch bleibt der muffige, schimmelige Geruch bestehen, was die Arbeitsumgebung belastet.
Die Kollegen in der Produktion arbeiten dagegen in einer Halle, deren Bedingungen als deutlich besser bewertet wurden. Ein weiterer Aspekt betrifft die Möglichkeit zum Homeoffice: Dieses wurde zwar versprochen, jedoch nicht umgesetzt, was für viele Mitarbeitende, denen es möglich wäre, enttäuschend ist.
Positiv hervorzuheben sind die kostenlosen Parkplätze in der Umgebung, die einen praktischen Vorteil darstellen und den Arbeitsweg erleichtern.

Kommunikation

Die Kommunikation seitens der Führungsebene ist praktisch nicht vorhanden. Es fehlt an klaren und regelmäßigen Informationsflüssen, was zu Unsicherheiten und Unklarheiten im Arbeitsalltag führt. Ohne transparente Kommunikation können Mitarbeitende weder effektive Entscheidungen treffen noch sich ausreichend eingebunden fühlen. Ein solcher Mangel an Austausch belastet das Betriebsklima und trägt zur Unzufriedenheit im Team bei.
Eine offene, transparente und regelmäßige Kommunikation ist essenziell, um Vertrauen aufzubauen und die Zusammenarbeit zu fördern.

Gleichberechtigung

Die Wertschätzung der Mitarbeitenden bleibt leider vollkommen aus, was sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre auswirkt. Stattdessen herrscht ein stark kontrollierender Führungsstil, der eher durch Druck und strenge Regeln geprägt ist. Besonders kritisch ist die Behandlung von Mitarbeitenden, die gekündigt haben: Sie werden entweder gemobbt oder völlig ignoriert, was den Abschied unnötig belastend gestaltet.
Diese Umstände führen zu einer hohen Fluktuation im Unternehmen, da sich viele Mitarbeitende aufgrund des Verhaltens der Führungsebene unwohl fühlen und sich gezwungen sehen, das Unternehmen zu verlassen. Eine nachhaltige Veränderung der Unternehmenskultur, die auf gegenseitigem Respekt und Anerkennung basiert, wäre entscheidend, um die Situation zu verbessern.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben im Unternehmen sind durchaus vielseitig und abwechslungsreich gestaltet, was potenziell für einen interessanten Arbeitsalltag sorgen könnte. Jedoch führt mangelhafte Kommunikation seitens der Führungsebene häufig dazu, dass Arbeiten in die falsche Richtung gehen oder verworfen werden, da die Erwartungen der Chefs nicht klar definiert wurden. Ohne klare Vorgaben oder Einblicke in die Vorstellungen der Führung fällt es schwer, die Aufgaben effizient umzusetzen. Dies sorgt oft für Frustration, da der Arbeitsaufwand unnötig ist. Der Eindruck, mal in die eine und mal in die andere Richtung zu arbeiten, ist dabei leider keine Seltenheit.

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