Ihr Unternehmen?

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ESE 
Engineering 
und 
Software-Entwicklung 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehrfachbewertung

Der Lack ist ab (Meinungsbeitrag)

2,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei ESE Engineering und Software-Entwicklung GmbH in Braunschweig gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Verbesserungsvorschläge

Partnerschaftliches Ausbildungsmodell stärken

Die bewährte ESE-Philosophie lebt von einer echten Kooperation zwischen Ausbildungsbetrieb und Kunden: ESE qualifiziert Berufseinsteiger, die beim Kunden eingesetzt werden, und der Kunde wiederum sichert sich auf diese Weise beständig fachlich versiertes Personal. Um diesen Kreislauf fair zu gestalten, sollte sichergestellt werden, dass Kunden einen angemessenen Beitrag an den Ausbildungskosten leisten. Nur so bleibt das Modell langfristig tragfähig und für alle Beteiligten eine echte Win-Win-Situation.

Gezielte Förderung des Nachwuchses:
Aktuelle Weiterbildungsangebote sind auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Ohne ausreichende Schulungen und Mentoring-Angebote fehlen allerdings entscheidende Impulse für die fachliche und persönliche Entwicklung junger Mitarbeitender. Ein breit gefächertes Qualifizierungsprogramm, das über Einzelkurse hinausgeht, sichert nicht nur die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, sondern erhält auch die Qualität der operativen Leistungen.
Moderne, coachende Führung

Millennials und Gen Z benötigen keinen starren Befehlston, aber auch keine vollständige Selbstorganisation ohne klare Leitplanken. Führungskräfte sollten als Coaches auftreten, die durch wertschätzendes Feedback, transparente Zielvereinbarungen und Raum für Eigenverantwortung Motivation und Innovationskraft der Teams fördern. Ein autoritärer oder laissez-faire Führungsstil wirkt demgegenüber hemmend und schwächt sowohl Engagement als auch Loyalität.

Bottom-Up-Kommunikation etablieren:
Geschäftsleitung und Führungskräfte müssen proaktiv in den operativen Bereich gehen, direkt mit Mitarbeitenden sprechen und konkrete Fragen zu Arbeitsabläufen, Hindernissen und Verbesserungspotenzialen stellen – anstatt auf formelle Berichte zu warten. Dieser offene Dialog ermöglicht frühe Problemerkennung, gemeinsame Lösungsentwicklung und baut das notwendige Vertrauen auf. Wesentlich dabei ist, den Mitarbeitenden die Scheu zu nehmen, offen Kritik zu äußern.

Führungskräftefeedback systematisch einholen:
Neue Führungskräfte sollten nicht nur top-down beurteilt werden. Die Geschäftsleitung empfiehlt sich, regelmäßig Bottom-Up-Feedback einzuholen und persönlich vor Ort mit Teams ins Gespräch zu kommen. So lässt sich erkennen, ob Führungsstile an die Bedürfnisse der Belegschaft angepasst sind, und es können gezielt Weiterbildungs- oder Coaching-Maßnahmen für die Führungsebene abgeleitet werden.

Arbeitsatmosphäre

Gehorsam über Teamgeist (teamabhängig)

Image

Das Image bröckelt: In der Krise verschmilzt unser Unternehmen immer stärker mit dem Mutterkonzern und verliert so ihre eigenständige Essenz. Zwar steht sie noch für Qualität, doch der laufende Transformationsprozess wird auch hier bald erste Tribute fordern.

Work-Life-Balance

Bisweilen okay. Back2Office ist aktuell keine Option.

Karriere/Weiterbildung

Die Weiterbildung wurde faktisch auf einen einzigen Kurs reduziert – alle anderen Angebote sind gestrichen oder eingefroren. Ohne ausreichend Förderprogramme für Berufseinsteiger fehlen gezielte Schulungen und Mentoring, sodass der Nachwuchs kaum fachlich weiterkommt. Langfristig führt das zu Wissenslücken und sinkender Kompetenz im Team: Fehlende Qualifizierung wirkt sich direkt auf Prozesse, Innovationskraft und letztlich die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität aus.

Gehalt/Benefits

Das Einstiegsgehalt liegt im Branchendurchschnitt und ist für Neueinsteiger fair. Langfristig aber übernimmt man dieselben Aufgaben wie Kunden-Mitarbeitende – bei bis zu 20–30 % geringerem Lohn. Daher lohnt es sich nur, wenn man gezielt Abwechslung sucht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Mülltrennung erfolgt größtenteils korrekt.

Kollegenzusammenhalt

Vom Wir zum Ich: Teamgeist auf dem Rückzug (teamabhängig)

Umgang mit älteren Kollegen

Erfahrung wertschätzen, Offenheit bewahren

Vorgesetztenverhalten

Selbstwert per Abwertung: Neues Führungsmodell (teamabhängig)

Arbeitsbedingungen

Die offenen Büros sind dauerhaft zu laut – Gespräche dringen ungebremst durch, und einfache On-Ear-Kopfhörer ohne ANC dämpfen nichts. Ursache ist weniger das Verhalten der Kolleg:innen als die mangelhafte „Basic“-Technik, die konzentriertes Arbeiten verhindert. Es ist vollkommen unklar, welche Werkzeuge konkret zur Verfügung stehen und wie sie richtig eingesetzt werden.

Kommunikation

Worte werden weniger, Rätsel größer

Gleichberechtigung

Respekt im Team – Ungleichheit undenkbar

Interessante Aufgaben

Projektabhängig

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Vielen Dank für Dein ausführliches und differenziertes Feedback. Es zeigt, wie sehr Dir das Unternehmen am Herzen liegt – und genau solche Impulse brauchen wir, um uns weiterzuentwickeln.

Besonders freut uns, dass Du die Work-Life-Balance und das gelebte Prinzip der Gleichberechtigung positiv hervorhebst. Gerade in diesen Bereichen ist es uns wichtig, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden unabhängig von Lebenssituation, Herkunft oder Geschlecht respektiert und eingebunden fühlen – umso schöner, dass das bei Dir angekommen ist. Auch dass Du die Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung grundsätzlich als positiv empfindest, bestärkt uns in unserem Weg.

Du sprichst darüber hinaus viele wichtige Punkte an, insbesondere im Hinblick auf die Wichtigkeit der Nachwuchsförderung. In den letzten Monaten wurden Weiterbildungsangebote eingeschränkt – das war zum Teil der strukturellen Neuaufstellung geschuldet. Uns ist bewusst, dass das kein Dauerzustand sein darf. Wir arbeiten gerade verstärkt daran, das Angebot neu auszurichten und wieder aufzubauen, um allen Kolleg:innen wieder mehr Raum für fachliche und persönliche Entwicklung zu geben.

Deine Einschätzung zum Führungsverhalten nehmen wir sehr ernst. Die Beobachtung, dass sich Führungsstile stellenweise autoritär oder zu passiv anfühlen, ist ein klares Signal für uns. Wir stimmen Dir zu: Ein moderner Führungsstil braucht klare Orientierung, aber auch Raum für Eigenverantwortung – und vor allem Wertschätzung im täglichen Miteinander. Deine Forderung nach coachender Führung mit transparenten Zielbildern und konstruktivem Feedback ist absolut berechtigt. Wir prüfen derzeit, wie wir diese Haltung stärker in unserer Führungskultur verankern und durch gezielte Schulungs- und Coachingangebote unterstützen können. Auch Dein Vorschlag, regelmäßig Bottom-Up-Feedback zu Führungskräften einzuholen, ist sehr hilfreich – und wird bereits in erste Überlegungen zur Weiterentwicklung unserer Feedbackprozesse eingebunden.

Dein Wunsch nach mehr Präsenz und Nahbarkeit seitens der Geschäftsleitung ist ebenfalls nachvollziehbar – und er zeigt uns, dass mehr persönlicher Austausch auf Augenhöhe notwendig ist. Die Idee, nicht nur auf Berichte zu warten, sondern aktiv in den Dialog mit Teams zu gehen, nehmen wir uns zu Herzen. Nur wenn wir die Themen und Herausforderungen direkt vor Ort wahrnehmen, können wir gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist es, eine offene Kommunikationskultur zu fördern, in der sich jede:r gehört fühlt und konstruktive Kritik nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist.
Tatsächlich gibt es bereits regelmäßige Formate für den Austausch mit der Geschäftsführung – etwa über klassische Informationsrunden, bei denen aktuelle Themen transparent an die gesamte Mannschaft kommuniziert werden, aber auch in kleineren, informellen Formaten wie unseren Brown Bag Lunches. Dort besteht gezielt die Möglichkeit, in Kleingruppen persönliche Anliegen oder Fragen direkt mit der Geschäftsführung zu besprechen. Dieses Angebot darf und soll sehr gern genutzt werden. Gleichzeitig prüfen wir natürlich fortlaufend, ob und wie wir weitere Formate etablieren können, um noch niedrigschwelliger und direkter ins Gespräch zu kommen.

Vielen Dank nochmals für Deine Offenheit und die vielen konkreten Vorschläge. Wir schätzen Dein Engagement und Deine Perspektive sehr und würden uns freuen, weiter mit Dir im Austausch zu bleiben – komm dazu auch gerne noch einmal persönlich auf das HR-Team zu.


Herzliche Grüße,
Franziska Schwarz

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.