Außen hui, innen stark von Vitamin B geprägt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das schöne, moderne Firmengebäude am Standort Neunheim.
Positiv hervorzuheben ist auch, dass in der Theorie eine offene Fehlerkultur kommuniziert und das Einbringen von Verbesserungen propagiert wird – auch wenn es bei der praktischen und echten Umsetzung im Alltag leider noch stark hapert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein stark ausgeprägtes Schubladendenken und eine Kultur, die extrem auf Sympathie aufbaut. Wer beim Management in Ungnade fällt, hat einen sehr schweren Stand und ist schnell abgeschrieben.
Verbesserungsvorschläge
Dringend mehr Transparenz, Fairness und einheitliche Richtlinien etablieren! Es stiftet im Team enormen Unfrieden, wenn beispielsweise bei exakt gleicher Tätigkeit die Home-Office-Regelungen extrem unterschiedlich und subjektiv gehandhabt werden (90% vs. gar nicht).
Zudem sollten zeitgemäße, echte Benefits eingeführt werden, um auf dem Arbeitsmarkt kompetitiv zu bleiben: Ein Standard-Bike-Leasing oder eine betriebliche Altersvorsorge mit 20 % Zuschuss (was nur marginal über dem gesetzlichen Pflicht-Minimum liegt) sind heutzutage keine echten Alleinstellungsmerkmale mehr.
Arbeitsatmosphäre
Viel Druck, wenig Lob. Echte Wertschätzung für geleistete Arbeit oder neue Impulse fehlt leider oft.
Kommunikation
Der sprichwörtliche Flurfunk ist meist schneller und besser informiert als die offizielle Kommunikation. Hier fehlt es an Transparenz.
Kollegenzusammenhalt
Das absolute Highlight! Die Mitarbeitenden untereinander und in den einzelnen Teams harmonieren auch über verschiedene Niederlassungen hinweg super. Man hilft sich gegenseitig.
Work-Life-Balance
Stark verbesserungswürdig. Es herrscht eine unausgesprochene Erwartungshaltung für unbezahlte Überstunden. Das Prinzip "Work-Work-Balance" wird hier meiner Erfahrung nach eher gelebt.
Vorgesetztenverhalten
Sehr inkonsistent. Es hängt extrem von der individuellen Führungskraft (und dem Wohlwollen des Vorstands) ab, ob man gefördert wird oder auf der Stelle tritt. Klare, professionelle und vor allem einheitliche Führungslinien haben mir hier leider gefehlt.
Interessante Aufgaben
Typisch Mittelstand im positiven Sinne: Man betreut abwechslungsreiche Projekte und kommt mit vielen unterschiedlichen Themen in Kontakt.
Gleichberechtigung
Wirkte auf mich bei Personalentscheidungen leider extrem subjektiv. Ich hatte oft den Eindruck, dass persönliche Sympathie (Alter, Geschlecht, Herkunft) schwerer wiegt als objektive Qualifikation oder moderne Diversity-Aspekte.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende mit langer Betriebszugehörigkeit werden geschätzt. Neueinstellungen in diesem Alterssegment habe ich jedoch nicht beobachtet.
Arbeitsbedingungen
Solider Standard. Die Arbeitsplätze sind meist ergonomisch durch höhenverstellbare Schreibtische ausgestattet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen werden Nachhaltigkeitsprojekte beraten und gefördert, intern klafft jedoch eine Lücke zwischen Schein und Sein. Gefühlt gehört es hier noch zum Standard, jede E-Mail auszudrucken.
Gehalt/Sozialleistungen
Die Gehaltsstrukturen wirken extrem intransparent und willkürlich. Bei Werkstudierenden gibt es bei gleicher Qualifikation eine immense Gehaltsspannen (14 € bis 20 €). Gehaltssprünge scheinen weniger an Leistung und eher an ein gutes Verhältnis zur Führungsebene gekoppelt zu sein.
Image
Nach außen hin wird das Bild eines sehr modernen und innovativen Beratungsunternehmens vermittelt. Intern konnte ich diesen hohen Anspruch an Professionalität und Modernität jedoch leider oft nicht wiedererkennen, da intransparente Strukturen und veraltete Ansätze den Arbeitsalltag prägen.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungs- und Aufstiegschancen schienen in meiner Wahrnehmung weniger an objektive Leistungen gekoppelt zu sein, sondern vielmehr an das persönliche Netzwerk und das Wohlwollen der jeweiligen Führungsebene. Ein strukturierter, transparenter Karriere- oder Weiterbildungsplan hat mir hier leider komplett gefehlt.