Gut am Arbeitgeber finde ich
Fällt mir auf Anhieb fast nichts ein, außer dass die Labore wirklich sehr modern und gut ausgestattet sind.
Mit vielen Mitarbeitern kommt man sehr gut aus, leider gehen die besten wohl immer relativ schnell (war zumindest alleine in der kurzen Zeit die ich da war so)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
relativ vieles, v.a. die Gehälter sind auf fast allen Ebenen wirklich unverschämt.
Bei der Einarbeitung wird man relativ alleine gelassen, niemand fühlt sich verantwortlich jemanden einzuarbeiten und von den Vorgesetzten wird das nicht wirklich organisiert. D.h. man muss sich selbst irgendwie darum kümmern, was aber gar nicht so einfach ist, da die Kollegen da wenig Interesse daran haben und viel gemotzt wird, warum das denn nicht "jemand anderes" übernehmen kann (=unangenehm für einen selbst). Hier fehlen definitiv konkrete Ansagen von Vorgesetzten.
Es gibt keinen Betriebsrat, unter Mitarbeitenden wird die Vermutung geäußert, dass das u.a. daran liegt, dass man gegangen wird, sollte man einen fordern..
Die erpresserische/manipulative Art von Vorgesetzten bringt einen als Angestellten teilweise in wirklich unangenehme Situationen, v.a. wenn man "nein" sagt, was einem ja völlig zusteht [insbesondere, wenn es vertraglich eh nicht festgesetzt ist oder gefragt wird, ob man spontan (innerhalb einer Stunde) vorbeikommen kann, nur weil der Vorgesetzte organisatorisch etwas total vermasselt hat, um sich anschließend anhören zu dürfen, dass aber "Flexibilität" abgesprochen war].
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung für die Mitarbeiter.
Die allgemeinen Strukturen mal überarbeiten und modernisieren.
Dass die Firma endlich mal versteht, dass es nicht an den Mitarbeitern selbst liegt, dass sie kündigen, sondern dass eine so heftige Personalfluktuation NICHT normal ist und die Firma definitiv an mehreren Punkten arbeiten sollte, um Mitarbeiter zu halten.
Die Pflicht Mitarbeiter zum Betriebsarzt zu schicken ernst nehmen. Ich war nach einem Jahr nicht einmal dort. Im Endeffekt schießt sich ein Unternehmen damit ja selbst ins Knie..
Arbeitsatmosphäre
öfter mal angespannt (s. Punkt "Kollegenzusammenhalt")
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Auch andere Firmen wissen Bescheid, dass Eurofins kein guter Arbeitgeber ist. Die Firma selbst hält sich denke ich für absolut perfekt (man hat ein bisschen den Eindruck, dass sich auch die Vorgesetzten fast schon einreden, dass die Firma für die sie arbeiten das Nonplusultra ist), denn ansonsten würde sie mehr Schritte in Richtung Modernisierung gehen und Kritikpunkte angehen (offensichtlich gibt es ja viele, wenn man alleine schon auf Kununu schaut - viele Punkte ziehen sich ja über die verschiedenen Standorte und Subbranchen).
Auch unter Naturwissenschaftlern ist häufig schon bekannt, dass die Firma nicht empfehlenswert und oft nur die Notlösung nach dem Abschluss ist, um erstmal einen Fuß in die Arbeitswelt zu bekommen und danach so schnell wie möglich zu wechseln.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für die Branche einfach nur unterirdisch.
Ein weiteres Argument für die hohe Personalfluktuation. Ich würde sagen, dass das Personal im Schnitt 2 Jahre dort bleibt. Die Mitarbeiterzahl ist alleine in einem Jahr merkbar geschrumpft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es könnte definitiv mal Mülltrennung (v.a. Plastik!) eingeführt werden.
Es wurde immer gesagt, dass das logistisch nicht möglich wäre, was aber totaler Blödsinn ist - ich habe schon in anderen Unternehmen gearbeitet (auch größer) und da ging das überraschenderweise auch.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit. Allerdings wurde man als Student teilweise sehr stark von oben herab behandelt. Außerdem läuft es teilweise sehr intrigant ab - bei Problemen ging häufig eine riesige Spirale los à la "der/die ist schuld!" oder es wurde sich hintenrum bei Chefs über irgendwen ausgelassen ohne dass mit dieser Person vorher über ein Problem gesprochen wurde. Und natürlich wurde bei Gesprächen mit einem Vorgesetzten dann gerne die andere Person besonders schlecht dargestellt und tw auch nicht ganz wahrheitsgemäß erzählt, was passiert ist, dadurch war die Atmosphäre allgemein häufig angespannt. Außerdem gab es 2 Personen deren Hobby anscheinend war Leute gegeneinander aufzuhetzen durch die Verbreitung falscher Stories. Dadurch entstand häufiger Streit wobei sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass diese eine Person mal wieder etwas absichtlich falsch weitererzählt hat, um Unruhe zu stiften.
Umgang mit älteren Kollegen
Schwierig zu sagen, da es kaum welche gibt.
Liegt evtl. auch allgemein an der hohen Fluktuation und das die Mitarbeiter schon in jungen Jahren wieder wegwechseln zu anderen Firmen..
Aber ich denke an sich wäre der Umgang völlig ok.
Vorgesetztenverhalten
Es wird in der Firma so getan als gäbe es super flache Hierarchien. Allerdings ist eher das Gegenteil der Fall. Teilweise wird schon fast mit Erpressung/Manipulation gearbeitet.
Es wird erwartet, dass man springt, wenn Vorgesetzte schreien. Auch bzgl. Wochenend-/Feiertagsarbeit, obwohl dies vertraglich nicht festgesetzt ist. In Bezug darauf kommt wieder das Thema Erpressung zum Zug.
Nach Kündigung wurde regelrechte Schikane betrieben und auch Aussagen der HR wurden durch die Vorgesetzten widerrufen (z.B. horrormäßiger E-Mailverkehr bis man z.B. zum Arbeitszeugnis kommt, mal hü mal hott), etwas lächerliches beleidigtes Verhalten.
Kommunikation
Termine um problematische Sachverhalte zu besprechen wurden abgesagt, anschließend wurden Dinge kritisiert, die man in ebendiesen Terminen besprechen wollte. Teilweise keine Information darüber, dass man sich in z.B. in eine neue Methode einarbeiten sollte (Anm.: geht um eine Aushilfsstelle!). Dann kam überraschend die Frage, ob man das übernehmen könne und anschließend wurde einem sehr deutlich gemacht, dass das sehr schlecht ist, dass man dazu keine Einarbeitung gemacht hat (hier liegt allein schon das Problem: "dass man selbst keine Einarbeitung gemacht hat" ?).