Definitiv nicht zu Empfehlen, wenn man nicht verzweifelt ist sollte man einen großen Bogen hierum machen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Neu- und Quereinstiege sind gut möglich, die Einarbeitung bietet hierfür einen guten Plan um sich mit grundsätzlichen Sachen aus dem Laboralltag (z.B. Umgang mit Labor Informationssystemen) vertraut zu machen. Man kommt relativ schnell an Tätigkeiten die sich gut im Lebenslauf machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bezahlung und Wertschätzung der Mitarbeitenden ist quasi nicht vorhanden. Größere Maßnahmen erfolgen teilweise Planlos.
Verbesserungsvorschläge
Wertschätzung der Mitarbeitenden muss sich deutlich verbessern, egal ob Finanziell oder bei der Einbeziehung zu wichtigen Themen und Maßnahmen. Viele Verantwortliche brauchen ein Praktikum um die Arbeit im Labor besser verstehen zu können.
Arbeitsatmosphäre
Es ist häufig sehr stressig, die Organisation dahinter trägt nicht dazu bei das es besser wird, eher im Gegenteil.
Image
Erwähnt man bei Freunden oder ehemaligen Weggefährten das man hier Arbeitet sind die meisten Reaktionen "Oh..." oder "Mein Beileid", und das vollkommen zurecht. Das schlechte Image hat man sich über Jahre erarbeitet und ist auch vollkommen berechtigt.
Work-Life-Balance
Es gibt sehr viel Schichtarbeit. Abteilungen die diese noch nicht haben führen diese bei Neueinstellungen nach und nach ein. Überstunden sind eher die Regel als eine Ausnahme und werden bis zu einem bestimmten Maß auch gefordert.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man Glück hat schafft man es eine Position weiter, ist aber eher selten der Fall. Schulungen finden in der Regel nur Betriebsintern statt und haben für einen selbst wenig nutzen. Weiterbildungen gibt es so gut wie gar nicht.
Gehalt/Benefits
Die Benefits sind kaum der Rede wert. Für das Gehalt müsste man eigentlich 0 Sterne geben, es ist weit unter dem Durchschnitt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Routineanalytik halt, viel Wegwerfmaterialien, anders wäre das Arbeitspensum auch nicht zu meistern. Es gibt so etwas ähnliches wie Mülltrennung.
Kollegenzusammenhalt
Man merkt das man im selben Boot sitzt, jedoch war es mal besser.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nicht sehr viele, aber von den Kolleg*innen werden diese in der Regel geschätzt und aufgrund ihrer Erfahrung werden ihre Meinungen häufig hinzugezogen. Produktionell wird aber das selbe erwartet wie von den jüngeren Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Man bekommt sie inzwischen seltener zu Gesicht, die Kommunikation verläuft zum Großteil nur Online. Sehr viele sind aus der Belegschaft aufgestiegen und das merkt man diesen auch häufig an. Fachliche Kenntnisse der Vorgesetzten sind häufig unbefriedigend.
Arbeitsbedingungen
Viel Stress und vor allem im Sommer ist die Arbeit nahezu unzumutbar.
Kommunikation
Man wird zwar in regelmäßigen Abständen von der Geschäftsführung über besondere Anlässe oder über aktuelle Stände informiert, es wird aber viel zu Ungunsten der Mitarbeitenden schöngerechnet so dass sich erreichte Ziele nicht oder nur unverhältnismäßig als Anerkennung bei den Mitarbeitenden wiederfindet.
Gleichberechtigung
Ich hab keine signifikanten Unterschiede aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung usw. feststellen können. Die Geschlechteraufteilung in Führungspositionen ist, außer im höherem Management, nahezu gleich. Es gibt eine Arbeitsgruppe für LGBTQ relevante Themen.
Interessante Aufgaben
Es gibt einige Interessante und auch fordernde Sachen, jedoch auch viel langweiliges. Durch die Routine stellt sich schnell Monotonie ein. Aufgaben außerhalb der Routine sind selten.
