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Europcar Mobility Group 
Germany
Bewertung

Seit dem "Börsengang" leider nicht mehr empfehlenswert

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Administration / Verwaltung bei Europcar Autovermietung in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Gleitzeit (sehr flexible Arbeitszeiten)
- Interessante & abwechslungsreiche Aufgaben
- Ich habe viel gelernt bei EC

Ich bin zwar froh, dass ich "raus" bin, dennoch blicke ich gerne auf die alten & schönen Zeiten bei EC zurück.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Wertschätzung der Mitarbeiter hat stark nachgelassen
- jahrelang hoher Stellenabbau (viel ins Ausland verlegt)
- die GF hat häufig gewechselt
- es wurde ständig versucht das Rad NEU zu erfinden
- unnötige (Mehr-)Arbeit wegen schlechter IT
- es wurde oft an den falschen Stellen gespart

- unterm Strich gab es keinerlei Zukunftsperspektiven bei EC

Verbesserungsvorschläge

DEN KUNDEN MEHR IN DEN "MITTELPUNKT" STELLEN
Wer im Dienstleistungsbereich tätig ist sollte für den Kunden gut erreichbar sein und Kundenwünsche/Kundenanliegen sollten zeitnah bearbeitet werden können... Das schafft man aber nicht, indem man in der Verwaltung & in den Stationen immer mehr Stellen abbaut, möglichst viel ins Ausland verlegt und anschließend VOR ORT dann zu wenig Personal hat.

VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE VON MITARBEITERN ANNEHMEN
Wir haben damals einen Verbesserungsvorschlag gemacht, der wurde abgelehnt mit: "das ist viel zu teuer". Wenige Jahre später hat eine sehr gut bezahlte Unternehmensberatung genau den gleichen Verbesserungsvorschlag gemacht, da hieß es dann: "super Idee, das machen wir".

MITARBEITER MEHR WERTSCHÄTZEN & MOTIVIEREN
Zufriedene Mitarbeiter sind nämlich produktiver, seltener krank und zeigen mehr Engagement bei der Arbeit (das belegen Studien).

Arbeitsatmosphäre

Ich war viele Jahre zufrieden bei EC, aber seit 2014 gab es regelmäßig große Kündigungswellen, es "wackelte" gefühlt fast jeder Stuhl.

Die Wertschätzung der MA hat doch sehr stark nachgelassen, es ging zuletzt nur noch um ZAHLEN, ZAHLEN, ZAHLEN. Als MA wurde einem leider immer öfter das Gefühl vermittelt (durch Aussagen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte), dass man nur noch ein unbequemer "Kostenfaktor" ist.

(MAL ZUM VERGLEICH: bei meinem neuen Arbeitgeber gab es für alle neuen MA einen "Willkommens-Tag", da hieß es dann: "in Zeiten von Fachkräftemangel sind wir sehr froh, dass sie sich für uns entschieden haben, sie könnten mit ihrer Qualifikation ja überall arbeiten... ".)

Während es sonst bei EC immer "normale Weihnachtsfeiern" (d. h. man durfte so viel essen/trinken wie man wollte) gegeben hat wurde zuletzt selbst daran noch penibel gespart. Zuletzt gab es für die Weihnachtsfeier pro Nase einen kleinen Betrag X, da musste man dann schon genau überlegen, was man sich zum Essen bestellt und ob man sich 1 oder vielleicht doch 2 Getränke "leisten" kann.

Kommunikation

Der sicherste Kommunikationsweg war auf jeden Fall der "Flurfunk", auf den konnte man sich immer verlassen.

Die Kunden waren leider oftmals früher über geänderte Preise & Tarife informiert als die eigenen MA / Fachabteilungen.

In den letzten Jahren wurde es immer schwieriger Kolleginnen/Kollegen per Tel. oder eMail zu erreichen. Stationen wurden einfach mal spontan geschlossen bzw. die Öffnungszeiten wurden stark eingeschränkt oder die Stationen waren nur über externe CallCenter (da haben die MA auch gerne mal aufgelegt statt einen durchzustellen) zu erreichen. Alternativ hat man dann versucht, Kolleginnen/Kollegen per email zu erreichen & sich gewundert, warum niemand antwortet - bis man durch Zufall mitbekommen hat, dass es die eMail XY ja gar nicht mehr gibt.

Kollegenzusammenhalt

Anfangs wirklich sehr gut, man hat sich im Büro-Alltag gut unterstützt und auch in der Freizeit viel mit den Kollegen unternommen.

Die "Stimmung" kippte aber mit dem Börsengang & den ganzen Kündigungswellen (als quasi auch die Stühle anfingen zu "wackeln"). Da wurde dann oft nur noch nach dem Motto: "§ 1 JEDER MACHT SEINS" gearbeitet. Es wurde einem zunehmend oft ins Gesicht gelächelt aber hintenrum gelästert (da musste man schon richtig aufpassen, wem man was erzählt).

Work-Life-Balance

Dank sehr flexibler "Gleitzeit" konnte man berufliches & privates gut vereinbaren, es war auch nie ein Problem mal spontan einen Tag Urlaub zu nehmen.

ABER durch die ganzen Kündigungswellen ist die Arbeitsdichte deutlich größer geworden (die Arbeit der Kolleginnen/Kollegen wurde halt einfach auf die noch verbliebenen Kolleginnen/Kollegen verteilt), dadurch war der Schreibtisch dann oft sehr voll und man war nach Feierabend kaputt und hatte weniger Lust auf private "Freizeitaktivitäten".

Vorgesetztenverhalten

Wir HATTEN einen ganz tollen Vorgesetzten, der war nicht nur "richtig Mensch", der hatte jahrelange Berufserfahrung & richtiges Fachwissen, er hat immer hinter seinen MA gestanden und viel mitgearbeitet - er ist leider einer der Kündigungswellen zum Opfer gefallen.

"ERSETZT" wurde er dann von einem, der zuvor in einer ganz anderen Branche tätig war, der hat teilweise Fragen gestellt (die hätte jeder Lehrling im 2. Ausbildungsjahr beantworten können)... Er hat nicht in dem Umfang mitgearbeitet wie der Vorgesetzte zuvor und stand auch nicht wirklich hinter seinen MA.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selber waren immer interessant und sehr abwechslungsreich.

Gleichberechtigung

Wenn bei EC zwei das Gleiche tun ist das noch lange nicht dasselbe...

Umgang mit älteren Kollegen

Sehr sehr viele ältere Kolleginnen/Kollegen sind leider samt Fachwissen & Berufserfahrung "gegangen worden"... , ansonsten wurden da keine Unterschiede gemacht ob alt oder jung.

Arbeitsbedingungen

... die IT gehört auf jeden Fall ins Museum.

Früher hat man bei Problemen die Kollegen aus der Technik angerufen und das Problem war schnell gelöst, in den letzten Jahren musste man immer erstmal ein "Ticket" in Paris aufmachen...

Mit etwas "modernerer" Technik hätte man sich viel Arbeit und Zeit sparen können (einiges wurde sogar "verschlimmbessert").

Zuletzt musste man leider sehr viel von seiner eigenen Arbeitszeit dafür opfern um Dinge wieder gerade zu biegen, die von Abteilungen
"verbockt" worden sind die ins Ausland verlegt wurden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

UMWELTBEWUSSTSEIN:
Es wurde immer viel Papier verschwendet.

SOZIALBEWUSSTSEIN:
Jahrelang hoher Personalabbau ist für mich einfach nicht "sozial".

Gehalt/Sozialleistungen

DAS GEHALT kam immer pünktlich, war aber vergleichsweise eher niedrig (als ich mich nach einem anderen Job umgesehen & Vorstellungsgespräche hatte musste ich feststellen, dass ich "woanders" mtl. ca. EUR 300,00 - EUR 700,00 brutto mehr verdienen würde).

Leistung / Berufserfahrung / Betriebszugehörigkeit werden beim EC-Gehalt NICHT berücksichtigt. Es gab in den vielen letzten Jahren KEINE Gehaltserhöhungen. Es gab nur regelmäßig MEHR Arbeit - nämlich die Arbeit von den MA die entlassen worden sind oder selber gekündigt haben.

ZIELVEREINBARUNG/ PRÄMIE wurde abgeschafft bzw. das "Ziel" wurde so hoch gelegt, dass es völlig unmöglich war dieses noch zu erreichen.

An SOZIALLEISTUNGEN gab es z. B. ein 13 Monatsgehalt, für einen geringen Mitgliedsbeitrag die Unterstützungskasse (z. B. für Brillen, Zahnarztkosten usw.), VwL, Zuschuss zum HVV-Ticket, Zuschuss für das Kantinen-Essen und einen Zuschuss bei der privaten Rentenversicherung.

BENEFITS in Form von Vergünstigungen bei: Hotelübernachtungen, Online-Shops, Konzert & Musical Tickets, Auto-Anmietungen (wobei man hier vergleichen sollte, teilweise ist der "Wettbewerb" attraktiver als der EC-Mitarbeiter-Tarif)

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Leider schon lange keine "PREMIUM Autovermietung" mehr... , einfach mal die Bewertungen in den sozialen Netzwerken durchlesen oder den Aktienkurs anschauen.

Karriere/Weiterbildung

KARRIERE: konnte man vergessen

WEITERBILDUNG: gab es bei uns nie