3 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich möchte meine Erfahrung im Bewerbungsprozess teilen, da mir solche detaillierten Berichte selbst immer helfen, Prozesse realistisch einschätzen zu können.
In zwei Vorstellungsgesprächen wurde das Thema Gehalt nicht konkret besprochen – auch nicht auf Nachfrage im ersten Gespräch. Stattdessen wurde mir mitgeteilt, dass mir eine Tariftabelle zugeschickt werde, da die zukünftige Vorgesetzte zu diesem Zeitpunkt die genaue Einstufung bzw. Spanne angeblich noch nicht benennen könne. Dies empfand ich bereits als irritierend. Im Nachgang erhielt ich zwar eine Tariftabelle mit einer benannten Range, jedoch weiterhin ohne klare Aussage zur vorgesehenen Eingruppierung oder zu einer konkreten Budgetgrenze.
Im zweiten Gespräch wurde ich erneut lediglich nach meiner Gehaltsvorstellung gefragt, ohne dass auf die Tabelle oder mögliche Einstufungen eingegangen wurde. Auf meine Nachfrage, was man sich konkret vorstellt, wurde mir lediglich gesagt, dass man dies zunächst „in die Tariftabelle übersetzen“ müsse. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass die relevanten Informationen zur Eingruppierung intern nicht klar abgestimmt waren.
Weitere für mich wesentliche Informationen (z. B. eine im Vergleich ungewöhnlich lange Kündigungsfrist von sechs Monaten) wurden ebenfalls erst später im Prozess erwähnt. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass wichtige Informationen eher schrittweise kommuniziert wurden, anstatt von Beginn an transparent vorzuliegen.
Auffällig war zudem der Umgang mit Zuständigkeiten bei Gehalts- und Vertragsfragen. Zwar ist es grundsätzlich nachvollziehbar, dass fachliche Gespräche mit der zukünftigen Führungskraft und vertragliche Themen mit der Personalabteilung geführt werden. In diesem Fall wurde ich jedoch auch bei inhaltlichen Gehaltsfragen und Nachverhandlungen konsequent an die Personalabteilung verwiesen. Gleichzeitig entstand bei mir der Eindruck, dass dort kein echter Entscheidungsspielraum bestand und konkrete Fragen oder Verhandlungspunkte jeweils erneut intern geklärt werden mussten. Dadurch ergab sich für mich ein wiederholtes „Pingpong“ zwischen Führungskraft und Personalabteilung, ohne klare Zuständigkeit oder verbindliche Aussagen. Insgesamt wirkte es auf mich so, als würden diese Gespräche nicht direkt dort geführt, wo die Entscheidung getroffen wird, was den Prozess unnötig in die Länge zog und zusätzlich intransparent machte.
Nach einer mündlichen Zusage erhielt ich schließlich ein Angebot, das unter meiner ursprünglichen Vorstellung lag. Bei der Durchsicht fiel mir auf, dass der genannte Gesamtbetrag aus meiner Sicht nicht eindeutig der zuvor übermittelten Tabelle entsprach. Erst auf Nachfrage wurde erklärt, dass eine Mitarbeitergewinnungszulage enthalten sei, die jederzeit entfallen kann, sowie weitere Leistungen eingerechnet wurden. Mir ging es dabei nicht um die Höhe einzelner Bestandteile, sondern um eine klare und transparente Darstellung ohne kritisches Nachfragen.
Nachdem ich innerhalb der kommunizierten Range sachlich nachverhandelt hatte, wurde mir mitgeteilt, man sei bereits „am absoluten Budgetmaximum“. Dies empfand ich als widersprüchlich, da zuvor lediglich eine Range kommuniziert worden war, ohne eine klare Obergrenze zu benennen. Kurz darauf wurde das Angebot aus meiner Wahrnehmung heraus in Frage gestellt bzw. nicht weiter aufrechterhalten. Für mich gehört Nachverhandeln innerhalb einer vorgegebenen Range zu einem normalen und professionellen Bewerbungsprozess.
Zusätzlich wurde mir in diesem Zusammenhang vorgeworfen, meinen Gehaltswunsch deutlich erhöht zu haben. Diese Darstellung entsprach aus meiner Sicht nicht den Tatsachen, da ich mich innerhalb der zuvor übermittelten Tabelle bewegt hatte. Der Vorwurf wurde trotz meiner Erläuterung nicht zufriedenstellend aufgeklärt. Zudem wurde seitens der zukünftigen Vorgesetzten mehrfach auf ein „ungutes Bauchgefühl“ verwiesen, was ich – insbesondere auf Führungsebene – nicht als sachliche Entscheidungsgrundlage empfinde.
Ergänzend habe ich den Umgang auf der persönlichen Ebene als wenig aufmerksam erlebt: Mein Name wurde in Gesprächen wiederholt falsch ausgesprochen und auch in der abschließenden schriftlichen Kommunikation falsch geschrieben.
Insgesamt habe ich den Bewerbungsprozess als unstrukturiert, intransparent und in Teilen emotional geführt erlebt. Die Kombination aus wechselnden Informationen, unklaren Zuständigkeiten, widersprüchlicher Budgetkommunikation, der Berufung auf subjektive „Bauchgefühle“ sowie mangelnder Verbindlichkeit hat mein Vertrauen in die Professionalität des Prozesses nachhaltig beeinträchtigt. Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, mein Interesse zurückzuziehen.
Der eine sollte wissen was der andere sagt, leider 2 unterschiedliche Aussagen der beiden Vorstände erhalten.
Gerechte Entlohnung anbieten und Entscheidungen flott treffen.