Rundum katastrophal was die Fachliche- und Managementebene betrifft bei weit unterdurchschnittlicher Bezahlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Auf persönlicher Ebene im kleinen Team ist alles in Ordnung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Management, Arbeitsbedingungen, Perspektive, Gehalt
Verbesserungsvorschläge
In Know-How auf jeder Ebene investieren und anfangen Mitarbeiter:innen auf Augenhöhe zu begegnen
Kommunikation
Kommunikationskanäle sind quasi nicht existent. Jedes Meeting beginnt eigentlich mit dem Satz "Heute halten wir es kurz", die Software für Videocalls funktioniert nicht (eine Lizenz wird nicht gekauft), ein gemeinsamer Kalender (bestehend aus Einzelkalendern) wird nicht gepflegt, etc.
Kollegenzusammenhalt
Bedingt durch die schlechten Arbeitsbedingungen ist der Kolleg:innenzusammenhalt sehr gut, es hocken alle im gleichen Boot hier.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist ein harter Kampf und man ist eigentlich ständig in der Rechenschaftspflicht Arbeit dort nachzuweisen und sich der dauerhaften Anschuldigung ausgesetzt im Homeoffice würde nicht gearbeitet werden. Kernzeit ist von 9 - 15 h, das reicht mir persönlich nicht um da von Work-Life-Balance zu sprechen. Sonstige Benefits: fehlanzeige
Vorgesetztenverhalten
Der oberste Chef hat starke cholerische Tendenzen und brüllt andere Führungskräfte in Meetings gerne mal nieder. Diese sind wiederum mit kaum bis keinerlei Kompetenzen ausgestattet um Ideen in der Abteilung umsetzen zu können.
Interessante Aufgaben
Eigentlich keine. Alles was interessant sein könnte wird aufgrund von fehlender fachlicher Expertise auch nicht angegangen.
Gleichberechtigung
Gehälter werden unterschiedlich und nicht nach Eignung sondern persönlicher Präferenz und Verhandlungsgeschick bezahlt.
Arbeitsbedingungen
Es gibt keinerlei Lizenzen, einen Pausenraum für die Mittagspause zu bekommen war ein harter Kampf, die Küche ist klein und schlecht ausgestattet (schlussendlich bringt man keinen Topf zum kochen um für das kleine Team mal Würstchen zu machen), die Lage bietet die erste Essensmöglichkeit in 15 Min Fußmarsch Umgebung (also innerhalb einer halben Stunde Mittag zu machen wenn man sich noch was holen muss: unmöglich), Hardware ist größtenteils veraltet und funktioniert nicht: Als Softwareentwickler bekommt man ausrangierte Laptops, etc....
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde eine Schulung für Barrierefreie Softwareentwicklung vor einem Softwareprojekt gemacht, wobei erstmal der anbietenden Firma ein Schulungstag abgezogen wurde, aus Kostengründen (soviel zum Augenmerk auf Qualität). Kurz vor Ende des Projekts wurde (als erstes) für dieses dann das Thema Barrierefreiheit (aus Kostengründen) komplett eingestampft weil es aus eklatantem Missmanagement im Projekt nicht umgesetzt werden konnte (wäre einfach möglich gewesen das mit durchzuziehen). Dieses Beispiel steht symptomatisch für (fast alle) Probleme im Unternehmen inkl. dem Augenmerk auf soziale Themen.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist weit unter dem Branchenstandard und auch nicht einheitlich in der Firma. Unqualifiziertere Kolleg:innen erhalten teilweise mehr, je nachdem wie man verhandelt.
Karriere/Weiterbildung
Eigentlich nicht gegeben. Die einzige Weiterbildungsmaßnahme im letzten Jahr war die zur Barrierefreiheit in der Softwareentwicklung. Ein Thema, das dann fürs Projekt nicht angegangen wurde und auch für weitere Projekte nicht wirklich zentral zu sein scheint. Hin und wieder werden Versprechungen gemacht für Schulungen, passiert ist bisher nichts. Interne Karriere auch kaum möglich, da kleines Unternehmen mit viel Hierarchie und Vetternwirtschaft inklusive.