Technisch stark, vertrieblich allein – zum damaligen Zeitpunkt keine Empfehlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte sprechen für sich – bewährte Technik, solide verarbeitet, mit einem hohen Maß an Zuverlässigkeit. Besonders hervorzuheben ist die beeindruckende Geschichte hinter der Marke Gaggia, die ein echtes Pfund im Markt darstellt. Auch das technische Know-how, das sich über Jahrzehnte aufgebaut hat, ist ein großer Schatz. Die technische Abteilung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau und ist stets lösungsorientiert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In vielen Bereichen fehlt es an professionellem Handwerkszeug für die tägliche Arbeit – vieles wird improvisiert oder auf „Zuruf“ geregelt. Das wirkt wenig strukturiert und lässt Professionalität vermissen. Auch in der internen Kommunikation mangelt es oft an Austausch auf Augenhöhe. Teilweise fehlt das Verständnis und die Wertschätzung für die Arbeit von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen – hier wäre mehr Miteinander statt Nebeneinander wünschenswert.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt einige Punkte, bei denen aus meiner Sicht Entwicklungspotenzial besteht. Die Gehaltsanpassungen sollten realistisch an die wirtschaftliche Lage und Inflationsraten gekoppelt sein – mehr als symbolische 3 % wären angebracht. Die aktuelle Firmenwagenpolitik wirkt nicht zeitgemäß und lässt Flexibilität vermissen. Auch bei den Arbeitsmitteln fehlt es an moderner Ausstattung – ein Tablet für den Außendienst wäre beispielsweise längst überfällig.
Unverständlich ist zudem, warum es keine professionellen Preislisten oder Kataloge gibt – das erschwert die tägliche Vertriebsarbeit erheblich. Statt nur Anforderungen zu stellen, wäre es sinnvoller, den Dialog mit dem Vertrieb aktiv zu suchen und konkret zu fragen: Was braucht ihr wirklich, um erfolgreich zu sein? Realistische Zielvorgaben, die die Marktsituation berücksichtigen, wären ebenso hilfreich wie mehr Wertschätzung gegenüber den Menschen im Unternehmen – wir sind keine Nummern.
Ein weiterer Punkt betrifft die Innovationskraft: Es fehlt an frischen Ideen, häufig dominiert eine überholte Denkweise. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen könnte deutlich harmonischer und lösungsorientierter gestaltet werden.