Wenn man Champions League spielen möchte aber nur Kreisklasse ist - es gibt bessere Jobs bei der Abfallwirtschaft...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider fällt mir nichts ein, was ich zu diesem Thema sagen könnte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterführung und Transparenz. Auch meine Kununu Bewertung wurde durch einen Rechtsanwalt angefochten und es wurde angezweifelt das ich dort gearbeitet habe. Dies hat System in diesem Unternehmen und wird von Zeit zu Zeit mit allen Negativbewertungen gemacht. Zeitgleich werden die Mitarbeiter motiviert, unwahre, positive Bewertungen inflationär zu geben.
Verbesserungsvorschläge
Mit Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber den Mitarbeitern umgehen. Eine offene Feedback-Kultur und wertschätzende Gespräche fördern Vertrauen und Leistungsbereitschaft. Werte vorgeben und vor allem selbst leben.
Arbeitsatmosphäre
Im Unternehmen herrscht keine Feedback-Kultur. Mitarbeiter müssen sich selbst bei ihren Vorgesetzten Feedback einholen, das jedoch oft widersprüchlich ist. So kann ein Mitarbeiter beispielsweise von seinem direkten Vorgesetzten in mehreren Gesprächen gelobt und seine Leistung als sehr positiv bewertet werden. Dieses Feedback kippt der Vorgesetzte allerdings wieder, sobald einer der Geschäftsführer persönlich anderer Meinung ist. Diese Inkonsistenz trägt zu einer Atmosphäre der Missgunst, Angst und Unsicherheit bei.
Kommunikation
Die eigene Meinung wird nur akzeptiert, wenn sie mit der der Geschäftsführung übereinstimmt. Andersdenkende werden so lange „kaputtgeredet“, bis sie klein beigeben oder ein Mitglied der Geschäftsführung sein Vorhaben letztendlich durchsetzt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb eines Marktes herrscht meist ein relativ guter Zusammenhalt unter den Mitarbeitern. Vertrieb und Einkauf arbeiten jedoch schlecht miteinander zusammen, was durch die regelmäßige Intervention der Vertriebsleitung noch verstärkt wird. Diese sucht ständig nach Fehlern im Einkauf und trägt so nicht gerade zu einem kollegialen Umgang bei.
Work-Life-Balance
Der Arbeitsvertrag sieht eine 42-Stunden-Woche vor, doch in der Praxis arbeitete ich in der Regel etwa 50 Stunden pro Woche ohne Pausen. Es wurde erwartet, dass ich E-Mails auch in meiner Freizeit bearbeite.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann den Aussagen meiner Vorredner nur zustimmen. In den Anfangsjahren der Zugehörigkeit war die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten professionell und effektiv. Mit der Expansion des Unternehmens verschlechterte sich die Situation jedoch drastisch.
Der Geschmack des Erfolgs machte sich breit, und der Profit wurde über alles gestellt, auch auf Kosten der Mitarbeiter und gegen geltende Rechte. So werden beispielsweise Fluchtwege mit Ware blockiert, das Arbeitszeitgesetz ignoriert und Mitarbeiter ohne gültige Fahrerlaubnis aufgefordert, sich bei Fahrten mit Gabelstaplern „nicht erwischen“ zu lassen.
Besonders inakzeptabel ist, dass mehrere Mitarbeiter, die nachweislich Garantieverträge unlauter an Kunden verkauft haben, weiterhin im Unternehmen beschäftigt bleiben, da man nicht auf die Provisionszahlungen des Versicherers verzichten möchte.
Darüber hinaus hält sich das Unternehmen nicht an Versprechungen und Absprachen. Ich kann auch eine Situation bestätigen, die von einem Vorredner beschrieben wurde: Auch mir gegenüber war das Verhalten und der Umgang absolut ungerechtfertigt und unfair. Es wurde versucht, psychischen Druck aufzubauen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeitsbelastung steigt stetig an, vor allem aufgrund der hohen Fluktuation, die dazu führt, dass weniger Mitarbeiter mehr Aufgaben bewältigen müssen.
Gleichberechtigung
Die persönliche Einstellung zum Vorgesetzten spielt eine entscheidende Rolle. Mitarbeiter werden nicht gleich behandelt und für gleiche Aufgaben unterschiedlich entlohnt.
Umgang mit älteren Kollegen
Jederzeit einwandfrei.
Arbeitsbedingungen
Die Computer in den Filialen sind veraltet und einige Drucker funktionieren nicht richtig. Entgegen der Stellenanzeigen werden iPads nicht jedem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, sondern mehreren Mitarbeitern gleichzeitig. Die Lüftung und Klimaanlage werden nur sparsam genutzt, was im Sommer zu extrem hohen Temperaturen und im Winter zu einer vollständigen Abkühlung des Ladens führt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt keine Nachhaltigkeitsstrategie. Papier und Styropor werden recycelt und weiterverkauft, während der restliche Müll ungetrennt entsorgt wird.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist nicht einheitlich geregelt und variiert je nach Position und Berufserfahrung. Ein wesentlicher Bestandteil des Gehalts ist ein Prämienmodell. Für Verkäufer basiert dieses Modell auf einem Malus-System, das es ihnen je nach Markt erschwert, ein angemessenes Gehalt zu erzielen. Es gibt keinen Tarifvertrag. Auch für Einkäufer und Marktleiter sind die Ziele aus den Prämienmodellen teilweise kaum erreichbar.
Image
Hier wird leider nicht transparent agiert. Negative Google-Bewertungen werden gelöscht, und das gleiche Verfahren wird zunächst auch bei kununu-Bewertungen angewandt. Nur wenn der Mitarbeiter hartnäckig bleibt und kununu alle notwendigen Nachweise erbringt, kann die Bewertung nicht mehr angefochten werden. Darüber hinaus werden Mitarbeiter in vielen Märkten bei Eingang einer negativen kununu-Bewertung angehalten, eine positive Bewertung zu verfassen.
Karriere/Weiterbildung
Mir wurden keine Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung oder ähnlichem angeboten. Die einzigen Schulungen, die angeboten werden, werden vom Versicherungsdienstleister (deren Versicherungen vertrieben werden sollen) durchgeführt.