Viel Potenzial im Team – Entwicklung und Führung bleiben die größte Baustelle
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg:innen und der Zusammenhalt im operativen Team waren für mich definitiv einer der größten Pluspunkte. Ich habe viele engagierte und spannende Persönlichkeiten kennengelernt und einige Freundschaften mitgenommen.
Auch die Hands-on-Mentalität, spannende Kunden und Projekte sowie die Möglichkeit, fachlich in kurzer Zeit viel zu lernen, habe ich sehr geschätzt. Hinzu kommen gute Benefits: Getränke, Mittagessen und weitere Angebote sorgen dafür, dass im Arbeitsalltag viel für das Wohl der Mitarbeiter:innen getan wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aus meiner Sicht sehr stark zentralisierten Führungs- und Entscheidungsstrukturen. Eigenverantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten bleiben dadurch teilweise hinter dem Potenzial der Mitarbeiter:innen zurück.
Auch die Feedbackkultur habe ich nicht immer als konstruktiv erlebt. Kritische Rückfragen oder andere Perspektiven wurden nach meiner Wahrnehmung nicht durchgehend als Chance für Austausch oder Verbesserung gesehen. Besonders bei Personalgesprächen hätte ich mir mehr Sachlichkeit und eine stärkere Trennung von persönlicher und professioneller Ebene gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Stärker in Führung und Mitarbeiterentwicklung investieren. Dazu gehören aus meiner Sicht mehr Entscheidungsfreiheit auf Consultant- und Account-Lead-Ebene, transparentere Entwicklungsperspektiven und eine Feedbackkultur, die Kritik nicht nur an Mitarbeiter:innen richtet, sondern auch Feedback aus den Teams aktiv aufnimmt.
Gerade für Team Leads und andere Führungskräfte könnten regelmäßige externe Leadership-Trainings hilfreich sein. Außerdem würde eine klarere Trennung zwischen persönlicher und professioneller Ebene in Personalgesprächen dazu beitragen, dass Feedback stärker als konstruktiver Austausch wahrgenommen wird.
Arbeitsatmosphäre
Auf operativer Ebene habe ich die Zusammenarbeit bei Faktor 3 sehr positiv erlebt. Viele Kolleg:innen sind engagiert, hilfsbereit und bringen eine starke Hands-on-Mentalität mit. Gerade in intensiven Phasen wird gemeinsam angepackt und unterstützt.
Deutlich schwieriger habe ich die Führungs- und Entscheidungsstrukturen wahrgenommen. Trotz verschiedener Hierarchieebenen hatte ich häufig den Eindruck, dass tatsächliche Entscheidungsverantwortung sehr stark an der Unternehmensspitze gebündelt ist. Dadurch entstehen aus meiner Sicht auch für Consultants und teilweise für Account Leads nur begrenzte eigene Gestaltungsspielräume.
Gerade wenn man bestehende Vorgehensweisen konstruktiv hinterfragt oder Feedback gibt, hätte ich mir mehr Offenheit gewünscht. Personal- und Feedbackgespräche habe ich teilweise als stark emotional geprägt erlebt. Eine sachlichere Trennung zwischen persönlicher und professioneller Ebene sowie eine offenere Feedbackkultur würden dem Unternehmen aus meiner Sicht sehr guttun.
Gehalt/Benefits
Der größte Kritikpunkt meiner Zeit bei Faktor 3 betrifft die Entwicklungsmöglichkeiten. Ich bin mit dem Wunsch gestartet, mich fachlich und in meiner Verantwortung weiterzuentwickeln, habe mich proaktiv eingebracht und versucht, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.
Die stark zentralisierten Entscheidungsstrukturen machen das jedoch aus meiner Sicht schwierig. Auch auf höheren operativen Ebenen scheint die tatsächliche Entscheidungskompetenz teilweise begrenzt zu sein. Dadurch kann es schwerfallen, einen klaren Entwicklungspfad oder mehr Eigenverantwortung aufzubauen.
Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass Eigeninitiative, konstruktives Hinterfragen und der Wunsch nach Weiterentwicklung stärker gefördert werden. Externe Leadership-Trainings und klarere Entwicklungsmodelle könnten hier meiner Meinung nach einen großen Unterschied machen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist grundsätzlich angenehm. Positiv hervorheben würde ich insbesondere die vielen Benefits und die Versorgung im Büro, von Getränken bis zum Mittagessen wird viel dafür getan, dass sich Mitarbeiter:innen im Arbeitsalltag wohlfühlen. Auch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut.
Die Arbeitsbelastung kann projektabhängig natürlich hoch sein, was für eine Agentur wenig überraschend ist. Auf operativer Ebene habe ich jedoch häufig erlebt, dass Kolleg:innen sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Lösungen finden.
Gleichberechtigung
Die Teams habe ich als sehr unterschiedlich und persönlich bereichernd erlebt. Gerade die verschiedenen Charaktere und Hintergründe machen die Zusammenarbeit spannend, und ich habe aus meiner Zeit bei Faktor 3 auch einige persönliche Freundschaften mitgenommen.