Hohes Arbeitspensum, null Wertschätzung – frustrierend!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitsbereich im Profisport war zwar interessant, aber das war auch das Einzige, was positiv hervorzuheben ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
So gut wie alles – vor allem jedoch der Umgang mit Menschen und Mitarbeitenden.
Verbesserungsvorschläge
Einen gerechten Lohn zahlen, die wenigen Mitarbeiter wertschätzen, Arbeitsmaterial (Hard- und Software) bereitstellen, Benefits einführen und Teamevents organisieren.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht eine kalte Atmosphäre, ohne jegliches Interesse der Führungsetage.
Image
Nach außen wirkte alles wie eine heile Welt – abgesehen vom sportlichen Bereich – doch im Inneren herrschte pures Chaos.
Work-Life-Balance
Durch die immense Arbeitsbelastung und die Vielzahl an Aufgaben waren 60-Stunden-Wochen fast die Regel. An den Wochenenden war man häufig an beiden Tagen für Spiele im Einsatz – obwohl normalerweise nur eines üblich wäre. Ausgleichstage gab es hingegen kaum.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten oder Weiterbildungen fehlen völlig. Stattdessen stagniert man und lernt höchstens, wie man mit wenig Ressourcen viel erreicht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war ausreichend, um zu überleben, jedoch nicht angemessen im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung. Sozialleistungen oder Benefits fehlten völlig, und selbst Tickets für Familienangehörige musste man aus eigener Tasche bezahlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein echtes Bewusstsein dafür fehlte völlig. Umweltfreundliches Handeln erfolgte ausschließlich aus Kostengründen – etwa durch die verlängerte Nutzung der Dienstkleidung anstelle eines jährlichen Wechsels.
Kollegenzusammenhalt
Es wurde versucht sich das Leben gegenseitig schwer zu machen, anstatt sich zu helfen. Teamwork? Fehlanzeige!
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen und Vereinslegenden war aus meiner Sicht nicht immer fair. Wer lange im Verein war, genoss zwar ein besseres Standing, doch neue und jüngere Mitarbeitende hatten es oft unnötig schwer.
Vorgesetztenverhalten
In sechs Jahren im Profisport habe ich noch nie eine so schwache Führung erlebt. Planloses Handeln, kein Verständnis für die Arbeit der Mitarbeitenden, fehlende Wertschätzung und keinerlei Teamevents – außer innerhalb der Mannschaften.
Arbeitsbedingungen
Technische Ausstattung wurde nicht gestellt, sodass mit privatem Equipment gearbeitet werden musste – selbst bei Defekten gab es keinen Ersatz. Auch Software musste aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Räumlichkeiten waren zwar nicht optimal, aber zumindest zweckmäßig.
Kommunikation
Meetings fielen regelmäßig aus, sodass wichtige Informationen entweder zu spät oder nur über den Flurfunk weitergegeben wurden. Auch die externe Kommunikation litt erheblich unter diesen Umständen.
Gleichberechtigung
Lief verhältnismäßig fair ab.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren zwar äußerst interessant, doch die enorme Arbeitsmenge machte es schwer, ihnen gerecht zu werden. Durch die Vielzahl an Verantwortlichkeiten blieb die Qualität oft auf der Strecke – statt durchdachter Konzepte ging es meist nur darum, Aufgaben abzuarbeiten. Kreative Prozesse waren kaum möglich.