Ich habe die Arbeitsbedingungen als stark belastend und geschlechtsspezifisch unausgewogen wahrgenommen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehaltszahlung
Gutes äußeres Image
Monatlicher Tankgutschein
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsstil
Vorgesetztenverhalten
Gleichberechtigung
Verbesserungsvorschläge
Fortbildungen zum Thema
Gender Mainstream in der Führung
Unconscious Bias Training
Kommunikation und Feedback in heterogenen Teams
Diversity und Inklusion in der Unternehmenskultur
Psychologische Sicherheit im Team
Mental Load und faire Aufgabenverteilung im Arbeit Kontext
Arbeitsatmosphäre
Ich hatte das Gefühl, dass die Arbeitsatmosphäre stark von einzelnen - insbesondere männlichen - Kollegen geprägt wurde.
Image
Die Außenwirkung des Unternehmens empfand ich als deutlich positiver als das tatsächliche Arbeitsklima - zumindest in meinem Fall
Work-Life-Balance
Als ich meine Work-Life-Balance wahrnehmen wollte, wurde mir aus meiner Sicht unterstellt, ich würde mich zurücklehnen, während andere deutlich mehr leisten würden. Aussagen wie "Dolce Vita" oder "man sei hier nicht die Caritas" habe ich persönlich als abwertend und wenig wertschätzend empfunden. Dennoch war es mir zeitweise möglich, vereinzelt im Home-Office zu arbeiten. Für eine gewisse Phase sogar aus dem Ausland. Rückblickend hatte ich den Eindruck, dass solche Flexibilität stark vom persönlichen Verhältnis zur Büroleitung abhing.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner vier Jahre im Unternehmen habe ich keine Schulung oder Weiterbildung erhalten - obwohl sich meine Aufgaben mehrfach verändert haben und ich mich oft eigenständig (teilweise gemeinsam mit Kolleg:innen) in neue Themengebiete einarbeiten musste
Gehalt/Benefits
Meiner Wahrnehmung nach war das Gehaltsniveau unter Kolleg:innen mit vergleichbaren Aufgaben, teils sehr unterschiedlich - aus meiner Sicht hing die Vergütung stark vom individuellen Verhandlungsgeschick ab und war nur bedingt an Verantwortung oder Leistung gekoppelt.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe den Kollegenzusammenhalt als sehr gruppenbezogen und teilweise ausgrenzend erlebt – es bildeten sich Grüppchen, zwischen denen es klare Fronten gab. Ich hatte den Eindruck, dass ich - besonders von einem Teil der Bauleiter und dem Abteilungsleiter - negativ behandelt wurde, nachdem ich darum gebeten hatte, respektvoll und ohne lautes Ansprechen behandelt zu werden. Diese Dynamiken empfand ich im Arbeitsalltag als stark belastend.
Vorgesetztenverhalten
Nach meiner Wahrnehmung war das persönliche Verhältnis zur Büroleitung entscheidend für viele Aspekte des Arbeitsalltags - von der technischen Ausstattung über die Aufgabenverteilung bis hin zu Kommunikation und Umgangston. Besonders als Frau hatte ich das Gefühl, dass der respektvolle Umgang stark vom individuellen Draht zur Führungskraft abhing. Während meine männlichen Kollegen sich teilweise durch Leistung und Selbstinszenierung, behaupten konnten, erschien mir persönliche Sympathie als maßgeblich dafür ob man ernst genommen oder wertschätzend behandelt wurde. Ich habe mehrfach versucht, Konflikte im direkten Gespräch mit den beteiligten Personen offen anzusprechen und zu klären. Anfangs wurde mir seitens Vorgesetzten signalisiert, man wolle gemeinsam nach Lösungen suchen und mich dabei unterstützen. Tatsächlich hatte ich dann jedoch den Eindruck, dass hinter meinem Rücken weiterhin Kritik geäußert wurde - ohne mir die Möglichkeit zu geben, die Situation in einem gemeinsamen Gespräch mit allen Beteiligten zu klären.
Arbeitsbedingungen
Nach mehrmaligen Bitten, die Heizung doch etwas höher zu stellen, wurde mein Anliegen abgewickelt. Es wurden abwertende Bemerkungen über mein Temperaturempfinden gemacht mit dem Hinweis, das könne psychisch bedingt sein.
Moderne Arbeitsmittel wirkten für mich wie ein Statussymbol - wer welche Ausstattung zugeteilt bekam, schien stark von der Beziehung zur Büroleitung abzuhängen.
Kommunikation
Ich hatte den Eindruck, dass vieles hinter verschlossenen Türen besprochen wurde, wodurch manche Kolleg:innen - mich eingeschlossen - ins schlechte Licht gerieten. Neue Abläufe wurden meiner Wahrnehmung nach nicht offen kommuniziert oder nur bestimmten Personen mitgeteilt. Kritik wurde selten offen und direkt ausgesprochen. Obwohl ich das Gespräch mit der Geschäftsführung gesucht habe, hatte ich den Eindruck, dass keine spürbare Verbesserung erfolgte.
Gleichberechtigung
Wenn möglich, würde ich in 0 Sterne geben. In meiner Wahrnehmung wurden die Anliegen weiblicher Kolleginnen häufig nicht ernst genommen oder ignoriert.
Das habe ich sowohl bei mir als auch bei anderen Kolleginnen so empfunden.


