Toxisches Umfeld, veraltete Technik und null Wertschätzung für Azubis
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider absolut nichts. Das Einzige, was einen die Zeit überstehen lässt, ist der Zusammenhalt unter den Leuten, die im selben Boot sitzen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den kompletten Umgang mit Auszubildenden und Mitarbeitern. Man ist nur eine billige Ressource, die von oben herab behandelt wird. Moderne Führung, Respekt oder zeitgemäße Arbeitsbedingungen sind hier Fremdworte.
Verbesserungsvorschläge
Das Management und die Führungskräfte sollten dringend in moderner Mitarbeiterführung geschult werden. Ein Ausbilder sollte nicht nur auf dem Papier existieren. Die willkürliche Gehalts- und Bonuspolitik muss durch transparente, faire Prozesse ersetzt werden. Willkommen im 21. Jahrhundert: Homeoffice und Vertrauen schaden einer Firma nicht!
Die Ausbilder
Ein Totalausfall. Mein offizieller Ausbilder stand wortwörtlich nur in meinem Ausbildungsvertrag. Ich habe diese Person im Alltag praktisch nie gesehen und war komplett auf mich allein gestellt. Eine fachliche, geschweige denn menschliche Betreuung, hat schlichtweg nicht stattgefunden.
Spaßfaktor
Gleich null. Bei der herrschenden Atmosphäre und der Art und Weise, wie hier mit Menschen umgegangen wird, geht man jeden Tag mit Frust zur Arbeit.
Aufgaben/Tätigkeiten
Stupide, repetitive Fleißarbeit, die mit einer qualifizierten Ausbildung nichts zu tun hat. Man wird gezwungen, mit völlig veralteten Technologien zu arbeiten. Der Lerneffekt für die spätere berufliche Laufbahn geht gegen null.
Variation
Es gibt keine Variationen. Jeder Tag besteht aus dem gleichen monotonen Abarbeiten von Aufgaben. Wer sich intellektuell einbringen möchte, ist hier völlig falsch.
Respekt
Respekt von Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeitern – und ganz besonders gegenüber uns Auszubildenden – ist absolut nicht vorhanden. Man wird systematisch von oben herab behandelt, nicht ernst genommen und bei jeder Gelegenheit spüren gelassen, dass man am untersten Ende der Nahrungskette steht.
Karrierechancen
Es gibt keine Perspektive. Anstatt junge Talente zu fördern, wird man hier ewig nach unten gedrückt und kleingehalten. Wer eigene Ambitionen hat, sollte schnellstmöglich das Weite suchen.
Ausbildungsvergütung
Der größte Witz. Das Grundgehalt kratzt gerade so an der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestausbildungsvergütung – weniger geht rechtlich schon gar nicht mehr. Um dieses minderwertige Gehalt auf dem Papier irgendwie vertretbar wirken zu lassen, gibt es einen "Bonus". Der eigentliche Skandal: Dieser Bonus wird völlig willkürlich und als reines Druckmittel gekürzt. Und zwar von Vorgesetzten, die weder meine offiziellen Ausbilder sind, noch meine tatsächliche tägliche Arbeit oder mein Verhalten überhaupt fundiert bewerten können. Reine Schikane.
Arbeitszeiten
Eine strikte, unflexible 40-Stunden-Woche, bei der gefühlt jede Minute überwacht wird. Das Thema Homeoffice ist in der Führungsetage regelrecht verhasst. Für Azubis ist es ohnehin kategorisch verboten, und selbst bei den regulären Facharbeitern wird es kaum geduldet. Wer Wert auf eine moderne Work-Life-Balance legt, wird hier bitter enttäuscht.
