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FERI
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Interessante Aufgaben, aber deutliche strukturelle und kulturelle Defizite

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei FERI Gruppe in Bad Homburg vor der Höhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gibt einzelne Führungspersonen, die eine klare Vision verfolgen, fachlich kompetent sind und sich engagiert für ihre Mitarbeitenden einsetzen.

Dieses positive Führungsverständnis ist jedoch nicht flächendeckend vorhanden und stark vom jeweiligen Bereich abhängig, wodurch ein einheitlicher Führungsstil im Unternehmen nicht erkennbar ist.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Problematisch ist insbesondere das Zusammenspiel aus informeller Kommunikation und persönlicher Bevorzugung, das bereichsübergreifend wahrnehmbar ist.

Entscheidungen, Entwicklungsmöglichkeiten und der Umgang mit Mitarbeitenden wirken dadurch nicht einheitlich und nur eingeschränkt fair. Eine gelebte Gleichberechtigung im Sinne transparenter und nachvollziehbarer Maßstäbe ist insgesamt nicht erkennbar.

Verbesserungsvorschläge

Wünschenswert wäre eine stärkere Ausrichtung auf transparente Prozesse und tatsächliche Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden. Informelle Abhängigkeiten sollten reduziert werden.

Ergänzend könnten regelmäßige 360-Grad-Feedbacks für Führungskräfte sowie anonymisierte Feedbackformate dazu beitragen, Offenheit zu fördern und Vertrauen zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Unternehmenskultur entspricht aus meiner Sicht nicht den nach außen kommunizierten Werten.
Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden war nicht gegeben. Entscheidungen, Rückhalt und Entwicklungsmöglichkeiten wirkten nicht transparent und orientierten sich aus meiner Erfahrung stärker an persönlichen Konstellationen als an einheitlichen Maßstäben.

Mitarbeitende ohne diese Nähe wurden spürbar anders behandelt. Diese fehlende Fairness und das Messen mit zweierlei Maß haben bei mir zu großer menschlicher Enttäuschung geführt.

Image

Das externe Image des Unternehmens ist stark auf eine positive Außendarstellung ausgerichtet. Nach innen zeigt sich jedoch ein deutlich differenzierteres Bild.

Zwischen Anspruch und gelebter Realität besteht spürbar Abstand – ein Blick hinter die Fassade relativiert vieles, was nach außen sehr überzeugend wirkt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war nicht durchgängig gegeben. Zwar liegt Eigenverantwortung grundsätzlich auch bei jeder einzelnen Person, jedoch wurde seitens der Führungskräfte nicht immer ausreichend auf eine realistische Belastungssteuerung geachtet.

Häufig standen operative Anforderungen und eigene Interessen stärker im Vordergrund als die nachhaltige Berücksichtigung der Mitarbeitenden.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden und werden auch angeboten.

Die Karriereentwicklung hingegen wirkte wenig strukturiert und nicht einheitlich geregelt. Aufstiegschancen waren stark personenabhängig und orientierten sich nur eingeschränkt an Leistung oder Qualifikation. Eine transparente und gleichberechtigte Entwicklungsperspektive war insgesamt nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Die angebotenen Sozialleistungen sind insgesamt in Ordnung. Das Gehalt entspricht jedoch nicht in allen Bereichen den marktüblichen Bedingungen und ist zudem nicht durchgängig einheitlich verteilt.

Unterschiede in der Vergütung wirkten teilweise wenig transparent und nicht klar leistungsbezogen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein werden im Unternehmen klar thematisiert und sind grundsätzlich vorhanden. Der Wille zur Umsetzung ist erkennbar, auch wenn Maßnahmen im Arbeitsalltag nicht immer konsequent oder vollständig greifen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Kollegenkreis war uneinheitlich. Mit einzelnen Kolleginnen und Kollegen ließ sich ein gutes und konstruktives Miteinander aufbauen.

In herausfordernden Situationen zeigte sich jedoch, dass dieser Zusammenhalt nicht durchgängig verlässlich war. Sobald eigene Interessen oder persönliche Näheverhältnisse betroffen waren, fehlte häufig Rückhalt. Insgesamt war der Kollegenzusammenhalt stark personenabhängig und bot in kritischen Momenten nur eingeschränkt Orientierung und Sicherheit.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden war stark vom jeweiligen Innenverhältnis abhängig. Eine echte Gleichberechtigung zwischen jüngeren und älteren Kolleginnen und Kollegen war nicht erkennbar.

Karriereentwicklung und Förderung orientierten sich nur eingeschränkt an Leistung und Erfahrung. Stattdessen wurden überwiegend jüngere Mitarbeitende unterstützt, während hochqualifizierte ältere Kolleginnen und Kollegen häufig unberücksichtigt blieben.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhältnis zu den Vorgesetzten war insgesamt sehr variabel und stark personenabhängig. Einheitliche Führungsgrundsätze waren nicht durchgängig erkennbar.

Entscheidungen und Prioritäten orientierten sich häufig eher an individuellen Interessen als am nachhaltigen Interesse der Mitarbeitenden, was Vertrauen und Verlässlichkeit im Führungsalltag erschwerte.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren grundsätzlich in Ordnung. Allerdings wurde nicht durchgängig darauf geachtet, Mitarbeitende vor dauerhaft hoher Arbeitsbelastung zu schützen.

Kommunikation

Die interne Kommunikation empfand ich über weite Strecken als wenig transparent und nicht klar strukturiert. Informationen wurden teilweise uneinheitlich oder situationsabhängig weitergegeben.

Zudem wurden Inhalte kommuniziert, die aus meiner Sicht nicht für alle Mitarbeitenden bestimmt waren. Vertrauliche Themen gelangten wiederholt über informelle Wege in den Umlauf.

Der sogenannte Flurfunk spielte dabei eine zentrale Rolle und wurde genutzt, um Themen voranzutreiben, die weder sachlich noch kommunikativ angemessen eingeordnet wurden. Dies führte aus meiner Sicht zu Verunsicherung, Missverständnissen und einem insgesamt wenig professionellen Kommunikationsklima.

Gleichberechtigung

Vielfalt und Gleichberechtigung werden kommunikativ stark hervorgehoben, zeigten sich im Arbeitsalltag jedoch nicht durchgängig. Während jüngere Mitarbeitende gezielt gefördert wurden, blieben ältere, trotz hoher Qualifikation und Leistung, häufig unberücksichtigt. Dadurch entstand der Eindruck einer unausgewogenen und wenig inklusiven Entwicklungspolitik.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenbereiche waren insgesamt interessant, vielseitig und fachlich anspruchsvoll. Dies stellte eindeutig den positivsten Aspekt der Tätigkeit dar und bot inhaltlich abwechslungsreiche Herausforderungen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Baris Celik, Head of People
Baris CelikHead of People

Lieber Kollege/liebe Kollegin,

vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und dafür, dass Sie Ihre Perspektive so differenziert mit uns geteilt haben. Auch wenn Ihre Bewertung nicht unseren üblichen Ergebnissen entspricht, schätzen wir jede konstruktive Rückmeldung – gerade weil wir großen Wert darauf legen, ein attraktiver und professioneller Arbeitgeber für alle Beschäftigten zu sein.

Wir freuen uns, dass Sie die Zusammenarbeit mit einzelnen Führungspersönlichkeiten sowie die inhaltlich anspruchsvollen Aufgaben positiv hervorgehoben haben. Diese Punkte spiegeln wider, wofür viele unserer Kolleginnen und Kollegen FERI schätzen.

Gleichzeitig nehmen wir Ihre Hinweise zu Themen wie einheitliche Führung, Transparenz, Kommunikation und fairen Entwicklungsmöglichkeiten ernst. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, die unsere bestehenden Perspektiven um einen weiteren Blickwinkel ergänzt und in unsere kontinuierlichen Entwicklungsprozesse einfließt. Unterschiedliche Wahrnehmungen geben uns die Möglichkeit, Prozesse und Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln – genau das ist uns wichtig.

Viele Grüße

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.