Die Kultur bei FERNRIDE hat sich ins Negative verändert
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Hohe Flexibilität/Remote-Work.
- Sehr kompetente, hilfsbereite Kolleg:innen.
- Spannende Aufgaben und starke Lernkurve.
- Respektvolles, dialogorientiertes Führungsverhalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Volatile Prioritäten und häufige Ad-hoc-Änderungen.
- Oberflächliche Kommunikation ohne ausreichende Details / auch mal nicht "schöne" Details adressieren.
- Zu wenig Stabilisierung vor relevanten Meilensteinen.
Verbesserungsvorschläge
- Prioritäten & Reihenfolge: Klare, stabile Quartalsziele; zuerst Strategie-/Ziel-Review (Exec-Update), dann Planung. Ad-hoc-Strategiewechsel minimieren / verhindern. Fördern nur Frust und höhere Belastung.
- Feedbackkultur: Kritische Themen offen zulassen, aktiv einholen und konsequent nachverfolgen. Das Produkt ist sichtbar, geschaffen wird es von den Teams. Fluktuation kostet Know-how, Tempo und fördert demotivation.
- Performance Reviews: Konzept überarbeiten: klare Kriterien, mehrere Perspektiven/Calibration, transparente Doku. Beförderungen von Bewertungen entkoppeln, Vorgesetztenabhängigkeit reduzieren.
Ich brenne nicht mehr wie früher. Der Spirit kam einst von den Menschen (nicht von Emojis oder Claims). Heute wirkt vieles funktional statt leidenschaftlich, viele kleine Dämpfer bremsen. Meine Bewertung: früher 4 bis 4,5, heute ca. 3. Nach einem wichtigen MD-Meilenstein fühlte sich eine „Eisparty“ als Anerkennung wenig passend an. Sinnvoller wären aus meiner Sicht eine echte Sommerfeier, Wertgutscheine, sichtbare Anerkennung durchs Management oder zusätzliche freie Tage (z. B. 24.–31.12.). Ein echtes Zeichen der Anerkennung, das Einsatz und Erfolg würdigt.
Arbeitsatmosphäre
"Damals" prägte eine starke, identitätsstiftende Kultur den Alltag. Inzwischen wirkt das Unternehmen ermüdet, die Motivation erscheint mir auf einem Tiefpunkt. Als Ursachen sehe ich fehlende Planung / Strategie, häufige Ad-hoc-Wechsel und wenig belastbare Prioritäten. Erfolge gelten oft als selbstverständlich, spürbare Anerkennung bleibt aus - "Performance Review". Bedauerlich ist die Entwicklung bei People & Culture: Früher gab es einen klaren Plan mit Expertise und mit konkreten Initiativen, heute wirkt die Funktion eher verwaltend. Und ob hier meine subjektive Einschätzung als Kritik oder als Chance angesehen wird, werde ich sehen.
Kommunikation
Es wird viel kommuniziert, jedoch oft zu oberflächlich und nicht organisationsweit konsistent (häufig silohaft). Mir fehlen zentrale Details, was den Eindruck erweckt, dass Informationen entweder noch nicht belastbar sind oder nicht adressatengerecht aufbereitet werden. Beides erschwert Vertrauen. Zudem habe ich das Gefühl, dass negative Nachrichten wenig Raum bekommen. Früher wurde offener über Probleme gesprochen, das sollte Teil der Kultur sein.
Kollegenzusammenhalt
Sehr tolle, kompetente Kollegen. Die Mitarbeitenden sind das, was FERNRIDE auszeichnet. Die Expertise im Team ermöglicht schnelle Wendungen.
Work-Life-Balance
Für mich hervorragend. Der Workload ist hoch (typisch Start-up), gleichzeitig gibt es gute Remote-Möglichkeiten und flexible Zeiteinteilung, natürlich im Rahmen der wichtigsten Aufgaben.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht: respektvoll, keine Hierarchieallüren, gleichbehandelnd. Ich konnte transparent mit Leads sprechen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.
Interessante Aufgaben
Absolut. Ich konnte viel lernen und ausprobieren, was mich fachlich deutlich weitergebracht hat.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht wird Gleichbehandlung nicht durchgängig gelebt. Je nach Unternehmensphase scheinen bestimmte Rollen priorisiert zu werden, was sich in einer bevorzugten Behandlung einzelner Mitarbeitender äußert.
Umgang mit älteren Kollegen
Wirkt wertschätzend.
Arbeitsbedingungen
Gute Laptops. Die Büroflächen an der Ingolstädter Straße und am Joseph-Dollinger-Bogen wirken jedoch veraltet. Im Sommer sehr warm, im Winter teils kühl. Vereinzelt fielen Heizungen aus, Arbeiten mit Jacke kam vor. Ich verstehe, dass Budgets primär ins Produkt fließen, dennoch beeinflusst die Arbeitsumgebung die Leistungsfähigkeit.
Image
Außenwirkung innovativ. Intern passt die Realität aktuell nicht immer zur Kommunikation
Karriere/Weiterbildung
- Weiterbildung: Früher gab es ein festes Jahresbudget. Heute steht Eigeninitiative im Fokus. Ohne Budgetzusagen wirkt das wie ein Rückschritt.
- Karriere: Aufstiege sind naturgemäß begrenzt und stark mit dem Performance Review verknüpft. Wenn Bewertungen aus meiner Sicht nicht konsequent kalibriert werden, blockiert das Entwicklungspfade und demotiviert. Subjektiv entsteht der Eindruck, dass kritische Rollen eher gefördert / bevorzugt werden. Gemäß: Wichtiger Mitarbeiter, den dürfen wir nicht verstimmen.