Gut am Arbeitgeber finde ich
die Marke und einzelne Individuen, allerdings sind die meisten schon zu lange negativ vom Unternehmen beeinflusst
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Oh so einiges, über die 3 Jahre erlebt man zu viel, als dass hier alles Platz finden würde. Grundsätzlich aber der Respekt ggü anderen, Wertschätzung und "Benefits" und dass das meiste über Vitamin-B geregelt/organisiert/demnach auch priorisiert wird.
Kritik, ich rede nur von sachlicher unpersönlicher Kritik, wird sofort abgeschmettert und aus der Dreistigkeit die man sich erlaubt hat resultieren dann arbeitsrelevante Folgen jeglicher Art. Ich habe einige mentale Narben und meine Panik vor Gesprächen mit Führungsebenen immer noch nicht ablegen können
Verbesserungsvorschläge
Schulungen, wie man Mitarbeiterzufriedenheit steigern kann (Obstkörbe reichen nicht)
Fast jede/r Kolleg*in überlegte wann er/sie gehen solle
Arbeitsatmosphäre
ist in eigenen Abteilungen gut, dazwischen eher weniger. Jeder kämpft für sich. Es gibt viele gute Seelen dort, die leider stark ausgebeutet und nicht gesehen werden
Karrierechancen
Gibt es keine wenn man seine Würde behalten möchte und sich selbst treu bleiben möchte. Man muss der typische "Ja-Sager" sein und der Geschäftsleitung jeden Wunsch ohne Einwände und mit einer Lebensfreude wie kaum sonst erfüllen, sonst würde man hier nicht belohnt werden. Also die heuchlerische Beziehung zu Vorgesetzten und GL pflegen. Außer man ist mit der Führungsebene verwandt oder privat befreundet, dann ist Karriereerfolg gesichert. Typische und ausgeprägte Vetternwirtschaft
Arbeitszeiten
Überstunden kommen oft vor, gerade bei Azubis, kann auch mal sein dass man über Monate jeden Tag 2-3 Überstunden macht. Am Ende dankt es einem niemand, ich würde an alle appelieren auf die vertraglich festgehaltenen Arbeitszeiten zu bestehen. Man macht sich nur kaputt, ohne dass etwas daraus entsteht
Ausbildungsvergütung
gesetzliches Minimum, peinlich für einen Mercedes-Benz Vertragshändler
Die Ausbilder
1 von 3 Vorgesetzten sind i.d.R. verantwortungsbewusst. Wenn man in eine neue Abteilung gekommen ist und direkt diskreditiert wird weil man keine Fähigkeiten in dieser Abteilung hat ("du bist doch schon 2 Jahre bei uns!" - "Ja aber war noch nie in dieser Abteilung, ergo kein bis wenig Wissen!")
Spaßfaktor
ist in Ordnung, zum Großteil nicht gegeben, da man als Auszubildender immer als günstigste Aushilfe angesehen wird.
Aufgaben/Tätigkeiten
an den Ausbildungsplan wurde sich nur wage gehalten. Dass ich es durch die Ausbildung geschafft habe, war allen mein Verdienst. Grundsätzlich wird man in einer Abteilung für 2 Wochen (meist von sich selbst) eingearbeitet bevor man dann wieder als Aushilfskraft an den Empfang (der andere Abteilungen mit Unterbesetzung) zitiert wird. Ein learning wird hier von Unternehmensseite nicht gegeben.
Variation
Man dient eben als "Mädchen für alles". Mal darf man Familienmitglieder der Geschäftsleitung vom Flughafen aus dem Urlaub abholen, mal darf man sie zum Arzt fahren, mal auch den Chauffeur für eine Hochzeit von Freunden der Geschäftsleitung spielen. Das einzige was mich dort hielt, war die Marke und dass Wissen, dass ein "Mercedes-Benz" auf dem Lebenslauf stehen wird.
Respekt
Vor Auszubildenden gibt es keinen, man ist auch nach 3 Jahren noch der/die neue, die Person die am meisten einzustecken und runterzuschlucken hat.