Hohe Verantwortung, aber wenig Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Kantine / Cafeteria
- Hansefit
- Welcome Day
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Kaum Gehaltsanpassungen
- Starre Home-Office Regelung
- Fehlende Wertschätzung
Arbeitsatmosphäre
Die Struktur ist extrem hart, altmodisch und bürokratisch. Es wirkt, als wolle niemand Verantwortung für Entscheidungen übernehmen. Eine Reise in die Vergangenheit ...
Image
kaum bekannt. Es wird aber daran gearbeitet
Work-Life-Balance
Das Arbeitspensum ist hoch, Überstunden lassen sich kaum vermeiden. Positiv ist die Möglichkeit, drei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten, allerdings frage ich mich, warum wir überhaupt noch an den anderen beiden Tagen ins Büro müssen. Das tägliche Pendeln kostet Zeit, Energie und Geld, nur um vor Ort größtenteils zu telefonieren. Ein fixer Team-Tag pro Woche für persönlichen Austausch und Brainstorming würde vollkommen ausreichen. Als Informatiker arbeiten wir meist konzentriert und produktiv, wenn wir ungestört sind. Die verpflichtende Anwesenheit an mehreren Tagen wirkt sich nicht nur negativ auf meine mentale Gesundheit, sondern auch auf die Qualität meiner Arbeit aus. Zusätzlich müssen Homeoffice-Tage bei der Führungskraft alle zwei Wochen neu beantragt werden, was eher an Kindergarten-Regeln erinnert als an modernes Arbeiten.
Gehalt/Benefits
Laut Haustarif soll sich die Bezahlung an den tatsächlich übernommenen Aufgaben orientieren. In der Praxis sieht das jedoch anders aus: Ich erledige exakt die gleichen Aufgaben wie Kollegen, die nur ein paar Jahre länger dabei sind, erhalte aber deutlich weniger Gehalt. Mehr Leistung führt lediglich zu minimalen Gehaltsanpassungen. Zudem herrscht große Intransparenz darüber, wie und wann man bestimmte Gehaltsstufen erreichen kann. Das Gehaltsniveau ist aus meiner Sicht in der IT-Branche höchstens durchschnittlich. Ob man einen Master, Bachelor oder eine Ausbildung hat, spielt beim Einstieg kaum eine Rolle. Angesichts der hohen Verantwortung im KRITIS-Bereich ist die Vergütung nicht angemessen.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe sehr nette und freundliche Kollegen. Natürlich gibt es den einen oder anderen „speziellen” Kollegen, aber zum Glück nicht alle!
Umgang mit älteren Kollegen
Wer unter 30 ist, wird von manchen älteren Kollegen oft automatisch als „jung und unerfahren“ angesehen, unabhängig von Qualifikation oder Leistung. Die Altersstruktur wirkt unausgeglichen: Es gibt überwiegend sehr junge oder deutlich ältere Mitarbeitende, während die mittlere Altersgruppe kaum vertreten ist.
Vorgesetztenverhalten
Was von der obersten Leitung kommt, wird von den nachgeordneten Führungskräften meist ohne Rückfrage oder Diskussion nach unten weitergegeben. Es entsteht kaum das Gefühl, dass sich meine Führungskraft aktiv für das Team und dessen Bedürfnisse einsetzt. Ich würde mir mehr Zuhören, mehr Verständnis und auch den Mut wünschen, unsere Interessen nach oben zu vertreten. Denn nur das Team weiß wirklich, wie das Tagesgeschäft funktioniert, während die obere Leitung oft keinen direkten Einblick hat, sich aber dennoch gerne einmischt.
Arbeitsbedingungen
Die Hardware ist gut und zuverlässig. Allerdings gibt es keinerlei finanzielle Unterstützung für zusätzliches Homeoffice-Equipment oder ergonomische Arbeitsmittel.
Kommunikation
Relativ alles Wichtige wird über das Intranet kommuniziert. Innerhalb meiner Abteilung gibt es auch regelmäßige Jour Fixe auf allen Ebenen (Team, Abteilung, Bereich usw.).
Interessante Aufgaben
Die spannenden und fachlich herausfordernden Aufgaben gehen häufig an externe Mitarbeitende. Das interne Team ist oft hauptsächlich mit Steuerung, Koordination und Berichtswesen beschäftigt, was auf Dauer wenig motivierend ist

