Kein Logo hinterlegt

finanzen.net 
zero 
GmbH
Bewertungen

6 von 26 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Umgang mit älteren Kollegen
kununu Score: 2,7Weiterempfehlung: 33%
Score-Details

6 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Vom modernen Remote-Arbeitgeber zur Kultur des Misstrauens

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz der vielen negativen Entwicklungen gibt es weiterhin einige positive Aspekte. Die Kollegen sind fachlich stark und der Zusammenhalt im Team funktioniert nach wie vor gut. Außerdem bietet die Arbeit grundsätzlich interessante und anspruchsvolle Aufgaben, die fachlich herausfordernd sind und Entwicklungsmöglichkeiten im Tagesgeschäft bieten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ fallen die neu geschaffenen künstlichen Hierarchieebenen auf. Früher funktionierten die flachen Hierarchien gut und Entscheidungen konnten schnell getroffen werden. Heute gibt es mehrere zusätzliche Managementschichten, die hauptsächlich Prozesse verlangsamen und die Distanz zwischen Mitarbeitern und Entscheidern vergrößern.

Hinzu kommt ein CEO, der bei öffentlichen Auftritten ständig die gleichen Management-Schlagworte wiederholt. Viele Aussagen wirken wie ein endloses Vorlesen aus der Liste den aktuell populären Unternehmensbegriffe. Der Bezug zur tatsächlichen Arbeit der Mitarbeiter fehlt dabei meist vollständig.

Verbesserungsvorschläge

Wenn 95 % der Mitarbeiter weit entfernt vom Head Office wohnen und ausdrücklich für eine 100-Prozent-Remote-Tätigkeit eingestellt wurden, sollte das Unternehmen diese Realität akzeptieren. Die aktuelle Back-to-Office-Strategie wirkt realitätsfern und schlecht durchdacht.

Statt Kontrolle und Misstrauen sollten wieder Vertrauen, Eigenverantwortung und Ergebnisse im Mittelpunkt stehen. Weniger Hierarchie, bessere Kommunikation und eine familienfreundliche Personalpolitik würden dem Unternehmen deutlich mehr helfen als weitere Büroanwesenheitstage. Insgesamt wäre eine Rückkehr zu den früheren, flachen Strukturen und einer echten Remote-Kultur ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre leidet massiv unter der Back-to-Office-Vorgabe. Viele Mitarbeiter wurden als Remote-Kräfte eingestellt und wohnen weit entfernt vom Head Office. Statt Vertrauen herrscht inzwischen Misstrauen. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeiter grundsätzlich unter Verdacht stehen, nicht ausreichend zu arbeiten. Teilweise müssen Kollegen ihre Tätigkeiten minutengenau dokumentieren.

Image

nicht vorhanden

Work-Life-Balance

Eine echte Work-Life-Balance ist praktisch nicht mehr vorhanden. Mitarbeiter werden gezwungen, wochenweise ins Head Office zu reisen und mehrere Tage am Stück im Hotel zu leben. Für Familien mit Kindern ist das kaum machbar. Vielleicht kann sich das obere Management leisten, Haushaltshilfen oder zusätzliche Kinderbetreuung zu bezahlen. Für normale Arbeitnehmer sieht die Realität anders aus. Viele müssen selbst sehen, wie sie Familie, Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen. Familienfreundlich ist das nicht.

Karriere/Weiterbildung

Karriereentwicklung und Weiterbildung spielen praktisch keine Rolle. Es gibt kaum strukturierte Programme oder erkennbare Förderung. Wer sich weiterentwickeln möchte, ist weitgehend auf sich allein gestellt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war bei der Einstellung durchaus attraktiv. Danach passiert jedoch oft nichts mehr. Gehaltsanpassungen sind intransparent oder finden gar nicht statt. Anfragen werden ignoriert oder verschleppt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

nicht gegeben

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist nach wie vor gut. Die Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig und versuchen gemeinsam, die schwieriger werdenden Rahmenbedingungen auszugleichen. Ohne die Kollegen wäre die Situation deutlich schwieriger zu ertragen.

Umgang mit älteren Kollegen

Älteren Kollegen gibt es nicht

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist enttäuschend. Vor allem auf den unteren Managementebenen fehlt häufig jede Kompetenz in Mitarbeiterführung. Entscheidungen werden von oben nach unten durchgereicht und ohne Diskussion umgesetzt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen haben sich durch die Back-to-Office-Regeln massiv verschlechtert. Wer mit einem 100-Prozent-Remote-Vertrag eingestellt wurde, erwartet nicht plötzlich regelmäßige Pflichtaufenthalte im Head Office. Für viele Mitarbeiter bedeutet dies lange Reisen, Hotelaufenthalte und zusätzliche Belastungen im Privatleben.

Kommunikation

Die Kommunikation ist sehr schlecht. Wichtige Entscheidungen werden oft einfach verkündet, ohne die Betroffenen einzubeziehen oder nachvollziehbar zu erklären. Rückfragen bleiben unbeantwortet oder werden mit allgemeinen Floskeln abgetan. Besonders bei den Themen Remote Work und Büropräsenz fehlt jede offene Diskussion.

Gleichberechtigung

Eine Belegschaft, die zu 95 % aus weißen, jungen Männern besteht

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich interessant und waren lange Zeit ein Grund, im Unternehmen zu bleiben. Allerdings wird dieser positive Aspekt zunehmend von Bürokratie, zusätzlichen Prozessen und organisatorischen Vorgaben überlagert. Die Arbeit macht immer weniger Spaß.

4Hilfreichfinden das hilfreich5Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Vielen Dank für diese Rückmeldung. Sie ist direkt, und genau das nehmen wir ernst.
Zum Arbeitsmodell möchten wir kurz einordnen: Es geht nicht um Back to Office, sondern um einzelne Team Days, um bewusst gestaltete Momente für Zusammenarbeit, die wir organisatorisch vollständig absichern.

Dass das für manche im Alltag trotzdem eine Umstellung bedeutet, nehmen wir ernst und haben für Situationen, in denen die Regelung nicht funktioniert, pragmatische Lösungen gefunden.
Wir haben in den letzten Monaten an verschiedenen Stellen nachjustiert und arbeiten weiter daran, wie Feedback aus der Organisation aufgenommen und sichtbar gemacht wird.
Die Punkte zu Karriere und Gehalt nehmen wir als konkreten Impuls mit und wissen, dass Vertrauen dort nicht durch Ankündigungen entsteht, sondern durch spürbare Veränderungen.

Wenn du das Gespräch suchen möchtest, stehen wir offen dafür.

Eure Kommentare nerven.

4,1
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

redet miteinander, statt übereinander, wir sind alle Menschen und es nicht A gegen B

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist davon abhängig, mit wem du dich umgibst. Diese ganzen Kommentare hier nerven mich richtig. Ja, es hat sich viel verändert - aber auch ganz viel gutes. ich höre hier immer wir gegen die da oben - habt ihr mal versucht mit denen zu reden, statt euch hier hinter so kommentaren zu verstecken? ich habe das gemacht und habe ganz gute Erfahrungen gemacht - versuchts mal!

Image

Zero kennt keiner

Work-Life-Balance

aktuell alles easy - ab Januar 4 Tage im Monat im Büro - das ist mehr als fair

Karriere/Weiterbildung

sind schon ein paar Dinge losgegangen, gab jetzt Performance Reviews, Jobgradings... denke da kommt jetzt bald mehr

Gehalt/Benefits

Bin zufrieden. keine Überstunden im Homeoffice ist unnötig, aber dafür mache ich dann halt den Laptop wirklich aus

Kollegenzusammenhalt

den nehme ich bei uns als positiv wahr.

Umgang mit älteren Kollegen

keine auffälligkeiten

Vorgesetztenverhalten

die schlimmste Stimmung machen die zwischen ganz oben und der Basis - sprecht mal mit dem Management - die hören zu nach meiner Erfhrng

Arbeitsbedingungen

Büro ist ganz cool, besonders im Sommer und mit Grillen uns Eismann - da geht aber noch mehr

Kommunikation

man merkt, dass das langsam besser wird. der CEO hat sich hingestellt, die Fehler in der Kommunikation korriegiert - hört doch mal auf mit Steinen zu werfen!

Gleichberechtigung

keine auffälligkeiten

Interessante Aufgaben

liebe was wir hier tun


Umwelt-/Sozialbewusstsein

1Hilfreichfindet das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Trauriger Niedergang

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Hohe Seniorität der Kollegen innerhalb des Engineerings
- Das Gehalt kommt pünktlich

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

(Noch) kein Betriebsrat. Ich denke die Kommunikation zwischen Management und anderen Angestellten ist an einem Punkt, an dem er sehr hilfreich wäre.

Verbesserungsvorschläge

Das Management sollte anfangen ehrlich und öfters zu kommunizieren und zwar in einem Dialog, keinem Monolog. Die Präsenzpflicht ab nächstem Jahr ist nicht nachvollziehbar und der wahre Grund dafür sollte genannt werden. Womöglich wurde in der starken Wachtumsphase im letzten Jahr einfach overhired und jetzt soll die Firma wieder verschlankt werden, weil KPIs nicht passen, die die Muttergesellschaft fordert. Das wäre nicht schön zu hören, aber wenigstens noch besser zu verkraften als das die Begründungen, die bisher dafür abgegeben wurden - man wäre in der Lage es zu verstehen.

Geht doch mal in einen Dialog mit den Engineers und lasst uns ehrlich die harten Themen ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Aktuell versucht das Management nur aus der Vogelperspektive selbst alles zu erfassen und darauf basierend zu entscheiden.

Arbeitsatmosphäre

Anforderungen werden von oben schlecht kommuniziert, was zu einem hohen Maß an Blindleistung führt. Anstatt besser zu kommunizieren übt das Management mehr Druck aus und beginnt sich im Micromanagement-Style in die agile Arbeit der Entwicklungsteams einzumischen (Tickets müssen jetzt so geschrieben werden, dass sie von Managern verstanden werden können). Die allgemeine Frustration ist sehr hoch und die Motivation, sowie der Spaß an der Arbeit niedrig, was auch durch Umfragen innerhalb des Engineerings belegt wurde.

Image

Obwohl die Arbeitsbedingungen in den letzten Monaten nicht gut waren, hat die Arbeit trotzdem noch Spaß gemacht, weil es sich so angefühlt hat als könnte man wirklich etwas bewegen. Mit der Ankündigung der Office-Pflicht ist gefühlt bei vielen Kollegen der Damm gebrochen und die sind einfach nur noch unglaublich enttäuscht.

Work-Life-Balance

Aktuell noch gut, bis die Präsenzpflicht ab Januar 2027 in Kraft tritt und eine seit Jahren bestehende full-remote Policy von einem hybriden Arbeitsmodell abgelöst wird.
Ab 2027 muss man mindestens 4 volle Arbeitstage pro Monat in Karlsruhe oder Berlin verbringen, die mit dem Team koordiniert werden müssen. An- und Abreisetage zählen hierzu nicht.

Karriere/Weiterbildung

Soweit ich weiß kein Budget für Weiterbildung. Es wurde vor kurzem ein Performance-Management Tool eingeführt, allerdings ohne Gehaltsbänder.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt als Software Engineer ist gut und entspricht ungefähr dem Durchschnitt eines deutschen Tech-Unternehmens mit vergleichbarem Umsatz.

Kollegenzusammenhalt

Kollegen innerhalb des Engineerings halten gut zusammen

Umgang mit älteren Kollegen

Betriebszugehörigkeit hat wenig Bedeutung, wirklich "alte" Angestellt gibt es hier nicht

Vorgesetztenverhalten

EMs/Teamleiter verhalten sich respektvoll und man spricht auf Augenhöhe. Leider halten sie Entscheidungen vom Management nicht entgegen.

Arbeitsbedingungen

Aktuell hauptsächlich Home Office. Durchschnittliche Office-Ausstattung im Büro.

Kommunikation

Das Motto der Firma war lange Zeit "no ego, no politics". Wenn man an diese Zeite zurückdenkt (das war erst vor 3 Monaten), wirkt das wie ein schlechter Scherz. Gute Kommunikation gibt es nur innerhalb des Engineerings. Das Management stellt einen vor vollendete Tatsachen, ohne nachvollziehbare Gründe zu nennen - obwohl bei der Neujahrsfeier vom neuen CEO noch groß verkündet wurde, dass wichtige Entscheidungen nur datengetrieben stattfinden.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung basiert nicht auf Menschlichkeit, sondern klipp und klar darauf was in den teilweise sehr unterschiedlichen Arbeitsverträgen steht

Interessante Aufgaben

Die Systemlandschaft der Firma ist breit gefächert und bietet viel Potenzial für Optimierungen und um neues zu lernen. Als Softwareentwickler findet man hier fachlich einige interessante Themen, auch wenn manche Technologien veraltet sind.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

5Hilfreichfinden das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Besonders freut uns, dass du die hohe fachliche Kompetenz unserer Teams, den starken Zusammenhalt im Engineering sowie die technischen Herausforderungen positiv hervorhebst. Diese Aspekte sind ein wichtiger Teil dessen, was viele Kolleginnen und Kollegen an der Zusammenarbeit bei uns schätzen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass die aktuellen Veränderungen bei einigen Mitarbeitenden Fragen und Diskussionsbedarf auslösen. Ein offener Austausch und transparente Kommunikation sind für uns wichtige Voraussetzungen, um Veränderungen nachvollziehbar zu gestalten.

Deshalb haben wir unter anderem regelmäßige Formate etabliert, in denen die Geschäftsführung über aktuelle Entwicklungen informiert und Fragen der Mitarbeitenden ausführlich beantwortet. Diese Formate werden wir weiterhin nutzen und ausbauen, um Transparenz zu fördern und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.

Mit dem weiteren Wachstum und der Professionalisierung unseres Unternehmens entwickeln sich auch Prozesse und Strukturen kontinuierlich weiter. Ziel ist es dabei, langfristig mehr Orientierung und Vergleichbarkeit zu schaffen sowie Entwicklungsperspektiven und Karrierewege noch transparenter zu gestalten.

Das Feedback unserer Mitarbeitenden ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung unserer Organisation und fließt regelmäßig in unsere Arbeit ein. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Sichtweise mit uns zu teilen.

Kultur im Wandel - viel Neues, viele Chancen

4,3
Empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Karrieremöglichkeit, Vertrauen in Mitarbeitende mit anspruchsvollen Projekten, tolles Team und großzügige Kostenübernahme bei allen Reisen zu anderen Standorten, bzw zu Firmen-/Teamtreffen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Kurs wird aktuell sehr oft gewechselt und Flurfunk. Die Firma hört nicht genug auf die Stimmen der Belegschaft, die bisher ja auch sehr erfolgreiche Arbeit geleistet haben.

Verbesserungsvorschläge

Frühere und transparente Kommunikation, besseres Büro und Ausstattung

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist durch einen Wandel von Start Up Kultur hin zu zukunftsfähiger, erfolgreicher Firma, gerade gefühlt im Umbruch.
Manche stimmen finden das gut, andere weniger.
Man spürt überall die Unsicherheit, aber auch ebenso die Chance, an etwas ganz großem dabei zu sein.
Neues verunsichert viele, aber nicht alles daran ist schlecht.

Work-Life-Balance

Keine Urlaubssperren, flexible Arbeitszeiten, nach Rücksprache mit Führungskraft auch private Termine in der Kernarbeitszeit möglich, das ist schon alles sehr gut. Der Workload an sich und die Überstunden sind aktuell nur definitiv hoch.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wächst langsam

Karriere/Weiterbildung

Interne Beförderungen gibt es neuerdings vermehrt, aber keine Unterstützung zu Weiterbildung

Kollegenzusammenhalt

In meiner Abteilung ist der wirklich super und was ich von anderen so mitbekomme überwiegend auch.

Umgang mit älteren Kollegen

Es ist eine recht junge Belegschaft, aber vorhandene ältere Kollegen werden identisch behandelt

Vorgesetztenverhalten

Entscheidungen werden so transparent wie möglich erklärt und wir haben eine offene Gesprächskultur.

Arbeitsbedingungen

Zu wenig Meetingräume, Großraumbüros und Ausstattung sehr simpel/alt/nichts ist wireless.

Aber die gesamte Ausstattung wird gestellt, auch fürs Home Office und vor Ort gibt es sonst alles was man braucht.

Kommunikation

An der Kommunikation kann die Firma wirklich noch arbeiten. Oft sind Themen über den Flurfunk schon bekannt geworden, ohne das je ausführlich etwas von oben erklärt worden wäre.

Gehalt/Benefits

Einstiegsgehalt ist gut, erste Gehaltsrunde steht noch aus. Benefits gibt es bisher kaum

Gleichberechtigung

Ich merke hier keinerlei Unterschiede

Interessante Aufgaben

Da die Firma schnell deutlich professioneller werden möchte, gibt es eine Art Vakuum, das es zu füllen gilt. Ich kann mir daher interessante Aufgaben suchen/nehmen und auch offen über Vorlieben sprechen.

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Vielen Dank für dein ausführliches und ehrliches Feedback. Es freut uns sehr, dass du den Teamzusammenhalt, die spannenden Aufgaben und die Chancen im aktuellen Wandel positiv hervorhebst.

Gleichzeitig nehmen wir deine Hinweise zu Kommunikation, Transparenz und Ausstattung sehr ernst. Gerade in einer Phase mit vielen Veränderungen ist es uns wichtig, Mitarbeitende bestmöglich mitzunehmen und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.

Danke dir, dass du deine Wahrnehmung so differenziert teilst, so etwas hilft uns, die positiven Entwicklungen weiter auszubauen und an den richtigen Stellen nachzuschärfen.

Wenn Ego und Politik den Ton angeben

1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Produkt, die Arbeit selbst und vor allem die Zusammenarbeit unter den Entwicklern.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Büropflichten werden ohne erkennbaren Sinn eingeführt.

Zudem sollte auf Englisch bzw. Denglisch verzichtet werden, solange Deutsch die Unternehmenssprache ist. Ebenso ist es fraglich, Mitarbeitende einzustellen, die zwar standortnah wohnen, aber kaum Deutsch sprechen.

Leider agieren HR und die neue Geschäftsführung häufig an den Mitarbeitenden vorbei: Tools werden ohne Einbindung eingeführt, es entsteht zeitlicher Druck, und der Fokus liegt teils auf unrelevanten Themen wie T-Shirt-Größen oder technisch schwachen Schulungen – oft ohne ausreichende Kommunikation oder mit unplausiblen Begründungen.

Nicht jede Vorgabe ist ein Zugewinn, insbesondere wenn sie aus von der Geschäftsführung selbst gesetzten Zielen resultiert. Aussagen wie „no ego, no politics“ werden zwar formuliert, aber in der Praxis negiert.

Zudem besteht der Eindruck, dass KI als Ersatz für Mitarbeitende gesehen wird und gleichzeitig kreative Produkte hervorbringen soll – etwas, das in dieser Form selbst im Kleinen nicht zuverlässig funktioniert. Wer nur generisch arbeitet, wird langfristig ersetzbar.

Verbesserungsvorschläge

Rückbesinnung auf zentrale Werte wie Vertrauen, Wertschätzung, Gestaltungsfreiheit und echte Zuhörfähigkeit – denn nur gemeinsam entsteht das beste Produkt.

Geschwindigkeitsverlust durch das Management geschaffene Maßnahmen, obwohl diese das Gegenteil bewirken sollten.

Ergänzend sind Transparenz in Entscheidungen, klare Ziele sowie eine offene Fehlerkultur entscheidend für nachhaltigen Erfolg.

Wertschätzung sollte sich nicht an unklaren Karrierepfaden orientieren. Stattdessen braucht es durchdachte Perspektiven und Laufbahnen, die die jeweiligen Berufsbilder wirklich abbilden – anstatt pauschal Titel wie Analyst, Senior Analyst, Manager und Director ohne konkrete Ausgestaltung auf alle Mitarbeitenden anzuwenden.

Ebenso sollte die Annahme hinterfragt werden, dass Geschwindigkeit durch kurzfristige Aufstockung von Ressourcen (z. B. externe Mitarbeitende) entsteht. Stichwort: Brooks’ Law. Entsprechende Schulungen im Bereich Softwareentwicklung könnten hier für das Management hilfreich sein.

Ich würde gern etwas anderes schreiben, aber Kontrolle und Druck lassen sich nicht durch Zwang und fragwürdige Maßnahmen erreichen.

Arbeitsatmosphäre

Mit dem Wechsel von Springer zu Inflexion und den entsprechenden Neubesetzungen auf Führungsebene hat sich vieles verschlechtert.

Die Arbeitsatmosphäre ist mehr als angespannt. Erwartungen und Prioritäten ändern sich teilweise kurzfristig, wodurch verlässliche Planung erschwert wird. Prozesse wirken an einigen Stellen wenig transparent, was Unsicherheit erzeugt.

Aus meiner Sicht wird bei Problemen ein falscher Schluss gezogen: Statt Prozesse und Rahmenbedingungen ganzheitlich zu betrachten, wird pauschal eine ineffiziente IT unterstellt und mit Metriken gegengesteuert. Das führt insgesamt zu einer belastenden Arbeitsatmosphäre.

Entscheidungen wirkten häufig kurzfristig und für Mitarbeitende nicht nachvollziehbar, wodurch oft unnötige Mehrarbeit entsteht.

Work-Life-Balance

Der IT-Betrieb wird zu den Handelszeiten (7:30–23:00 Uhr) sichergestellt; ab 18 Uhr erfolgt dies über Rufbereitschaft. Am Wochenende kommen für ein Team zusätzliche Bereitschaften hinzu. Alarmprüfungen und Reaktionen erhöhen den Stress.

Dem stehen neue Büropflichten gegenüber. Da nicht alle in der Nähe wohnen, sind oft längere Bahnfahrten notwendig. Kernarbeitszeiten erschweren die Planung und Durchführung (z. B. von Spaplan-Ausführungen), insbesondere da Überstunden im mobilen Arbeiten begründet werden müssen. Auswirkungen auf die Betriebssicherstellung wurden dabei nicht ausreichend berücksichtigt.

Zudem führen viele Meetings zu wenig Fokuszeit und Arbeitsstau. Häufige Prioritäts- und Kontextwechsel erhöhen den Druck zusätzlich, verstärkt durch die Überstundenbegrenzung beim mobilen Arbeiten. Insgesamt wirkt der Prozess erneut an der Belegschaft vorbei entwickelt.

Erwähnenswert ist, dass Releases nachts erfolgen, da sie während der Handelszeiten in der Regel nicht möglich sind.

Positiv hervorzuheben ist der Arbeitszeitausgleich, der auch tageweise genommen werden kann.

Karriere/Weiterbildung

Die neuen Karrierepfade wirken willkürlich – technisch kann man auf Architektenniveau arbeiten und dennoch als Analyst eingestuft werden.

Zusätzlich werden unterschiedliche Rollen – beispielsweise Senior Frontend- und Backendentwicklung – anhand identischer Kriterien bewertet, obwohl die Anforderungen deutlich voneinander abweichen.

Diese Unterschiede werden im eingesetzten Tool unzureichend berücksichtigt, wodurch Bewertungen und Einstufungen erneut stark subjektiv wirken.
Die Karriereentwicklung fühlt sich dadurch teilweise wie Orientierung ohne klare Leitplanken an.

Gehalt/Benefits

Gehaltsgespräche gab es bisher nicht; nun werden sie auf Basis von Self- und Performance-Reviews eingeführt.

Die zugrunde liegenden Bewertungsmechanismen sind für viele IT-Mitarbeitende jedoch kaum nachvollziehbar und wirken eher subjektiv als objektiv.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass Bewertungen leicht beeinflussbar sind und das gewählte Tooling ungeeignet ist. Um es mit den Worten des Tools auszudrücken: „Entspricht nicht den Erwartungen“ in der Kategorie „Zweckerfüllung“ – definiert auf Analyst-Niveau als: „Etwas erfüllt seinen Zweck, wenn es genau das leistet, wofür es gedacht oder vorgesehen ist.“

Positiv hervorzuheben ist, dass die Einstiegsgehälter gut sein können – auch wenn es dafür keine Garantie gibt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wer Umweltumfragen durchführt und gleichzeitig eine Officepflicht einführt, handelt widersprüchlich – daran ändert auch Bahnfahren nichts.

Kollegenzusammenhalt

Unter Kollegen besteht ein sehr guter Zusammenhalt, insbesondere innerhalb der Teams auf gleicher Ebene. Viele unterstützen sich gegenseitig und versuchen, die täglichen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Gleichzeitig wirkt die allgemeine Unternehmenskultur teilweise von Unsicherheit und fehlendem Vertrauen geprägt, was durch neu geschaffene Hierarchien geprägt ist.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich habe hierzu weder negative noch positive Punkte und würde es insgesamt neutral bewerten.

Vorgesetztenverhalten

Stark von der Führungskraft abhängig; insgesamt wirkt das Verhalten jedoch häufig unprofessionell. Teilweise – ich betone: nicht alle, auch unter Führungskräften gibt es Unmut – sind einige so stark an den Vorgaben des Managements ausgerichtet, dass sie dessen Interessen konsequent und ohne Hinterfragen umsetzen.

Arbeitsbedingungen

Effizientes Arbeiten wird durch häufige Richtungswechsel und mangelnde Prozessklarheit erschwert. Entscheidungen und Prioritäten ändern sich teils kurzfristig, was zusätzlichen Druck und vermeidbare Mehrarbeit verursacht.

Zudem schränkt eine hohe Meetingdichte die Fokuszeit ein. Viele Abstimmungen wirken wenig zielführend und bieten keinen klaren Mehrwert für Sprint- oder Projektziele. Unzureichend vorbereitete fachliche Themen erschweren Refinements, verlängern Termine unnötig und behindern effiziente Entscheidungen in der Sprintplanung.

Deadlines sind teilweise schwer nachvollziehbar oder unrealistisch. Auch eingesetzte Tools wirken nicht immer praxisnah gewählt und unterstützen zentrale Arbeitsabläufe oder HR-Vorgaben nur unzureichend. So lassen sich im Reisetool nicht einmal einfache Fahrten buchen, und im Personaltool können Rufbereitschaften seit Monaten nicht erfasst werden.

Neue Mitarbeitende werden an OKRs gemessen und müssen nach der Probezeit gehen, wenn diese nicht erreicht werden. Selbst wenn sie es schaffen, wird kurz davor noch die Büropflicht schriftlich verankert. Leider hat man hier mal wieder das Prinzip nicht verstanden.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist unzureichend, da neugeschaffene Hierarchien dazu geführt haben.

Informationen scheinen nicht immer vollständig oder konsistent bei den Teams und teilweise auch nicht bei den Führungskräften anzukommen. Dadurch entsteht häufig der Eindruck, dass informelle Gespräche und ‚Flurfunk‘ oft verlässlichere Informationen liefern als offizielle Kommunikation.

Positive Meinungen werden bevorzugt. Konstruktive Kritik ist dagegen eher weniger gerne gesehen.

Gleichberechtigung

Im Hinblick auf Gleichberechtigung und Chancengleichheit hätte ich mir mehr Transparenz bei Personalentscheidungen gewünscht. Fehlende Nachvollziehbarkeit führte teilweise zu Spekulationen innerhalb der Belegschaft – insbesondere, wenn geschätzte Kollegen und Kolleginnen trotz sehr guter Leistungen sowie positiver Rückmeldungen durch Team und Engineering Manager die Probezeit nicht bestanden haben.

Ein weiterer relevanter Punkt ist die unterschiedliche Behandlung von Überstunden bei mobiler Arbeit und Büroarbeit. Beim mobilen Arbeiten muss bereits ab einer Stunde eine Rechtfertigung erfolgen, während dies bei Anwesenheit im Büro nicht erforderlich ist.

Interessante Aufgaben

Thematisch gibt es interessante Aufgaben, die jedoch zunehmend in Meetings und unnötigen Diskussionen untergehen. Häufige Prioritätswechsel führen zudem dazu, dass entwickelte Features gar nicht erst releast werden – was vom neuen Management sogar als Vorteil dargestellt wird.


Image

5Hilfreichfinden das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Vielen Dank für deine ehrliche und umfangreiche Rückmeldung. Auch wenn deine Bewertung überwiegend kritisch ausfällt, schätzen wir deine Offenheit und die Zeit, die du dir für diese detaillierte Einschätzung genommen hast.

Es freut uns zu hören, dass du das Produkt, deine Aufgaben und besonders den starken Zusammenhalt in den Teams positiv hervorhebst. Gleichzeitig wird deutlich, dass die aktuellen Veränderungen für dich sehr belastend sind.

Die Themen, die du ansprichst, treffen genau die Herausforderungen, die mit Wachstum und strukturellen Veränderungen einhergehen: neue Abläufe, veränderte Entscheidungsstrukturen, mehr Abstimmungsrunden und der Versuch, klarere Steuerung zu etablieren. Wir verstehen, dass dies im Arbeitsalltag zu Reibungen, erhöhtem Stress oder dem Gefühl mangelnder Einbindung führen kann; vor allem, wenn Kommunikation nicht klar oder einheitlich genug erfolgt.

Deine Punkte zu Transparenz bei Entscheidungen, Mitarbeitendenbeteiligung, Führungsverhalten, Meeting-Kultur und nachvollziehbaren Prozessen und Karrierewegen sind für uns sehr wertvoll. Auch dass du wahrnimmst, dass sich Prioritäten schnell ändern oder Entscheidungen nicht ausreichend erklärt werden, nehmen wir ernst.

Gerade wenn sich Strukturen weiterentwickeln, wollen wir nicht nur effizienter werden, sondern auch Vertrauen, Orientierung und gute Zusammenarbeit sicherstellen. Dass uns das aus deiner Sicht momentan nicht überall gelingt, ist ein wichtiges Signal für uns.

Nochmals danke für dein ehrliches Feedback und deine konkreten Verbesserungsideen; sie helfen uns dabei, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

Private Equity Skalierung mit mangelhafter Ausführung

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ambitionierte Ziele und eine klare Richtung. Wunsch zum Wachstum und zur Weiterentwicklung. Ein Produkt, welches noch viel Potential bietet und ein hohes Niveau & Einsatzbereitschaft bei den Kollegen (obwohl es leider immer mehr schwindet, wenn nicht aktiv etwas unternommen wird).

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Allergrößter Showstopper ist die Büropflicht.

Human Ressources - bei der Ressources im Mittelpunkt steht -> Einführung und Kommunikation von Regeln, welche nicht von Vertrauen zeugen. Prioritäten die schwer nachvollziehbar sind: Performance Review muss innerhalb einer Woche ausgefüllt werden. “Den perfekten Zeitpunkt gibt es eh nicht”. “Bis übermorgen gib bitte deine Shirt-Größe im HR-Tool ein, damit wir Pullover in der richtigen Größe bestellen können.” “Macht bitte diese Börsen-Schulung in den nächsten Monaten” -> es gibt schon kaum Zeit für die regulären Arbeitstätigkeiten. Es scheint, als würde HR nur die eigene Agenda verfolgen.

Die Lücke zwischen Visionen der Geschäftsführung und der Realität.

Die Kommunikation: CEO: “Eine Trading-App kann jeder bauen” -> sorgt nicht für Sympathie in der Entwicklung und wirkt auf mich weltfremd.
Bei “schlechten Nachrichten” wird das Middle-Management vorgeschickt.

Das man die mühevollen Ansätze zu agiler Produktarbeit wegwirft und klassisches Projektmanagement mit Gant-Diagrammen und Milestones einführt. Große Releases nach vielen Monaten, statt häufige kleinere Schritte. Projektpläne mit Schätzungen, ohne klare Anforderungen oder Pflichtenheft.

Verbesserungsvorschläge

Vertrauen, Flexibilität und Home-Office - das hat Zero in der Vergangenheit als Arbeitgeber ausgezeichnet. Das hat dazu geführt, dass die Mitarbeiter sich enorm engagiert haben, so dass ein Private Equity Unternehmen bereit war, mehrere 100Mio € zu investieren. Das wurde jetzt komplett zerstört. Das sollte dringend wieder korrigiert werden, ansonsten verliert Zero das, was es als Arbeitgeber interessant macht. Barista und Yoga in Co-Working Hubs bieten sehr viele an.

Skalieren bedeutet mehr, als viele Mitarbeiter (intern und extern) einzustellen. Prozesse, Arbeitsweisen und die Kommunikation müssen aktiv gesteuert und weiter entwickelt werden und dürfen nicht dem Zufall überlassen werden. Veränderung braucht Führung und Zeit - beides wird gar nicht gegeben. Es braucht eine Management, welches in die Lage gebracht wird, die abstrakten Visionen der Geschäftsführung realisierbar zu machen. Mehr Druck und Kontrolle sorgen eher für Spaltung, als für ein “Gemeinsam an einem Strang ziehen”.

Arbeitsatmosphäre

Das neue Mantra ist skalieren und exekutieren. Eingeführte Metriken und Tracking-Systeme unterstützen genau das. Das führt immer mehr dazu, dass man sich mehr Gedanken um die Kontrolle macht, als darum, wie man gut miteinander ein Ziel erreicht und dieses Ziel gut und optimiert für die Kunden ist. Die Unzufriedenheit der Mitarbeiter ist inzwischen so groß, dass die eigentliche Arbeit dadurch deutlich behindert wird.

Image

Niemand kennt Finanzen.net Zero als Arbeitgeber. Wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Unter den Kollegen gab es bisher eine große Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber. Seit der Übernahme und der neuen Geschäftsführung ist die Stimmung jedoch sehr schlecht. Meine Wahrnehmung ist, dass das Vertrauen und die Überzeugung in die Firma stark angeschlagen ist. Das merkt man daran, dass Aussagen vom Management wenig Wirkung zeigen und viele von den Entwicklungen enttäuscht sind.

Work-Life-Balance

Bisher: komplett flexible Arbeitszeiten, Urlaube konnten spontan und mit kurzer Abstimmung im Team unkompliziert genommen werden, 100% Homeoffice => großes Vertrauen in die Angestellten. Welches meiner Meinung nach auch nicht ausgenutzt wurde, sondern eher mit zusätzlichem Einsatz belohnt wurde.

Seit kurzem: Kernarbeitszeit 10-16 Uhr, gleichzeitig ist es aber üblich schon früher anzufangen (Meetings finden schon früher statt). Im Gegensatz zu der Arbeit im Büro, dürfen Mitarbeiter die noch im Home Office arbeiten, nicht mehr als 30 Minuten Überstunden pro Tag machen ohne das sie es schriftlich begründen und der Vorgesetzte und HR es genehmigen.
Urlaube sollen nun auch länger im Voraus geplant werden. Die Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten ist damit komplett Geschichte. Die Änderungen wirken auf mich sehr stark als Vertrauensbruch und Kontrollzwang.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt ein festes Budget (im Vergleich eher niedrig) für Weiterbildungen, welches verwendet werden kann. Es wird nicht aktiv darauf geachtet, dass Zeit und Motivation für Weiterbildungen vorhanden ist. Man muss es selber in die Hand nehmen und sich darum kümmern. Aufgrund der hohen Arbeitslast nutzen Kollegen das Budget jedoch kaum. Möglichkeiten sich in anderen Bereichen einzuarbeiten, in einem anderen Team tätig zu werden oder sich auf etwas neues zu fokussieren, soll theoretisch möglich sein, wird in der Praxis aber eher erschwert.

Gehalt/Benefits

Gehalt beim Einstieg war ok, seit dem tut sich aber kaum etwas. Gehaltsverhandlungen spiegeln für mich wenig Wertschätzung wieder. Für mehr Transparenz wurde ein neues Tool mit "klaren" Karrierewegen eingeführt. Dieses ist allerdings sehr allgemein gehalten, was die Zuordnung schwierig macht. Das Management hat auch keine klare Erwartungshaltung an die Mitarbeiter beziehungsweise passt diese nicht zu den "transparenten" Einstufungen im HR-Tool.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es soll eher die Bahn statt dem Fahrzeug genutzt werden. Es gibt glaube ich einige Initiativen mehr darauf zu achten.

Kollegenzusammenhalt

Bisher: Jeder hat geholfen, wo es notwendig war. Es herrschte ein sehr freundliches und hilfsbereites Umfeld, in dem man sehr gut und effektiv Ziele erreichen konnte - auch in turbulenten Zeiten.

Inzwischen gehen Kollegen mehr und mehr in defensivere Haltungen über und versuchen sich zu schützen bzw. können aufgrund der neuen Regeln nicht mehr die selbe Flexibilität haben.

Umgang mit älteren Kollegen

Meine Wahrnehmung ist, dass Kollegen unabhängig vom Alter gleich behandelt werden.

Vorgesetztenverhalten

Top-Down Entscheidungen ohne die Einbeziehung der Mitarbeiter. Selbst das Feedback im Nachgang wird größtenteils ignorieret. Die ambitionierten Ziele passen nicht mit den eingeführten Arbeitsregeln zusammen und erschweren die Zielerreichung nicht nur, sondern machen sie unmöglich.
Die direkten Vorgesetzten sind ehemalige Entwickler-Kollegen, die leider auch gar nicht geschult wurden, um ihrer Aufgabe als Engineering Managern richtig nachzukommen. Das gute Verhältnis aus der Zeit zuvor hilft aber dabei, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Allerdings passieren dadurch auch viele Management/Kommunikationsfehler, die es dem Team und den Vorgesetzten immer schwerer machen, konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Arbeitsbedingungen

Sehr gutes Notebook bekommen, mit dem alle Arbeiten erfüllt werden können. Monitor und Tastatur und Maus sind nur Standard. Dank Homeoffice konnte man aber bisher auch seine privaten, besseren Geräte verwenden. Im Büro gibt es nur den Standard, teilweise auch höhenverstellbare Tische. Aber nicht für alle. Man muss seinen Platz immer über ein Tool buchen und jedes Mal neu einrichten. Großraumbüros mit entsprechendem Lärm. Bereitgestellten Büro- und Konferenzflächen reichen auch gar nicht für alle aus. Wenn die Geschäftsführung den großen Meetingraum benötigt, muss Platz gemacht werden. Aktuellen Büroflächen unterstützen die aktuellen Office-Regeln überhaupt nicht.

Kommunikation

Erfolge, Fortschritte werden regelmäßig von der Geschäftsführung und vom C-Level hervorgehoben. Veränderungen und neue Regeln, die zu Einschränkungen für die Mitarbeiter führen, werden beiläufig, teilweise schon zufällig über den Flurfunk gestreut. Manche Neuigkeit erfährt man sogar von Externen eher, als über die offizielle Unternehmenskommunikation. Die Engineering Manager müssen oft als Botschaftsübermittler herhalten und können dann aber auch keine weiteren Informationen oder Hintergründe erklären.
In manchen Terminen wirkt es auf mich eher so, als würde man sich gegenseitig sagen wie toll man ist, statt ehrlich und transparent Arbeitsstände zu kommunizieren. Diese Art der Kommunikation führt bei mir zu einem sehr großen Vertrauensverlust in das was gesagt wird.
Es kommt auch immer öfter vor, dass Aussagen sich später als falsch herausstellen oder nicht eingehalten werden.

Gleichberechtigung

Sehr geringe Frauenquote (selbst für IT), so gut wie keine Junioren. Aufstiegschancen wirken jedoch unabhängig von Alter/Geschlecht & Co.

Interessante Aufgaben

Schnell und viel - dabei bleibt wenig Raum, Einfluß auf die Ausgestaltung des eigenen Arbeitsgebietes zu nehmen.

5Hilfreichfinden das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Danke dir für die ausführliche und sehr klare Rückmeldung. Auch wenn sie in vielen Punkten kritisch ist, hilft sie uns, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie die aktuellen Veränderungen wahrgenommen werden.

Es freut uns, dass du das Potenzial unseres Produkts, die Zielsetzung sowie das Engagement im Team positiv hervorhebst. Gleichzeitig beschreibst du sehr deutlich, dass aus deiner Sicht insbesondere die konkrete Umsetzung vieler Maßnahmen aktuell nicht überzeugt und teilweise sogar gegenteilige Effekte hat.

Die angesprochenen Punkte zeigen, dass einige Veränderungen im Alltag nicht so ankommen, wie beabsichtigt. Gerade wenn Maßnahmen als wenig nachvollziehbar oder nicht ausreichend abgestimmt wahrgenommen werden, kann schnell Frustration entstehen. Das nehmen wir ernst.

Auch deine Wahrnehmung in Bezug auf Kommunikation, Vertrauen und die Rolle von Führung ist für uns ein wichtiger Hinweis. Unser Ziel ist es nicht, durch zusätzliche Regeln oder Strukturen Distanz zu schaffen, sondern Orientierung zu geben und Zusammenarbeit zu erleichtern. Dass das aktuell nicht überall so erlebt wird, ist ein klares Signal für uns.

Uns ist bewusst, dass Wachstum und Weiterentwicklung nur dann nachhaltig funktionieren, wenn sie nicht nur auf dem Papier sinnvoll sind, sondern auch im Arbeitsalltag tragfähig umgesetzt werden. Genau daran wollen wir weiter arbeiten.