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Bewertung

Fachlich interessant, aber hoher Leistungsdruck

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT in Karlsruhe gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Eine realistischere Einschätzung des Aufwands von Aufgaben sowie eine bessere Priorisierung würden aus meiner Sicht helfen, den Arbeitsalltag planbarer zu gestalten.

Zudem könnte geprüft werden, ob ein stärker strukturiertes agiles Vorgehen wie Scrum anstelle eines rein kanbanbasierten Systems sinnvoll wäre, um Planung, Priorisierung und Transparenz im Team zu verbessern.

Auch eine bessere Abstimmung bei der Aufgabenverteilung – insbesondere im Hinblick auf technisches Verständnis und Aufwandsschätzung – könnte dazu beitragen, unrealistische Zeitannahmen zu vermeiden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war stark vom Zeitdruck geprägt. Aufgaben mussten häufig innerhalb sehr kurzer Zeiträume (teilweise nur wenige Tage) erledigt werden. Wurde diese Zeitvorgabe nicht eingehalten, entstand schnell der Eindruck, als Mitarbeitender als „unwirtschaftlich“ zu gelten.

Auch beim Einsatz neuer Technologien wurde wenig Rücksicht auf den individuellen Kenntnisstand genommen. Es wurde erwartet, dass man sich fehlendes Wissen parallel zur eigentlichen Arbeit selbstständig aneignet, ohne dass dafür ausreichend Zeit eingeplant war.

Positiv hervorzuheben ist die Hilfsbereitschaft der Kolleg:innen. Allerdings führte selbst diese Unterstützung indirekt zu zusätzlichem Druck, da die dafür aufgewendete Zeit ebenfalls auf die jeweiligen Aufgaben gebucht wurde. Dadurch wurde wiederum sichtbar, dass die ursprünglich kalkulierten Zeiten nicht eingehalten werden konnten.

Karriere/Weiterbildung

Weiterentwicklung erfolgte überwiegend eigenständig. Es gab wenig strukturierte Unterstützung oder gezielte Förderung. Mitarbeitende wurden dazu angehalten, sich eigenständig Angebote, beispielsweise im Kontext des Axel Springer Verlags, herauszusuchen. Gerade beim Einstieg in neue Themen oder Technologien wurde erwartet, dass man sich das notwendige Wissen parallel zur Arbeit selbst aneignet.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt stand aus meiner Sicht nicht im Verhältnis zu den Anforderungen und dem erwarteten Leistungsdruck. Insbesondere vor dem Hintergrund der kurzen bzw. fehlenden Einarbeitung und der hohen Eigenverantwortung wirkte die Vergütung eher unterdurchschnittlich.

Zudem erhielten neue Mitarbeitende in den ersten zwei Jahren lediglich 28 Urlaubstage, während danach 30 Tage üblich waren. Dies kann im Vergleich zu anderen Unternehmen als Nachteil wahrgenommen werden.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war stark auf Effizienz und Kennzahlen ausgerichtet. Eine strukturierte Einarbeitung fand nicht statt – neue Mitarbeitende wurden direkt in das Kanban-System eingebunden und sollten sich eigenständig Aufgaben heraussuchen. Es wurde erwartet, dass man sich sowohl in Prozesse als auch in neue Technologien selbstständig einarbeitet. Individuelle Lernphasen oder Unterstützung im Sinne von Coaching waren kaum vorhanden.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeit fand überwiegend in Großraumbüros statt. Dadurch konnte es zeitweise zu einer erhöhten Geräuschkulisse kommen, insbesondere wenn parallel mehrere Meetings oder virtuelle Besprechungen (z. B. über Microsoft Teams) geführt wurden. Dies konnte die Konzentration bei anspruchsvolleren Aufgaben erschweren.

Gleichberechtigung

Der Umgang unter den Kolleg war respektvoll und hilfsbereit. Im Team selbst herrschte ein grundsätzlich angenehmes Miteinander.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich vielfältig und fachlich interessant. Durch den hohen Zeitdruck war es jedoch oft schwierig, sich ausreichend einzuarbeiten oder Aufgaben mit der nötigen Sorgfalt umzusetzen.


Image

Work-Life-Balance

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Kommunikation

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Arbeitgeber-Kommentar

People Team

Danke für dein offenes und konstruktives Feedback; es hilft uns wirklich weiter, wenn wir so ehrliche Rückmeldungen bekommen.

Es ist schade zu hören, dass du deinen Arbeitsalltag hauptsächlich durch enormen Zeit- und Leistungsdruck erlebt hast, obwohl dir die Aufgaben inhaltlich Spaß gemacht haben.

Wenn Zeitrahmen sehr ambitioniert gesetzt sind, kann dadurch zusätzlicher Druck entstehen, der sich auf verschiedene Aspekte des Arbeitsalltags auswirkt, etwa auf Qualität, Zusammenarbeit und das persönliche Empfinden. Das ist ein Punkt, den wir im Blick haben und weiter verbessern möchten.

Auch deine Hinweise zum Onboarding sowie zur Einarbeitung, insbesondere im Umgang mit neuen Technologien und Prozessen, sind für uns sehr wertvoll. Wenn ein hohes Maß an Eigenverantwortung erwartet wird, ist es umso wichtiger, gleichzeitig ausreichend Unterstützung und Orientierung zu bieten. Dass dies in deinem Fall nicht immer ausgewogen war, nehmen wir als wichtigen Impuls mit.

Es freut uns, dass du den kollegialen Austausch und die abwechslungsreichen Aufgaben positiv hervorhebst. Gleichzeitig nehmen wir aus deinem Feedback mit, dass diese Aspekte im Arbeitsalltag nicht immer so zur Geltung kommen, wie sie könnten.

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.