Unternehmen mit Möglichkeiten, allerdings kulturell und technisch in den Nuller Jahren stehen geblieben.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bei all den negativen Punkten möchte ich erwähnen, dass sich bestimmte Wechsel in der Geschäftsführung positiv ausgewirkt haben. Man merkt auch einen gewissen frischen Wind und Veränderung. Aber es läuft sehr schleppend, sehr auf Sicherheit und ist durch die engen Fesseln der Mutter noch zu behäbig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie erwähnt, die recht altmodische und konservative Art der Unternehmensführung sowie Mitarbeiterführung. Ebenso schlecht ist der erwähnte Ressourcenmangel und das viel zu konsequente einsparen an Budgets wie Gehalt, Weiterbildung und Ausstattung.
Verbesserungsvorschläge
Als größte Tochter in der Unternehmensgruppe mehr Beachtung, mehr Budget und somit auch mehr Entscheidungsfreiheit einfordern.
Endlich einmal Mittel für Mitarbeiter und Ressourcen in die Hand nehmen. Seit Jahren werden die Mitarbeiter mit einer festen Mitarbeiteranzahl und die Aussicht auf Besserung vertröstet.
Das Unternehmen angefangen bei der Strategie bis hin zu den Arbeitsmitteln und Kollaborations Tools endlich mal auf den Stand 2026 bringen. Alles wirkt immer etwas altbacken und aus der Not heraus.
Mehr Mut zu neuen Entscheidungen und Wegen!
Arbeitsatmosphäre
Die vielen positiven Bewertungen der letzten Monate und vor allem auch die mehrfachen Bewertungen sind nicht nachzuvollziehen und wirken realitätsfern. Fast könnte man meinen, hier wurden gezielt gute Bewertungen von bestimmten MA eingefordert oder MA zu guten Bewertungen animiert. Die Realität sieht leider anders aus. Schade, den an für sich ist es ein solides Unternehmen, dass sich nach vielen Jahren der Misswirtschaft und schlechten Zahlen auf einem guten Weg befindet.
Die Atmosphäre ist in nahezu allen Bereichen das ganze Jahr über angespannt, da die Firma einfach zu wenige interne MA hat. Alles wird auf die viel zu wenigen MA verteilt. Es ist seit vielen Jahren kein Budget für Mitarbeiteraufstockung vorhanden. Wenn dann werden oft teure Externe angeheuert, was sich extrem schlecht auf unsere Kundenzufriedenheit und die Zusammenarbeit auswirkt.
Wenig Raum für eigene Gestaltung und Ideen, ganz klares Top down Management. Die GF gibt vor, die Bereichsleiter folgen
und die Mannschaft führt aus.
Die Atmosphäre erinnert mich an die Neunziger oder Nuller Jahre im Bankensektor.
Image
Die Firma ist nur in der Finanz und Versicherungsbranche bekannt. Darüber hinaus kennt man sie nicht.
Schade, denn die Produkte Dienstleistungen, die stark von Regulatorik geprägt sind, würden auch in anderen Branchen sehr gut eingesetzt werden können.
Hier fehlt meines Erachtens aber die klare Strategie der Geschäftsführung und ebenso das Budget und die Manpower (Vertrieb, Marketing, Produktmanagement)um neue Zielmärkte zu erobern.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich lassen Home-Office und flexible Arbeitszeitraum auf eine gute Balance hoffen. Die Richtlinie ist zwei Tage Büro, drei Tage Home-Office.
Allerdings ist die Arbeitslast das ganze Jahr über so hoch, dass wenig Zeit bleibt die auch richtig auszuleben.
Sehr viele Kolleginnen und Kollegen habe ich in den letzten Jahren mit gesundheitlichen Problemen pausieren oder ausscheiden sehen. Darüber wird aber nicht gesprochen.
Karriere/Weiterbildung
Leider auch ein großer defizitäre Punkt, der jahrelang nicht berücksichtigt wurde. Es gibt inzwischen einige Schulungsangebote für Führungskräfte, aber lange nicht so up to Date, wie man es von anderen Firmen kennt, wo zum Beispiel Management Reihen, Trainings, etc. fest in den Alltag eingebunden werden.
Dazu kommt noch das Problem der Arbeitslast. Wenn man ein bis zwei Tage auf Fortbildung ist, bleibt die Arbeit liegen, und der Druck danach wird wieder extrem, um alles nachzuholen.
Kollegenzusammenhalt
Wir Zusammenhalt ist aufgrund der angespannten Situation wirklich spitze! Die Kollegen und Kollegen halten zusammen, weil sie es müssen, um das täglich hohe Pensum zu bewältigen.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit den älteren Kollegen finde ich super! Gerade die älteren - und der Altersschnitt ist wirklich hoch - tragen das Firmenwissen in sich. Die Firma muss sich dringend verjüngen, da in den nächsten Jahren viele Renteneintritte folgen werden.
Vorgesetztenverhalten
In einigen Bereichen sind es wirklich gut gewachsene Einheiten.
In den meisten herrscht allerdings noch altes Hierarchie Denken. Der Bereichsleiter hat die Macht und fühltsich auch deutlich höher gestellt als seine Mannschaft. Es bleibt wirklich sehr wenig Zeit für persönliches und kollegiales Miteinander, da wie gesagt, die Last und der Druck intern sowie extern sehr hoch sind.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten sind von Standort zu Standort entweder schon über ihren Zenit oder gerade kurz davor. Bis auf Fellbach gibt es keine Kühlung im Sommer. Die Arbeitsgeräte sind maximal „zweckmäßig“.
Kommunikation
In manchen Bereichen ganz gut, in den meisten, jedoch nahezu keine Zeit ordentlich zu kommunizieren
Gehalt/Benefits
Hier hat die Firma noch einiges nachzuholen. Gewohnt ist man von anderen Firmen eine jährliche tarifliche oder inflationäre Anpassung, die je nach Ergebnis höher oder niedriger ausfällt, aber garantiert ist. Beides gibt es hier nicht. Es werden kleine Boni aus Sondertöpfen und Minibudgets pro Abteilung verteilt. Das ist gut gemeint aber kommt immer nur sehr wenigen und auch nur mit sehr geringer Wirkung zugute.
Gleichberechtigung
Ich finde, dass alle gleichberechtigt sind beziehungsweise ist noch nie etwas negatives in diesem Bezug aufgefallen.
Interessante Aufgaben
Sehr wenige! Das gibt zum einen die strikte Regulatorik und die Finanzbranche so vor.
Man merkt auch ganz klar, die Färbung des Mutterkonzerns, der noch regulierter und noch bürokratischer arbeitet. Man hatte oft das Gefühl, dass es wichtiger ist, die internen Prozesse und Listen wasserdicht mit dreifach Check sauber zu halten, anstatt das übertriebene Sicherheit Denken zu hinterfragen und pragmatischer zu handeln. Die vielen veralteten Tools lassen ohnehin kein modernes Arbeiten zu.