Stolz auf das Unternehmen, kritisch mit dem Status quo!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz Kritik ist dies ein außergewöhnlich starker Arbeitgeber mit großen Möglichkeiten und einem ausgeprägten Sicherheitsgefühl, das Mitarbeitende ermutigt, aktiv zu handeln statt nur zuzuschauen. Entscheidend ist, diese Menschen zu erkennen, zu fördern und ihnen den nötigen Freiraum zu geben. Das Potenzial dafür ist eindeutig vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mir fehlt aktuell eine echte Fehlerkultur. Seit Monaten ist bekannt, dass nicht alles optimal gelaufen ist.
Beim Projektmanagement sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Dafür brauchen wir Profis, keine einfach Transfers!
Verbesserungsvorschläge
Mein Verbesserungsvorschlag: Mehr Pragmatismus wagen und bestehende Standards auch einmal kritisch hinterfragen. Müssen wir wirklich alles mit Zwang vereinheitlichen?
Ein Blick auf unsere eigene Produktpalette zeigt doch, dass Vielfalt und unterschiedliche Anforderungen zu unserem Unternehmen gehören. Nicht überall ist deshalb derselbe Standard die beste Lösung. Was aber immer möglich sein sollte, ist ein positives Kundenerlebnis.
Weniger „Das machen wir überall so“ und mehr „Was braucht unser Kunde wirklich?“. Genau diese Denkweise sollten wir wieder stärker fördern und den Mitarbeitenden auch den notwendigen Freiraum dafür geben. Schafft man aber nicht nur via Teams!
Arbeitsatmosphäre
Bei aller berechtigten Kritik muss man den Arbeitgeber an dieser Stelle auch ein Stück weit in Schutz nehmen. Die aktuelle Situation ist aus meiner Sicht auch das Ergebnis massiver Fehleinschätzungen bei Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten.
Es wurden weitere Silos geschaffen und Mitarbeitende in Projektmanagement-Rollen eingesetzt, bei denen inzwischen teilweise der Eindruck entsteht, dass operative Verantwortung konsequent abgelehnt wird, weil man „nur Projektmanagement“ macht. Für die Kolleginnen und Kollegen, die diese Aufgaben anschließend zusätzlich auffangen müssen, ist das auf Dauer frustrierend und alles andere als förderlich für die Arbeitsatmosphäre.
Ich würde mir wünschen, dass die vermeintlich „erfolgreichen“ Projekte und deren tatsächliche Ergebnisse einmal kritisch ausgewertet werden und anschließend auch hinterfragt wird, ob Rollen und Entscheidungsverantwortung überall richtig verteilt sind.
Mir persönlich fällt jedenfalls kein Projekt ein, das seit 11/2025 in diesem Umfeld tatsächlich erfolgreich abgeschlossen wurde. Statt sichtbarer Ergebnisse erlebt man zu häufig Begründungen für Verzögerungen.
Image
Keine Frage: Ich bin dankbar, Teil dieses Unternehmens zu sein. Trotz aller Kritik und aktuellen Herausforderungen für mich nach wie vor einer der besten Arbeitgeber im Umkreis von 100 km.
Jetzt gilt es, auf neue Personen und frische Impulse zu setzen, Tatendrang zu erkennen und echtes Engagement entsprechend zu fördern und zu belohnen.
Work-Life-Balance
Grandios!
Karriere/Weiterbildung
Da ist noch sehr sehr sehr sehr viel Platz nach oben und zur Seite!!
Gehalt/Benefits
Ich bin ehrlich: So wie es aktuell ist, empfinde ich es keinesfalls als zufriedenstellend. Leistung, Verantwortung und Vergütung stehen teilweise nicht im richtigen Verhältnis zueinander.
Auch beim Thema Entgelttransparenz fehlt bislang eine klare Kommunikation. Gerade mit Blick auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen würde ich mir hier mehr Transparenz und nachvollziehbare Kriterien wünschen. Wer mehr Verantwortung übernimmt und Leistung bringt, sollte dies auch monetär spüren.
Kollegenzusammenhalt
Seit der ersten Umstrukturierung hat der Kollegenzusammenhalt aus meiner Sicht deutlich nachgelassen. Häufig wird mit fehlenden Kapazitäten argumentiert, obwohl teilweise weiterhin ähnliche Tätigkeiten wie zuvor ausgeführt werden – nur mit dem Unterschied, dass Aufgaben heute stärker ausgewählt werden können.
Leider habe ich nur selten erlebt, dass proaktiv Unterstützung angeboten wird. Auch die damaligen Entscheidungen sollten deshalb kritisch hinterfragt werden -> wie sagte man zu uns „Fehlertoleranz“, das gilt nicht nur für Personen ohne Führung!
Ich wünsche mir wieder mehr Eigeninitiative, gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsames Verständnis von Service.
Vorgesetztenverhalten
Nicht alle Führungskräfte verdienen hier aus meiner Sicht die gleiche Bewertung. Gerade bei neu eingesetzten Führungskräften werden Entscheidungen teilweise zu persönlich und zu wenig aus Business-Sicht getroffen.
Wenn ein Kunde mit einem konkreten Bedarf anklopft, sollte die erste Reaktion lösungsorientiert sein. Eine pauschale Ablehnung mit fehlender Kapazität ist für mich schwer nachvollziehbar – insbesondere wenn gleichzeitig kaum abgeschlossene Projektergebnisse sichtbar sind. Hier wünsche ich mir mehr Neutralität, klare Prioritäten und echte Serviceorientierung.
Arbeitsbedingungen
Für einmal die Woche vor Ort lohnen sich die 30 Minuten Fahrt definitiv. Die Arbeitsbedingungen passen für mich insgesamt sehr gut und die vorhandene Flexibilität weiß ich zu schätzen.
Kommunikation
Es wird Zeit, liebe Führung, dass ihr wieder genauer hinhört und die richtigen Signale aus der Mannschaft ernst nehmt. Belohnt diejenigen, die Verantwortung übernehmen, geht Themen pragmatisch an und lasst endlich die Menschen machen, die Serviceorientierung nicht nur kommunizieren, sondern tatsächlich leben.
Dazu gehört für mich auch, alte Strukturen konsequent neu aufzustellen. Vieles von dem, was uns heute vor Probleme stellt, ist aus Entscheidungen und Strukturen der Vergangenheit entstanden. Genau deshalb braucht es jetzt den Mut, neue Wege zu gehen, neue Leute in Verantwortung zu bringen und gezielt diejenigen zu fördern, die Veränderung vorantreiben wollen.
Weniger Festhalten an alten Mustern, mehr offene Kommunikation, Pragmatismus und Vertrauen in die Menschen, die wirklich etwas bewegen wollen.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich sehe ich hier noch Verbesserungspotenzial. Gleiche Chancen sollten nicht nur bei Entwicklung und Förderung gelten, sondern auch bei der Vergütung. Aktuell entsteht teilweise der Eindruck, dass Verantwortung, Leistung und monetäre Anerkennung nicht immer im gleichen Verhältnis stehen. Wer mehr übernimmt und liefert, sollte dies perspektivisch auch entsprechend honoriert bekommen. Interessiert leider niemand aktuell.
Interessante Aufgaben
Wer will, kann die aktuelle Situation definitiv nutzen und anpacken. Langweilig wird es nicht – auch wenn die Aufgaben nicht immer angenehm sind.
Positiv ist, dass dadurch auch die tatsächliche Qualität und Leistung einzelner Personen sichtbarer wird. Gerade Mitarbeitende, die man bisher vielleicht nicht auf dem Radar hatte, liefern plötzlich starke Ergebnisse und übernehmen Verantwortung. Langsam trennt sich die Spreu vom Weizen.
Ich hoffe, dass genau dieses Engagement mit der neuen Strategie zukünftig gesehen, gefördert und entsprechend honoriert wird.


