Teil einer Vision/Versuch am lebenden Objekt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vision
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die relativ hohe Fluktuation über alle Ebenen und Bereiche hinweg, die man meinem Eindruck nach lieber in Kauf nimmt (wer kein Bock hat, mitzuziehen, wie's von oben runter diktiert wird, soll bitte einfach gehen), anstatt auf das oftmals immer wieder gleiche Feedback der Leaver zu reagieren. Am Ende führt das dazu, dass der Betrieb und vor allem das angestrebte Wachstum durch die fluktuationsbedingten, permanenten Themenübergaben (sowohl im Tagesgeschäft als auch bei Projekten), Einarbeitungen und vorübergehenden, ständig aus der Not geborenen Zwischenlösungen ziemlich ausgebremst und behindert werden. Da wird z.B. ein lang bekanntes Problem oder Projekt dann zum dritten Mal von einer hochmotivierten, neuen, externen Person wieder fast bei null gestartet, welches vermutlich aber schon längst gelöst wäre, wenn Person 1 und 2 nicht nach der Hälfte der Lösung mit Ankündigung unzufrieden gegangen wären.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation, Transparenz und Einbindung
Arbeitsatmosphäre
Sehr angenehem. Das Office bietet vom Barista über Bierkühlschränke, Kuschelecken, Kicker&Co bis zur Dachterasse alles, um eine super Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Kommunikation
Hauptsächlich top-down.
Für die bottom-up Kommunikation setzt man auf gleich mehrere, anonyme Sprachkanäle, die man befüllen kann bzw. soll. Man könnte aber auch genau so gut in eine Papiertüte reden und hätte meiner Meinung nach im Ergebnis denselben Effekt. Wobei, nicht ganz, über die anonymen Kanäle wird man meist höflich mit netten Floskeln im Stil "Danke für deine Nachricht, wir nehmen dein Anliegen sehr ernst bla bla" abgespeist. Diesen Service kann die Papiertüte zugegebenermaßen nicht bieten.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut bis freundschaftlich
Work-Life-Balance
Top! Alle Möglichkeiten gegeben, wer will kann zu 100% aus dem HomeOffice arbeiten, von der ganzen Welt aus, oder einfach seinen Bürotag nach Belieben gestalten. Im Zweifel wird auf private Belange Rücksicht genommen
Vorgesetztenverhalten
Großteils korrekt bis freundschaftlich, nach ganz oben hin wird absolute Loyalität erwartet und entsprechend belohnt. Kritik wird nicht gerne gehört.
Interessante Aufgaben
Kommt darauf an, wo man nach einer Restrukturierung hingesteckt wird. Man kann Glück oder Pech haben, eine interessante Aufgabe zugewiesen zu bekommen, jedenfalls hat man dabei recht wenig Mitspracherecht und wird über die top-down Entscheidung lediglich informiert. Es können auch Aufgaben und Rollen sein, für die man sich bei Einstellung nie beworben hat. Nicht wenige Verlassen dann das Unternehmen schnell wieder, wenn sie plötzlich etwas ganz anderes machen sollen, als zuvor ausgemacht. Wer interessante Aufgaben bekommt, der freut sich und bleibt, oder bleibt auch bei doofen Aufgaben und sitzt es einfach unmotiviert aus, weil die Work-Life-Benefits am Ende schon mega sind und überwiegen, sich dem Schicksal einfach zu beugen.
Gleichberechtigung
Im Moment leider im Umbau von einer diversen Struktur hin zu einer ziemlich Männer-dominierten Führungsriege (ausgenommen der obligatorischen "Quotenfrau" dazwischen), wie sie wohl auch in jedem alten Traditionsunternehmen zu finden wäre. Vielleicht ändert sich das aber auch recht bald wieder, da im regelmäßigen Turnus umstrukturiert wird.
Arbeitsbedingungen
Büro vom Feinsten, Technik funktioniert zum großen Teil auch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird durch das Produkt angestrebt
Gehalt/Benefits
gute Benefits
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kein wirkliches, professionelles, internes Karrieremanagement, um den internen Talenten echte Karrierepfade aufzuzeigen oder Weiterbildung anzubieten (ein paar Onlinekurse kann man zum Zeitvertreib durchklicken), weshalb kurzerhand meist externe Professionals gehired werden.

