Gute Arbeit – enttäuschendes Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv habe ich den kameradschaftlichen Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr erlebt. Viele Kolleginnen und Kollegen waren hilfsbereit, engagiert und haben sich gegenseitig unterstützt. Die Tätigkeit als Feuerwehrmann war abwechslungsreich, verantwortungsvoll und hat mir persönlich viel Freude bereitet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner persönlichen Erfahrung bestand Verbesserungsbedarf in der Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden. Kritik wurde aus meiner Sicht nicht ausreichend konkret oder nachvollziehbar angesprochen. Ich hätte mir bei Meinungsverschiedenheiten mehr persönliche Gespräche, klare Zielvereinbarungen und eine frühzeitige Konfliktlösung gewünscht. Der Umgang im Kündigungsverfahren empfand ich als belastend und hätte mir einen transparenteren sowie verhältnismäßigeren Umgang gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass bei Leistungs- oder Verhaltenskritik frühzeitig das persönliche Gespräch gesucht wird. Klare Zielvereinbarungen, nachvollziehbares Feedback und – sofern erforderlich – arbeitsrechtlich vorgesehene Schritte wie Abmahnungen sollten konsequent vor einer Kündigung genutzt werden. Viele Konflikte lassen sich dadurch wahrscheinlich frühzeitig lösen. Zudem halte ich einen offenen und wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden auch in schwierigen Situationen für wichtig.
Arbeitsatmosphäre
Ich war rund ein Jahr als Feuerwehrmann im Unternehmen beschäftigt.
Leider endete das Arbeitsverhältnis in einem Kündigungsschutzverfahren. Im Verlauf des Verfahrens wurden eine ordentliche und später eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen.
Das Verfahren wurde schließlich vor dem Arbeitsgericht durch einen Vergleich beendet. Im Kammertermin teilte das Gericht auf Antrag seine vorläufige Rechtsauffassung mit. Nach dieser Einschätzung wären beide Kündigungen unwirksam gewesen. Anschließend einigten sich die Parteien auf einen Vergleich mit einer Abfindung, einem guten qualifizierten Arbeitszeugnis und der Regelung, dass die im Zusammenhang mit den Kündigungen erhobenen Vorwürfe nicht aufrechterhalten werden.
Positiv hervorheben möchte ich die gute Zusammenarbeit mit vielen engagierten und kameradschaftlichen Kollegen. Auch die Tätigkeit selbst hat mir grundsätzlich Freude bereitet.
Kritisch sehe ich jedoch den Umgang mit mir als Mitarbeiter sowie den Verlauf des Kündigungsverfahrens. Aus meiner Sicht hätten viele Konflikte durch offene Kommunikation und verhältnismäßige Maßnahmen vermieden werden können.
Kommunikation
Kritik wird nicht klar kommuniziert, es werden Fehlverhalten angelastet die später vor Gericht nicht bestätigt werden können.
Kollegenzusammenhalt
Das war wirklich positiv. Untereinander haben wir uns gut verstanden.
Work-Life-Balance
Schichtdienst ist eben anspruchsvoll. Aber nicht explizit negativ.
Vorgesetztenverhalten
Die Zusammenarbeit im Alltag war für mich möglich, das Vorgehen im Kündigungsprozess bewertete das Gericht jedoch kritisch.
Interessante Aufgaben
Die Tätigkeit als Feuerwehrmann hat mir gefallen und ich wäre grundsätzlich gerne geblieben.
Gleichberechtigung
Dazu bleibe ich neutral.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Erfahrung. Neutral.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung oder Arbeitsbedingungen halte ich für guten Standard.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der soziale Umgang mit Mitarbeitenden in familiären Ausnahmesituationen hat mich enttäuscht. Dass meine geplante Elternzeit im Verfahren als negativer Gesichtspunkt thematisiert wurde, empfand ich als wenig familienfreundlich und wenig wertschätzend.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist üblich. Zahlungen kam immer pünktlich.
Image
Neutral – meine persönliche Erfahrung sollte nicht pauschal auf das gesamte Unternehmen übertragen werden.
Karriere/Weiterbildung
Nach meiner Ansicht stark wachsendes Unternehmen aber Infrastruktur und Anpassung laufen etwas hinterher.

