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FLYERALARM
Bewertung

High Hopes, Higher falls (and fails)

2,7
Nicht empfohlen
Ex-Führungskraft / ManagementHat im Bereich IT bei flyeralarm GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Sehr kollegialer Austausch untereinander. Ich habe hier Freunde gefunden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es scheint keinen transparenten und offiziell Prozess mit Beschwerden zu Führungskräften diverser Abteilungen zu geben. Anscheinend gibt es in dieser Firma ein Problem mit dem Verhalten einiger Führungskräfte im Management über diverse Abteilungen hinweg (siehe hierzu auch die anderen Bewertungen). Aber was schlimmer wiegt: Statt in den Diskurs und in die Klärung mit Mitarbeitern zu gehen wird gemauert, relativiert, Unwahrheit und Schmähkritik unterstellt , so auch auf dieser Plattform eben geschehen. Hier liefert meines Erachtens nach eine komplette HR Abteilung ein Armutszeugnis ab. Lieber "Deckel drauf" statt die Hand auszustrecken um Probleme gemeinsam anzugehen. Das ist wirklich schade.

Verbesserungsvorschläge

Mit der Garde "Altherren" in diversen Abteilungen aufräumen und ins Gericht gehen. Sensibilisierungstrainings mit Führungskräften zu Themen wie Sexismus und Rassismus und wie mit solchen Vorwürfen im Jahr 2021 umgegangen werden sollte. Eventuell gemeldete Vorfälle ernst nehmen und einen transparenten Feedbackprozess etablieren. Eine HR Abteilung an definierbaren und ableitbaren Kennzahlen ausrichten und dann auch messen. HR sollte sich als Support und Unterstützungsinstanz der Mitarbeiter sehen, versteht sich aber anscheinend als reines Kontrollgremium. Die Serie "Mad Men" lässt grüßen.

Arbeitsatmosphäre

Hier bin ich gespalten. Auf der einen Seite habe ich viel Förderung und Forderung erfahren, auf der anderen Seite wurde Dinge verlangt die schlicht nicht okay sind und in einem modernen Unternehmen nichts verloren haben.

Kommunikation

Das größte Manko. Während man mit seinen Mitarbeitern und Kollegen selbst regelmäßige Entwicklungsgespräche führt, hört diese Feedback Kultur im Management schlicht und ergreifend auf. Wenn man Eskalationen und Meetings zwischen Tür und Angel nicht mit einbezieht.

Kollegenzusammenhalt

Ich glaube hier nimmt sich eine Abteilung komplett selbst falsch wahr. Würde man die Kollegen fragen wäre die klare Antwort, dass (zumindest vor Corona) der Kollegenzusammenhalt "super, offen, transparent und total kollegial war". Dies mag für einzelne Teams stimmen aber im Big Picture: Nein. Die Teams sind mit Arbeit überfrachtet, jedes Team hat eine genaue Vorstellung oder Idee wie und warum etwas getan werden muss. Dies führt zu einer ständigen Abwehrhaltung bei neuen Themen/Ideen. Statt gemeinsam Probleme zu lösen wurden zwischen Teams und Abteilungen Gräben gezogen und Hoheitsgebiete definiert.

Work-Life-Balance

Hier bin ich hin und hergerissen. Auf dem Papier ist Flyeralarm altbacken und starr in der Arbeitsorganisation. Tatsächlich konnte ich meine Arbeit jedoch sehr flexibel gestalten. Dies ist jedoch einzelnen Führungskräften zu verdanken und kein systemischer Verdienst.

Vorgesetztenverhalten

Während viele hier auch auf Kununu das Verhalten von Vorgesetzten stark bemängeln muss ich hier widersprechen. Auf Nachfrage wurden mir Entscheidungen und Meinungen (fast) immer mitgeteilt und ich konnte meine Arbeit danach ausrichten. Der gute alte Einbezug der Mitarbeiter findet nicht statt. Dies ist (noch) nicht die DNA von Flyeralarm.

Interessante Aufgaben

Ich habe sehr viel gelernt. Also ja.

Gleichberechtigung

Absolut unterirdisch und erschreckend. Ich durfte Seminaren beiwohnen bei denen andere Führungskräfte sich aktiv erkundigt haben wie man schwangere Mitarbeiterinnen wieder los wird und ob andere Führungskräfte auch nett anzusehende Damen in der Abteilung hätten bzw. hier Schwerpunkte beim Einstellungsprozess legen. Hier hatte ich mich direkt bei HR beschwert. Ob das was gebracht hat weiß ich bis heute nicht.

Meetings in denen Frauen präsentiert haben wurden abschließend auch mal gerne kommentiert mit: "Hat die kleine Süße doch ganz gut gemacht".

Die Karriereentwicklung weiblicher Mitarbeiter wurde aktiv behindert. Zitat: "Ist eh bald schwanger"

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen genießen verdient oder unverdient einen hohen Bestandsschutz.

Arbeitsbedingungen

Einfach nicht für EntwicklerInnen geeignet. Alte Hardware ist eine Sache, aber hier wird nur auf Kosten geschaut: Billige Möbel, so wenig in Ausstattung investieren als irgend möglich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich glaube hier findet langsam ein Umdenken statt.

Gehalt/Sozialleistungen

Flyeralarm zahlt 30%-10% unter Markt. Es gibt angebliche Benchmarks von HR. Die sind über 2 Jahre alt und entsprachen damals schon nicht der Marktrealität and den unterschiedlichen Standorten.

Image

Kennt vermutlich kaum einer nördlich der Bayerischen Grenze ;)

Karriere/Weiterbildung

Vor Corona wirklich gut und ein absoluter Pluspunkt. Man hat versucht Corona auszusitzen und alles heruntergefahren. Das rächt sich nun massiv,

Arbeitgeber-Kommentar

Human Resources-Team

Liebe ehemalige Mitarbeiterin,
lieber ehemalige Mitarbeiter,

vielen Dank für Deine Bewertung.

Bei einigen Punkten widersprechen wir vehement und distanzieren uns davon aufs Schärfste: Themen wie Rassismus und Sexismus und dass wir als HR nichts unternehmen - das ist defacto nicht richtig. Wenn uns Beschwerden erreichen, gehen wir diesen nach. Darauf können Abmahnung oder gar andere disziplinarische Maßnahmen erfolgen. Natürlich kommunizieren wir dies nicht an die Öffentlichkeit bzw. an Kolleg*innen, da wir gesetzlich verpflichtet sind, etwaige von solchen Maßnahmen betroffene Mitarbeiter*innen zu schützen.

Des Weiteren beschäftigen wir viele Frauen – darunter viele Mütter – in Leitungs– und Führungspositionen und versuchen immer, das Bestmögliche - in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf – zu ermöglichen. Wenn es in der Vergangenheit zu abwertenden Kommentaren von anderen Mitarbeitern*innen oder Führungskräften kam, hat das jedoch rein gar nichts mit uns als HR und der allgemeinen Kultur und Philosophie von FLYERALARM zu tun. Wir weisen deutlich daraufhin, dass die Führungsebene in HR weiblich und in Teilen von Müttern besetzt ist – dass widerlegt klar die Behauptung, es würde bei uns als Arbeitgeber nicht auf Mütter eingegangen. Schon gar nicht, wird alleine aufgrund des Wunsches ein Kind zu bekommen, der Weg in eine Führungsposition verweigert. Im Gegenteil: Junge Mütter sind oftmals sehr engagiert, sehr organisiert und mit viel Freude an der Arbeit. Dies wissen wir als Arbeitgeber in hohem Maße zu schätzen und es macht uns auch stolz, eine solche Kultur und Vielseitigkeit leben zu können.

Weiter solltest Du auch wissen, dass wir über 70 Nationalitäten bei uns beschäftigen und auch Flüchtlingen – ob gelernt oder ungelernt – eine Chance geben, um sie bei ihrem Neustart in Deutschland zu unterstützen. Zudem unterstützen wir Sprachkurse, finanzieren solche auch für Mitarbeiter*innen und richten gar die Arbeitszeiten und Schichtsysteme hieran aus.

Und zum Schluss möchten wir noch erwähnen, dass wir uns genau so sehen und genauso agieren: als unterstützende Instanz für Euch als Mitarbeiter*innen. Wir möchten immer das Beste für Euch rausholen. Schade, dass Du eine andere Meinung hast. Aber dann war es wahrscheinlich unvermeidbar, dass sich unsere Wege trennen.

Wir wünschen Dir für Deine private und berufliche Zukunft alles Gute.

Human Relations