Sinnvolle Aufgaben, aber wenig Spielraum und eine problematische Führungskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die tarifliche und zuverlässige Bezahlung sowie die flexiblen Arbeitszeitregelungen. Mobiles Arbeiten, Gleitzeit und das Ansparen von Arbeitszeit für längere Auszeiten erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch die grundsätzlich sinnvollen Aufgaben im sozialen Bereich schätze ich – sie kommen im Arbeitsalltag allerdings häufig zu kurz und bräuchten mehr Handlungsspielraum.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die ausgeprägten Hierarchien, das wenig wertschätzende Führungsverhalten und ein Klima, das offenen Austausch und Kritik erschwert. Bürokratie, schlecht koordinierte Veränderungen und mangelnde Beteiligung lassen zu wenig Raum für die eigentliche Arbeit. Fachliche Kompetenz und die Perspektiven der Mitarbeitenden finden aus meiner Sicht zu wenig Gehör.
Verbesserungsvorschläge
Führung stärker an fachlicher Kompetenz, respektvollem Umgang und Verantwortung für Mitarbeitende ausrichten. Kritik ernst nehmen und Beschäftigte an Entscheidungen beteiligen. Informationen verlässlich weitergeben, Bürokratie und Besprechungen reduzieren sowie Veränderungen besser koordinieren. Weiterbildung transparent und unabhängig vom Wohlwollen einzelner Vorgesetzter ermöglichen. Den Beschäftigten mehr Zeit und Handlungsspielraum für ihre eigentlichen Aufgaben geben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre erlebe ich insbesondere auf Leitungsebene als von Konkurrenzdenken und ausgeprägten Hierarchien geprägt. Aus meiner Sicht fehlt es häufig an fachlicher Kompetenz und gemeinsamer Lösungsorientierung. Statt Herausforderungen konstruktiv anzugehen, werden Konflikte untereinander ausgetragen und Druck an Mitarbeitende weitergegeben. Beteiligung und Mitgestaltung kommen dabei zu kurz.
Image
Intern erlebe ich viel Unzufriedenheit, mit der sich viele offenbar arrangiert haben. Auch in der Hamburger Trägerlandschaft nehme ich das Image von F&W eher kritisch wahr: als Unternehmen, das politische Vorgaben umsetzt und dabei wenig eigenständiges sozialpolitisches Profil zeigt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance gehört für mich zu den wenigen Pluspunkten des Arbeitgebers. Relativ großzügige Arbeitszeitregelungen und die Möglichkeit, Arbeitszeit für längere Auszeiten anzusparen, bieten gute Voraussetzungen, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung hängt stark von der jeweiligen Führungskraft ab, die internen Karrieremöglichkeiten sind begrenzt. Das aus meiner Sicht schlechte Image von F&W kann zudem den Wechsel zu anderen Arbeitgebern erschweren.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung erfolgt nach Tarif, das Gehalt kommt zuverlässig und pünktlich. Darüber hinaus gibt es eher wenige zusätzliche Benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein werden als wichtige Themen erkannt. Die Maßnahmen wirken jedoch häufig punktuell und wenig wirksam. Die entscheidenden strukturellen Stellschrauben werden aus meiner Sicht zu wenig angegangen.
Kollegenzusammenhalt
Den Zusammenhalt im Kollegium erlebe ich als gering. Aus meiner Sicht herrscht ein Klima der Angst, das gegenseitige Unterstützung und offenen Austausch erschwert. Dazu trägt bei, dass als unbequem wahrgenommene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen mussten oder durch Führungskräfte ausgegrenzt und unter Druck gesetzt werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten erlebe ich als stark auf die Zustimmung höherer Hierarchieebenen und die Einhaltung bürokratischer Vorgaben ausgerichtet. Fachliche Kompetenz, eigenständige Entscheidungen und Verantwortung für die Mitarbeitenden kommen aus meiner Sicht dabei häufig zu kurz.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung wird modernisiert, und es tut sich einiges. Viele Veränderungen laufen allerdings gleichzeitig und wirken wenig aufeinander abgestimmt. Insgesamt sind die Arbeitsbedingungen dennoch in Ordnung.
Kommunikation
Die Kommunikation erlebe ich häufig als wenig wertschätzend und lückenhaft. Wichtige Informationen werden nicht zuverlässig weitergegeben oder gehen im Arbeitsalltag unter. Auch der Umgangston ist aus meiner Sicht teilweise unangemessen und respektlos.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten interessant und sinnvoll sein. Allerdings nehmen endlose Besprechungen, praxisferne Vorgaben und bürokratische Pflichten viel Raum ein. Für die eigentlichen Aufgaben bleibt dadurch häufig zu wenig Zeit.