Starker Kollegenzusammenhalt und gute Konditionen - deutlicher Nachholbedarf bei Führung und Entwicklung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv waren der starke Kollegenzusammenhalt, die gute Vergütung, die tariflichen Leistungen, die umfangreichen Freizeitregelungen und der Höhe Stellenwert der Arbeitssicherheit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ waren für mich vor allem die fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte, kaum vorhandene Entwicklungs- und Karriereperspektiven, teilweise intransparente Personalentscheidungen sowie zu geringe Investitionen in moderne Technik und eine überzeugende Zukunftsausrichtung.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungskultur sollte stärker auf Wertschätzung, regelmäßiges Feedback und verlässliche Kommunikation ausgerichtet werden. Wichtig wären außerdem transparente, qualifikationsbezogene Karriereentscheidungen, individuelle Entwicklungspläne, mehr Investitionen in moderne Arbeitsplätze und eine langfristig tragfähige Produkt- und Standortstrategie.
Arbeitsatmosphäre
Im direkten Kollegenkreis war die Atmosphäre überwiegend gut. Fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte, unklare Perspektiven und die schwierige Situation der letzten Jahre haben das Arbeitsklima jedoch belastet.
Image
Das Image hat sich aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Bei Produktstrategie, Bezahlbarkeit der Fahrzeuge und Zukunftsausrichtung wurde zu wenig auf die Bedürfnisse durchschnittlicher Kunden und die vorhandene Infrastruktur eingegangen.
Work-Life-Balance
Durch die geregelte Tagschicht und die umfangreichen Freizeitregelungen war dir Work-Life-Balance sehr gut. Neben 30 Urlaubstagen gab es 15 Freischichten und weitere tariflich vereinbarte freie Tage.
Karriere/Weiterbildung
Es gab einzelne fachliche Schulungen und vorgeschriebene Lehrgänge. Eine systematische persönliche Entwicklung, regelmäßige Karrieregespräche oder konkrete Förderung durch Vorgesetzte habe ich jedoch kaum erlebt; auch nach mehreren internen Bewertungen blieben die Entscheidungen für mich wenig nachvollziehbar.
Gehalt/Benefits
Vergütung, tarifliche Leistungen und betriebliche Zusatzangebote waren sehr gut. Dazu gehörten unter anderem betriebliche Altersvorsorge, Betriebsarzt, Gesundheitsmaßnahmen, Kantine, Parkplatz und eine gute Verkehrsanbindung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab Umwelt- und Sozialprojekte, deren Umfang und Wirkung aus meiner Sicht begrenzt waren. Hier hätte ein so großer Arbeitgeber deutlich mehr Möglichkeiten konsequent nutzen können.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war hervorragend. Gerade während der Krisenjahre ab 2018 und bis zum Produktionsende 2025 haben wir sehr zuverlässig zusammengearbeitet und uns gegenseitig unterstützt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Beschäftigte wurden im Arbeitsalltag grundsätzlich respektiert. Bei Weiterbildung, beruflicher Entwicklung und Karrierechancen hatte ich jedoch den Eindruck, dass jüngere Beschäftigte deutlich stärker gefördert wurden.
Vorgesetztenverhalten
Über weite Strecken meiner langjährigen Betriebszugehörigkeit fehlten mir Anerkennung, Unterstützung und konstruktives Feedback. Regelmäßige Entwicklungs- und Karrieregespräche sowie konkrete Perspektiven fanden kaum statt.
Arbeitsbedingungen
Arbeitssicherheit und betriebliche Standards waren insgesamt gut. Teilweise waren technische Anlagen, Büroausstattung und Mobiliar jedoch veraltet; außerdem fehlten an verschiedenen Arbeitsplätzen wirksame Klimaanlagen.
Kommunikation
Die Kommunikation funktionierte teilweise gut, bei wichtigen Themen jedoch oft verspätet, unvollständig oder gar nicht. Von Vorgesetzten fehlten häufig klare Informationen, Rückmeldungen und nachvollziehbare Entscheidungen.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich würde Gleichberechtigung im Unternehmen berücksichtigt. Personal- und Karriereentscheidungen waren für mich jedoch nicht immer transparent oder eindeutig anhand von Qualifikation und Leistung nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
In der Instandhaltung und Werktechnik gab es anfangs interessante Aufgaben, etwas beim Anlagenaufbau und bei technischen Verbesserungen. Später wurden Modernisierungen und neue Projekte zunehmend reduziert, wodurch die Tätigkeit für mich als Ingenieur weniger abwechslungsreich wurde.