Gutes Gehalt, aber Einschränkungen durch Micromanagement und schwierige Arbeitsatmosphäre
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gehalt
- Teamevents
- Homeoffice
- einzelne, sehr nette Kolleg:innen im Backoffice sowie Berater:innen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Arbeitsklima
- Micromanagement der Geschäftsführung
- Das Arbeitspensum empfand ich als zu hoch bei zu wenigen Mitarbeiter:innen
- Einige der Geschäftspraktiken empfand ich als fragwürdig
Verbesserungsvorschläge
- Unnötige Reportings reduzieren: Die Informationen können ohnehin im System oder in einzelnen Dateien selbstständig aufgerufen werden
- Arbeitszeiterfassung einführen, auch um Überstunden für die Geschäftsführung nachvollziehbar erfassen zu können
- Systeme aufräumen und Informationen, die nicht für alle Mitarbeiter:innen bestimmt sind, entsprechend entfernen oder anders schützen
- Kommunikationsetikette im Chat anpassen, den Ton respektvoller und professioneller gestalten
- Kommentare und Feedback der Mitarbeiter:innen ernst nehmen, insbesondere bezüglich Unterbesetzungen und die daraus entstehende Überlastung
- Wieder ein wenig bodenständiger werden
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner persönlichen Sicht war die Arbeitsatmosphäre im Backoffice überwiegend angespannt. Ich hatte den Eindruck, dass der Umgangston – insbesondere vonseiten der Geschäftsführung, aber auch einzelner anderer Mitarbeiter:innen – häufig schroff und wenig wertschätzend war. Das wirkte sich aus meiner Sicht spürbar negativ auf das allgemeine Betriebsklima aus.
Als besonders belastend empfand ich einzelne Beiträge in internen Chats, in denen meiner Ansicht nach ein respektloser Ton gegenüber Berater:innen oder z.B. deren Stundensätzen angeschlagen wurde. Das erschien mir wenig professionell und hat für mein Empfinden den Teamgeist eher geschwächt als gestärkt.
Die Atmosphäre habe ich insgesamt als stark kontrollierend erlebt. Entscheidungen wurden aus meiner Sicht oft sehr kleinteilig vorgegeben, was bei mir den Eindruck eines geringen Vertrauens in die eigene Arbeitsweise hinterließ.
Ich persönlich habe aber auch einige sehr engagierte und freundliche Kolleg:innen im Backoffice erlebt, die sich nach meinem Eindruck bemüht haben, eine positivere Atmosphäre zu schaffen.
Wie die Situation für Berater:innen im Außeneinsatz ist, kann ich nicht beurteilen.
Work-Life-Balance
In meiner persönlichen Erfahrung reichte die vertraglich festgelegte 40-Stunden-Woche häufig nicht aus, um das tägliche Arbeitspensum vollständig zu bewältigen. Die Arbeitsauslastung empfand ich die meiste Zeit als sehr hoch, was aus meiner Sicht auch mit personellen Engpässen und einer spürbaren Fluktuation in den Teams zusammenhing. Ein Prozess für Überstundenausgleich war mir nicht bekannt.
Wenn ich in meiner Zeit im Unternehmen Rückmeldungen zur Belastung gegeben habe, hatte ich den Eindruck, dass diese auf wenig Gehör stießen. Teilweise empfand ich die Reaktionen seitens der Geschäftsführung sogar als feindselig, ablehnend und wenig offen für konstruktiven Dialog.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein Weiterbildungsbudget
Gehalt/Benefits
Hier gibt es nichts zu meckern. Alles top.
Kollegenzusammenhalt
Das ist stark von dem Bereich abhängig. Ein paar kleinere, länger bestehende Teams haben einen harmonischeren Eindruck gemacht. Spannungen habe ich aber überall wahrgenommen.
Vorgesetztenverhalten
Es gab in meiner Zeit im Unternehmen Vorgesetzte, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mühe gegeben haben, Konflikte im Team zu erkennen und anzugehen. Diese Führungskräfte zeigten Engagement und versuchten, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass die Möglichkeiten der Führungskräfte, auf das Team einzugehen und Entscheidungen eigenständig zu treffen, stark begrenzt waren.
Die Geschäftsführung schritt in vielen Fällen stark in die Prozesse ein, was teilweise zu einem starken Micromanagement führte.
Kommunikation
Könnte deutlich verbessert werden. Es gab aber bereits Ansätze, die interne Kommunikation zu verbessern.
Interessante Aufgaben
Interessant war die Vielzahl an unterschiedlichen Lebensläufen der Berater:innen. Obwohl es wahrscheinlich eine übliche Praxis im Beratungsgeschäft ist, empfand ich es persönlich als fragwürdig, wie die Lebensläufe häufig in enger Absprache mit den Berater:innen angepasst wurden, um besser zu den Anforderungen der Kunden zu passen. Auch wenn solche Anpassungen in der Branche gängig sind, hatte ich den Eindruck, dass die tatsächliche Expertise in einigen Fällen nicht immer in vollem Umfang widergespiegelt wurde

