Von mangelnder Abstimmung bis zur Kündigung: enttäuschende Betreuung meiner Abschlussarbeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ in Erinnerung geblieben sind mir die aus meiner Sicht mangelnde Vorbereitung auf meine Abschlussarbeit, die unklare Kommunikation und die fehlende Abstimmung zwischen den beteiligten Personen.
Ich hatte zunehmend das Gefühl, dass keine ernsthafte Perspektive für eine erfolgreiche Fortführung meiner Abschlussarbeit geschaffen wurde. Besonders enttäuschend war für mich der Umgang mit einer Situation, die für mich persönlich erhebliche Auswirkungen auf meinen weiteren Studien- und Berufsweg jetzt hat.
Verbesserungsvorschläge
Wer Abschlussarbeiten anbietet, sollte sich aus meiner Sicht im Vorfeld darüber im Klaren sein, welche Verantwortung damit verbunden ist. Dazu gehören eine vorbereitete Betreuung, klare Ansprechpartner, eindeutige Zuständigkeiten und eine abgestimmte Vorstellung davon, wie die Abschlussarbeit durchgeführt werden soll.
Probleme sollten frühzeitig und offen angesprochen werden. Statt Studierenden erst spät das Gefühl zu vermitteln, dass eine Fortführung nicht mehr gewünscht oder sinnvoll sei, sollte gemeinsam nach konkreten Lösungen gesucht werden.
Auch die interne Abstimmung zwischen den beteiligten Personen sollte deutlich verbessert werden. Als Studierender sollte man nicht bereits beim ersten Gespräch den Eindruck bekommen, dass noch grundlegende Fragen zur eigenen Betreuung offen sind.
Darüber hinaus sollten aus meiner Sicht auch die Arbeitsbedingungen in den Büroräumen verbessert werden. Bei Raumtemperaturen von über 30 Grad ist konzentriertes Arbeiten über einen vollständigen Arbeitstag für mich nur sehr eingeschränkt möglich. Hier wären geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas sinnvoll.
Vor allem würde ich mir wünschen, dass stärker berücksichtigt wird, welche Auswirkungen Entscheidungen rund um eine Abschlussarbeit auf den Studienabschluss und die weitere berufliche Zukunft eines Studierenden haben können.
Arbeitsatmosphäre
Mein erster Eindruck war leider alles andere als positiv. Bereits beim ersten Gespräch hatte ich das Gefühl, dass auf meine Abschlussarbeit und meine Betreuung nur unzureichend vorbereitet worden war. Die Situation wirkte auf mich unkoordiniert und wenig professionell.
Besonders irritierend war für mich, dass eine der beteiligten Personen offen äußerte, sie habe den Termin beziehungsweise mein Kommen vor sich hergeschoben. Eine solche Aussage direkt zu Beginn vermittelt einem als Studierenden nicht gerade das Gefühl, willkommen zu sein oder dass der eigenen Abschlussarbeit eine besondere Bedeutung beigemessen wird.
Im weiteren Verlauf verstärkte sich bei mir der Eindruck einer wenig wertschätzenden Atmosphäre. Gerade von einem Unternehmen, das Abschlussarbeiten anbietet, hätte ich einen deutlich professionelleren und verantwortungsvolleren Umgang mit Studierenden erwartet.
Kollegenzusammenhalt
Den allgemeinen Kollegenzusammenhalt im Unternehmen kann ich aufgrund meiner kurzen Zeit dort nicht seriös beurteilen.
Was ich allerdings beurteilen kann, ist die Abstimmung der an meiner Abschlussarbeit beteiligten Personen. Diese wirkte auf mich bereits beim ersten Gespräch unzureichend. Ich hatte nicht den Eindruck, dass im Vorfeld ein gemeinsames und klares Vorgehen für meine Betreuung festgelegt worden war.
Gerade wenn mehrere Personen an der Betreuung eines Studierenden beteiligt sind, sollte aus meiner Sicht vorher geklärt sein, wer welche Verantwortung übernimmt und wie die Abschlussarbeit konkret begleitet werden soll. Diese Struktur konnte ich in meinem Fall nicht erkennen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der für meine Betreuung verantwortlichen Personen habe ich als wenig professionell und enttäuschend erlebt.
Bei mir entstand zunehmend der Eindruck, dass nicht ernsthaft versucht wurde, gemeinsam eine tragfähige Lösung für die Fortführung meiner Abschlussarbeit zu finden. Statt Unterstützung, Orientierung und einer klaren Perspektive hatte ich letztendlich das Gefühl, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr wirklich gewollt war.
Nachdem mir vermittelt worden war, dass eine Fortführung der Abschlussarbeit unter den gegebenen Umständen keinen Sinn mehr habe, habe ich noch am selben Tag selbst gekündigt. Unter diesen Voraussetzungen sah ich für mich keine sinnvolle Grundlage mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstand bei mir der deutliche Eindruck, dass die Zusammenarbeit andernfalls ohnehin zeitnah beendet worden wäre.
Besonders enttäuschend finde ich, dass die möglichen Konsequenzen eines solchen Vorgehens für mich als Studierenden aus meiner Sicht kaum eine erkennbare Rolle spielten.
Kommunikation
Die Kommunikation habe ich als unstrukturiert, unklar und teilweise sehr enttäuschend erlebt.
Bereits beim ersten gemeinsamen Gespräch entstand bei mir der Eindruck, dass zwischen den beteiligten Personen keine klare Abstimmung darüber bestand, wie die Abschlussarbeit konkret begonnen und betreut werden sollte. Mir fehlten klare Erwartungen, ein erkennbarer Ablauf und eine verbindliche Perspektive für das weitere Vorgehen.
Besonders kritisch empfand ich, dass mir später in einem Gespräch eher durch die Blume vermittelt wurde, dass eine Fortführung meiner Abschlussarbeit in diesem Rahmen keinen Sinn mehr habe.
Bei einem Thema, das für einen Studierenden unmittelbar mit dem Studienabschluss und der weiteren beruflichen Zukunft verbunden ist, halte ich eine derart unklare Kommunikation für äußerst problematisch. Ich hätte erwartet, dass Schwierigkeiten offen angesprochen und gemeinsam Lösungen gesucht werden, bevor die gesamte Abschlussarbeit infrage gestellt wird.
Interessante Aufgaben
Das Thema der Abschlussarbeit selbst fand ich sehr interessant. Andernfalls hätte ich mich schließlich nicht darauf beworben. Ich war motiviert, mich intensiv damit auseinanderzusetzen und die Arbeit erfolgreich durchzuführen.
Umso enttäuschender ist für mich, dass es letztendlich nicht an meinem Interesse am Thema, sondern an den Rahmenbedingungen und der aus meiner Sicht unzureichenden Betreuung gescheitert ist.
Das fachliche Thema würde ich deshalb weiterhin positiv bewerten. Die Organisation und Betreuung rund um die Abschlussarbeit leider eindeutig nicht.
Gerade weil das Thema fachlich interessant war, bleibt bei mir am Ende vor allem der Eindruck zurück, dass aus einer grundsätzlich guten Möglichkeit durch mangelnde Vorbereitung, unklare Kommunikation und fehlende Unterstützung eine sehr negative Erfahrung geworden ist.


