1 Mitarbeiter:innen, die bei Franz Wulbusch eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 1,8 von 5 Punkten.
Der Arbeitgeber wurde in dieser Bewertung nicht weiterempfohlen.
Ausbildung im Kfz-Bereich mit dauerhaft angespanntem Arbeitsklima und schwierigen Arbeitsbedingungen
1,8
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat 2019 eine Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker im Bereich Produktion in Melle abgeschlossen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die 38-Stunden-Woche und dass man sein Auto kostenlos waschen konnte, was hinterher allerdings auch generell untersagt wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgangston bestand größtenteils nur aus Geschrei. Das Unternehmen befand sich dauerhaft in einer Abwärtsspirale: Mitarbeiter kündigten, dadurch wurde die Arbeit für die verbleibenden Kollegen immer mehr, der Chef schrie noch häufiger und daraufhin kündigten die nächsten Mitarbeiter ebenfalls – und so ging es immer weiter.
Ich war froh, als ich die Ausbildung beendet hatte.
Verbesserungsvorschläge
Ich habe gehört, dass das Unternehmen wohl verkauft wurde und ein neuer Besitzer den Laden im Jahr 2027 übernehmen soll.
Arbeitsatmosphäre
Das Betriebsklima war sehr schlecht. Jeder hatte einen Hass auf den Chef und umgekehrt genauso. Es wurde viel geschrien und ständig haben Mitarbeiter gekündigt.
Nach 3,5 Jahren hatte man bereits das Gefühl, zu den „Alten“ zu gehören, weil viele andere vorher gegangen sind und ständig neue Mitarbeiter kamen, die oft ebenfalls nur einige Monate geblieben sind.
Der Chef, die Meister und auch die Gesellen haben einen deutlich spüren lassen, dass „Lehrjahre keine Herrenjahre sind“. Vielleicht gehört ein gewisser Teil davon in manchen Betrieben dazu, hier wurde es allerdings meiner Meinung nach völlig übertrieben.
Teilweise wurde von Mitarbeitern und Meistern in die eigene Tasche gearbeitet – sei es durch verschwundenen Kraftstoff oder durch Ersatzteile, die Kunden angedreht wurden, damit die alten Teile anschließend privat irgendwo verbaut werden konnten.
Karrierechancen
Nach diesen Erfahrungen kam eine weitere Zusammenarbeit für mich nicht mehr infrage. Ich habe auf meinen letzten Arbeitstag regelrecht hingefiebert.
Es gab ein Gespräch mit der Geschäftsführung über meinen Verbleib in der Firma. Nachdem ich meine Absichten mitgeteilt hatte, wurde der Chef sehr ausfällig und meinte, dass er betrogen worden sei, da eine Ausbildung für ihn und den Betrieb – insbesondere durch die von der IHK vorgeschriebenen Lehrgänge – seiner Meinung nach extrem teuer sei.
Arbeitszeiten
Alle vier Wochen Spätschicht und jeden zweiten Samstag arbeiten – bei einer 38-Stunden-Woche. Bei der örtlichen Kirmes gab es montags ab Mittag einen halben Tag frei. Überstunden sammelten sich ebenfalls einige an, die zum Unverständnis des Chefs abgefeiert wurden.
Ausbildungsvergütung
Lag im Mittelfeld. Es gab Urlaubsgeld. Das Geld kam teilweise nicht pünktlich, war aber wohl ein Fehler von der Bank. Weihnachtsgeld wurde komplett gestrichen, da der Chef dies für alle so angeordnet hatte. Ich weiß nicht, ob es mittlerweile wieder etwas gibt.
Die Ausbilder
In den ersten Monaten meiner Ausbildung hatte ich noch einen Ausbilder. Danach hat dieser gekündigt und es wurde für ca. ein Jahr kein neuer Ausbilder ernannt. In dieser Zeit war niemand richtig für uns zuständig. Es wurde sich sogar geweigert, die Berichtshefte zu unterschreiben.
Irgendwann gab es dann einen neuen Ausbilder. Die Berichtshefte für die Zwischenprüfung wurden jedoch erst am Abend davor unterschrieben, obwohl bereits drei Wochen vorher darauf hingewiesen wurde.
Die Berichtshefte für die Gesellenprüfung wurden schließlich von der Personalabteilung unterschrieben, obwohl diese dazu eigentlich nicht berechtigt war. Dies ist jedoch nicht aufgefallen.
Außerdem haben die Meister häufig herumgeschrien und den Azubis sowie auch den Gesellen beleidigende oder unterirdische Spitznamen gegeben. Das Anschreien gehörte dort zur Tagesordnung.
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ ist dort das Motto und dieser Satz wird auch häufig so gesagt.
Spaßfaktor
An manchen Tagen war es in Ordnung, aber an vielen anderen Tagen ist man bereits mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen und hatte diese dort auch weiterhin.
Aufgaben/Tätigkeiten
Azubis sind dort hauptsächlich für niedrige Tätigkeiten zuständig, wie fegen, schrubben, aufräumen oder Arbeiten an der Waschanlage – oft unter Aufsicht des cholerischen Chefs. Vielleicht etwa 50 % Schraubarbeiten oder ähnliche ausbildungsnahe Tätigkeiten und 50 % ausbildungsfremde Tätigkeiten. Von den Meistern wurde nichts geplant; die Gesellen haben sich die Azubis selbst ausgesucht.
Variation
War vorhanden und es ging mal mit Abschleppen. Ab dem zweiten Lehrjahr gab es auch eine eigene Werkzeugkiste.
Respekt
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Vielleicht ist ein gewisser Umgang damit in manchen Betrieben normal, hier wurde es jedoch deutlich übertrieben. Es ist normal, dass Azubis günstige Arbeitskräfte sind – so funktioniert das System –, aber hier wurde man nur darauf reduziert.
Basierend auf 1 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Azubis wird Franz Wulbusch durchschnittlich mit 1.9 von 5 Punkten bewertet. 0 der Bewertenden würden Franz Wulbusch als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Basierend auf 1 Bewertungen schätzen die Auszubildenden besonders die Faktoren Kollegenzusammenhalt an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Azubis auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 1 Bewertungen sind Auszubildende der Meinung, dass sich Franz Wulbusch als Arbeitgeber vor allem im Bereich Vorgesetztenverhalten noch verbessern kann.