Kein Logo hinterlegt

Fraunhofer-Gesellschaft
Bewertung

Ein Arbeitgeber im Wandel – leider nicht zum Positiven

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Finanzen / Controlling bei Fraunhofer EMFT in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Großzügige Home-Office-Regelung, weitestgehend flexible Arbeitszeitgestaltung

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Führungskultur entsprach nicht dem, was Mitarbeitende motiviert oder langfristig bindet. In meinem Bereich war die Fluktuation auffallend hoch. Einige Führungskräfte erschienen unzureichend qualifiziert und zeigten wenig Initiative oder Entschlossenheit, offensichtliche Probleme zeitnah und gegebenenfalls auch unkonventionell zu lösen. Zudem vermisste ich eine strategische Perspektive in der Personalpolitik. Wertschätzung für geleistete Arbeit – insbesondere in Form von klar erkennbarem Dank, etwa im Arbeitszeugnis – war nicht selbstverständlich.

Verbesserungsvorschläge

- Investition in Führungskräfteentwicklung und Mitarbeiterbindung.
- Stärkere Einbindung der Mitarbeitenden. Bestehende Strukturen und Prozesse sollten regelmäßig hinterfragt und – idealerweise in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden – effizienter gestaltet werden, anstatt Entscheidungen im Alleingang zu treffen.
- Eine offen gelebte Fehlerkultur sowie die Bereitschaft, konstruktive Diskussionen zuzulassen, könnten zu einem produktiveren und vertrauensvolleren Arbeitsumfeld beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Im Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herrschte eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Innerhalb des Teams kam es jedoch immer wieder zu Spannungen und Problemen im Miteinander.

Image

Das Image der Fraunhofer-Gesellschaft stützt sich nach wie vor stark auf frühere Erfolge. Durch die Entscheidungen und das Verhalten der vorherigen Vorstandsriege hat es jedoch erheblich an Ansehen verloren. Eine spürbare Verbesserung ist mittelfristig nicht absehbar.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance war nicht gegeben, da die Arbeitsbelastung durchgehend sehr hoch war. Überstunden konnten nur in begrenztem Umfang durch Freizeit ausgeglichen werden, und bestehende Teilzeitvereinbarungen ließen sich häufig nur eingeschränkt einhalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein waren im Unternehmen grundsätzlich vorhanden und erkennbar verankert.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeiten zur Weiterbildung hängen stark von individuellen Umständen ab. Grundsätzlich wurde Weiterbildung am Institut eher zurückhaltend gehandhabt. Genehmigte Fort- und Weiterbildungen konnten auf Grund der hohen Arbeitsbelastung in der Praxis nur schwer wahrgenommen werden.

Kollegenzusammenhalt

Ein durchgängiger Kollegenzusammenhalt war nicht immer gegeben, da einzelne Mitarbeitende ihre eigenen Interessen über die des Teams stellten.

Vorgesetztenverhalten

Die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden wurde nicht ausreichend wahrgenommen. Es fehlte an erkennbaren Bemühungen und konkreten Ideen, um die bestehende Arbeitsbelastung langfristig zu reduzieren. Zudem sollten die Führungskompetenzen sowie die Kritikfähigkeit der Vorgesetzten gezielt weiterentwickelt werden. Dazu wäre eine gleichberechtigte und faire Behandlung aller Mitarbeitenden ein wünschenswertes Ziel.

Arbeitsbedingungen

Technische Ausstattung war gut, technischer Support könnte besser sein

Kommunikation

Während die Kommunikation in bestimmten Bereichen gut funktionierte, zeigte sich in anderen ein klarer Bedarf an mehr Transparenz und Abstimmung.

Gehalt/Benefits

TVÖD, Job- bzw. Deutschlandticket wurde teilweise bezuschusst

Gleichberechtigung

Die gelebte Gleichberechtigung war abhängig davon ab, wie „gleich“ die Mitarbeitenden wahrgenommen wurden.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich vielfältig und abwechslungsreich, allerdings fehlte bei einigen Tätigkeiten erkennbarer Sinn oder Mehrwert.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Lieber/r ehemalige/r Kolleg*in,

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen bei Fraunhofer EMFT zu teilen. Wir schätzen Ihr ehrliches und differenziertes Feedback. Wir freuen uns sehr, dass Sie die großzügige Homeoffice-Regelung und die flexible Arbeitszeitgestaltung positiv hervorheben – beides sind Aspekte, die uns besonders am Herzen liegen, um unseren Mitarbeitenden ein modernes und eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen.

Gleichzeitig bedauern wir, dass Sie mit einigen Rahmenbedingungen – insbesondere in Bezug auf Führung, Kommunikation, Entscheidungsprozesse und Perspektiven – nicht zufrieden waren. Diese Themen sind uns sehr wichtig und wir wissen, dass sie entscheidend für Motivation und langfristige Zufriedenheit sind. Ihre Hinweise dazu helfen uns, weiter an unseren Strukturen zu arbeiten und Verbesserungen gezielt umzusetzen.
Um ihre Punkte noch besser zu verstehen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie bereit wären, Ihre Erfahrungen in einem persönlichen Austausch mit uns zu teilen. So können wir Ihre Anregungen noch besser verstehen und in unsere Weiterentwicklung einfließen lassen. Sie erreichen uns dafür unter contact@emft.fraunhofer.de.

Nochmals vielen Dank für Ihr ehrliches Feedback und Ihre Zeit. Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Viele Grüße
das Personal-Team des Fraunhofer EMFT

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.