Kein Logo hinterlegt

Fraunhofer-Gesellschaft
Bewertung

Es ist nicht alles Gold was glänzt

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Forschung / Entwicklung bei Fraunhofer IPA in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man ist bei Akquisethemen recht frei. Solange man finanziert ist bzw. Fördergelder reinbringt, hat man recht viel Freiheit im Job.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Fluktuation der Mitarbeitenden ist sehr hoch und damit wirbt das Fraunhofer. Sie sehen sich als Sprungbrett zur Industrie. Man merkt, dass Fraunhofer kein Interesse daran hat Mitarbeitende lange zu halten. In der kurzen Zeit, die man dort ist, soll man alles geben und maximal performen. Die finanzielle Verantwortung durch Einholen von Projektgeldern wird komplett auf die wissenschaflichen Mitarbeitenden abgewälzt. Steigen die Gemeinkosten, soll mehr Geld akquiriert werden. Es sollen Projektgelder für Akquisetätigkeiten genutzt werden. Diese sind aber eigentlich zur Bearbeitung der Projekte da.

Verbesserungsvorschläge

Verwaltungsapparat massiv reduzieren und damit Gemeinkosten senken. Bürokratie und Prozesse verschlanken. Mehr Wertschätzung der Mitarbeitenden und Fokus auf Forschung. Promotion fördern bzw. die Vorgesetzen mit in die Verantwortung nehmen. Keine Splitverträge mehr zwischen Universität Stuttgart und Fraunhofer IPA.

Arbeitsatmosphäre

Die schlechte finanzielle Lage des IPAs führt zu einer schlechten Stimmung. Wertschätzung gibt es wenig, man ist sehr auf sich alleine gestellt.

Image

Das Fraunhofer ist durch den großen Verwaltungsapparat komplett überteuert und hat aufgrund dessen ein immer schlechteres Image bei Projektträgern und Industrie. Die wissenschaftliche Qualität der Projekte lässt zu wünschen übrig und verschlechtert das Image zunehmend. Mitarbeitende reden in der Regel nicht gut über das IPA.

Work-Life-Balance

Man ist bezüglich Arbeitszeiten und Urlaub recht frei, solange die Akquisen oder Projekte dadurch nicht gefährdet werden.

Karriere/Weiterbildung

Kaum Weiterbildungen. Bei der Promotion ist man auf sich gestellt, viele brechen ihre Promotion ab oder brauchen bis zu 10 Jahre. Man wird in seiner persönlichen Entwicklung nicht gefördert.

Gehalt/Benefits

Gemäß TVöD. Mit einem Masterabschluss wird man in EG13 eingestuft. Es gibt einmal im Jahr eine Prämie basierend auf der Erreichung der Ziele. Man sollte darauf achten keinen Splitvertrag mit der Universität Stuttgart zu bekommen, hier fällt die Prämie nämlich weg und man wird nach TV-L bezahlt. Die Aufteilung des Gehalts bei zwei Arbeitgebern kann zu steuerlichen Nachteilen führen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

keine Mülltrennung, bzw. es gibt verschiedene Mülleimer für Verpackungsmüll, Restmüll und Papier, aber die Putzkräfte werfen das alles in einen Müllsack, weil das IPA den zusätzlichen Aufwand der Putzkräfte zur Mülltrennung nicht bezahlt.
Es wird in der Regel immer das billigste gekauft, was nicht unbedingt das nachhaltigste ist (z.B. in Bezug auf Stromverbrauch bei Bildschirmen). In manchen Gebäuden werden jeden Tag die Wasserhähne aufgemacht um die Leitungen zu spülen, weil beim Gebäudebau am Wasserrohrsystem gespart wurde. Absolut unnötige Verschwendung von Wasser.

Kollegenzusammenhalt

Viel Konkurrenzdenken. Projektgelder werden ungern mit anderen geteilt. Selbst manche Laborgeräte werden nicht als Allgemeingut der Abteilung gesehen, sondern gehören einzelnen Personen. Man ist Einzelkämpfer*in

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang ist ok, wobei man zum Teil eine leichte Abneigung gegen Ältere in Gesprächen bemerkt. Im Schnitt sind die Mitarbeitenden sehr jung, da im wissenschaftlichen Bereich wenig entfristet wird.

Vorgesetztenverhalten

Die Vorgesetzten haben kaum Zeit für Mitarbeitende, weil sie sich fast ständig in strategischen oder organisatorischen Meetings befinden. In erster Linie dienen Gruppenleitende zur bürokratischen Verwaltung der Mitarbeitenden (Unterschreiben von Arbeitszeitnachweisen, Genehmigung von Urlaub etc.). Man hat somit wenig Kontakt und wird wenig in seiner eigenen Entwicklung gefördert.

Arbeitsbedingungen

Höhenverstellbare Tische. Ergonomische Mäuse können organisiert werden. Meistens Büros zu Zweit. Noise-cancelling Headphones waren vorhanden. Die Innenausstattung der Gebäude bzw. Büros wirkt aber leider etwas steril oder trist.

Kommunikation

Es wird sehr viel über bürokratische Prozesse gesprochen. Die Forschung steht nicht im Mittelpunkt.

Gleichberechtigung

Es wird darauf geachtet den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Dies macht sich auf Gruppenleitungsebene bemerkbar, in höheren Positionen allerdings nicht. Wegen der schlechten finanziellen Lage sind aktuell Förderprogramme für Frauen eingestellt worden. Das IPA besteht größtenteils aus Männern sowie Deutschen. Das Institut ist kaum international aufgestellt. Die Diversität ist ausbaufähig.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben können sich sehr schnell (innerhalb eines Tages) ändern, aufgrund von veröffentlichten Ausschreibungen oder Akquiseanfragen aus dem Geschäftsbereich. Die Projektarbeit kommt leider zu kurz, dabei ist diese am interessantesten. Man verbringt viel Zeit mit dem Lesen und schreiben von Dokumenten anstatt im Labor zu arbeiten. Die Bürokratie sowie die Prozesse am IPA sind sehr umfangreich und umständlich.

3Hilfreichfinden das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Fraunhofer-Gesellschaft
Fraunhofer-Gesellschaft

Liebe/r ehemalige/r Kolleg*in,

vielen Dank für Ihr ehrliches und detailliertes Feedback zu Ihrer Erfahrung bei uns. Es freut uns, dass Sie die Flexibilität bei Arbeitszeiten und Urlaub sowie die ergonomischen Arbeitsbedingungen positiv bewerten.

Ihre Kritikpunkte nehmen wir sehr ernst, insbesondere die Herausforderungen bei der Karriereentwicklung und Promotion. Es ist bedauerlich zu hören, dass Sie sich in Ihrer persönlichen Entwicklung nicht ausreichend gefördert fühlen und dass die Betreuung bei Promotionsvorhaben nicht den gewünschten Standard erreicht. Auch Ihre Bedenken bezüglich der hohen Bürokratie, der finanziellen Belastung durch Akquisetätigkeiten und der Arbeitsatmosphäre sind wichtige Punkte für uns.

Wir verstehen, dass die Balance zwischen administrativen Aufgaben und der eigentlichen Forschungsarbeit eine zentrale Herausforderung darstellt. Ihre konstruktiven Verbesserungsvorschläge, wie die Verschlankung von Prozessen und mehr Fokus auf Forschung, sind wertvolle Impulse für uns.

Wir würden Ihnen gerne einen vertraulichen Austausch anbieten, dazu können Sie sich gerne direkt an uns wenden (karriere@zv.fraunhofer.de).

Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Viele Grüße
das Personalmarketing-Team der Fraunhofer-Zentrale

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.