Interessante Marken – deutlicher Verbesserungsbedarf bei Führung, Prozessen und Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die interessante Produktpalette und die Marken, die aus meiner Sicht viel Potenzial für eine erfolgreiche Weiterentwicklung bieten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die fehlenden bzw. nicht ausreichend etablierten Prozesse, die teilweise unprofessionelle Kommunikation und die stark hierarchisch geprägte Unternehmenskultur. Besonders negativ empfinde ich die mangelnde Wertschätzung und das geringe Vertrauen in die Mitarbeiter. Eigenverantwortliches Arbeiten wird dadurch aus meiner Sicht unnötig erschwert.
Auch die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Abteilungen funktionieren nicht zuverlässig. Hinzu kommen wenig zeitgemäße Arbeitsbedingungen und insgesamt sehr überschaubare Benefits.
Insgesamt fehlt mir eine moderne Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Respekt, Professionalität und Kommunikation auf Augenhöhe basiert.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte dringend professionelle und verbindliche Prozesse etablieren. Zuständigkeiten, Abläufe, Terminplanung und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen müssen klarer strukturiert und verlässlich organisiert werden.
Ein zentraler Punkt ist außerdem der Umgang mit den Mitarbeitern. Wertschätzung, Respekt und Kommunikation auf Augenhöhe sollten nicht nur selbstverständlich sein, sondern im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt werden.
Während meiner Zeit im Unternehmen wurden mehrere Mitarbeiter gekündigt, gleichzeitig haben einige Mitarbeiter das Unternehmen von sich aus verlassen. Eine solche Fluktuation sollte aus meiner Sicht Anlass sein, die Führungs- und Unternehmenskultur kritisch zu hinterfragen und mögliche Ursachen ernsthaft zu analysieren.
Auch die Arbeitsbedingungen sollten modernisiert werden. Dazu gehören geeignete Besprechungs- und Rückzugsmöglichkeiten, eine bessere Arbeitsorganisation, zeitgemäße Benefits, mehr Urlaubstage und Homeoffice-Möglichkeiten.
Der Anspruch, Marken professionell und international zu positionieren, sollte sich auch in den internen Strukturen, der Führung und der Unternehmenskultur widerspiegeln. Hier besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich überwiegend als angespannt und wenig wertschätzend empfunden. Die stark hierarchisch geprägte Unternehmenskultur und die teilweise schwierige Kommunikation tragen aus meiner Sicht wesentlich dazu bei.
Kommunikation
Die Kommunikation war sowohl mit dem Inhaber als auch abteilungsübergreifend unzureichend. Es fehlte aus meiner Sicht an Transparenz, Abstimmung und einem verlässlichen Informationsfluss. Auch Wortwahl und Umgangston – sowohl unter Kollegen als auch seitens der Personalabteilung – empfand ich teilweise als respektlos und nicht angemessen für eine professionelle Kommunikation im Unternehmen.
Kollegenzusammenhalt
Nur teilweise vorhanden. Während die Zusammenarbeit mit einzelnen Kollegen gut funktioniert, fehlt aus meiner Sicht insgesamt ein verlässlicher und abteilungsübergreifender Zusammenhalt.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht kaum vorhanden. Homeoffice wird nicht angeboten und die Möglichkeiten für flexibles Arbeiten sind sehr eingeschränkt.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht sehr problematisch. Die Organisation und Koordination von Terminen funktioniert nicht zuverlässig. Termine werden teilweise nicht oder nicht korrekt eingestellt, vereinbarte Termine nicht eingehalten und Mitarbeiter kurzfristig zu Besprechungen hinzugeholt.
Auch die Kommunikation in Meetings empfinde ich als problematisch. Teilweise wird überwiegend Türkisch gesprochen, obwohl nicht alle anwesenden Mitarbeiter die Sprache verstehen. Dadurch können nicht türkischsprachige Kollegen den Gesprächen teilweise nicht folgen und sich entsprechend nicht sinnvoll beteiligen. Da Türkischkenntnisse keine Voraussetzung für die jeweilige Position sind, empfinde ich dies als wenig wertschätzend und nicht professionell.
Von einem Vorgesetzten erwarte ich eine verlässliche Organisation, respektvolle Kommunikation und die Einbeziehung aller Mitarbeiter.
Interessante Aufgaben
Die Produkte und Marken bieten grundsätzlich interessante Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht nicht ausreichend vorhanden. Im Unternehmen herrscht eine stark hierarchisch geprägte Kultur. Entscheidungen des Inhabers werden nach meiner Wahrnehmung kaum hinterfragt, wodurch teilweise der Eindruck entsteht, dass nicht für alle die gleichen Maßstäbe gelten.
Auch im täglichen Umgang habe ich Gleichbehandlung und gegenseitigen Respekt vermisst. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Mitarbeiter eher darauf bedacht waren, Konflikte zu vermeiden, als offen ihre Meinung zu äußern. Eine Unternehmenskultur auf Augenhöhe habe ich persönlich nicht erlebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich es beurteilen kann, werden ältere Kollegen im Unternehmen geschätzt und respektvoll behandelt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht schlecht. Es gibt keine Kantine und kaum Mitarbeiterparkplätze. Gearbeitet wird in einem sehr lauten Großraumbüro; Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten gibt es praktisch nicht.
Auch geeignete Besprechungsräume fehlen. Es steht lediglich ein Besprechungsraum zur Verfügung, wobei bestehende Reservierungen nicht immer berücksichtigt werden. Die Möglichkeiten für eine ungestörte Pause sind ebenfalls eingeschränkt.
Insgesamt empfinde ich die räumlichen und organisatorischen Arbeitsbedingungen als nicht zeitgemäß.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für mich während meiner Beschäftigungszeit nicht erkennbar.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist in Ordnung. Die angebotenen Benefits sind dagegen sehr überschaubar und beschränken sich im Wesentlichen auf einen Obstkorb und Rabattgutscheine. Einen Zuschuss zum Deutschlandticket bzw. zu den Fahrtkosten gibt es nicht. Weihnachts- und Urlaubsgeld werden nicht gezahlt. Mit 27 Urlaubstagen ist auch der Urlaubsanspruch aus meiner Sicht wenig attraktiv. Homeoffice-Möglichkeiten gibt es ebenfalls nicht.
Insgesamt entsprechen die Zusatzleistungen aus meiner Sicht nicht dem Angebot eines modernen und mitarbeiterorientierten Arbeitgebers.
Image
Die Produkte und Marken haben aus meiner Sicht grundsätzlich Potenzial für ein positives und professionelles Image. Voraussetzung dafür ist jedoch die Bereitschaft, sowohl personell als auch finanziell entsprechend zu investieren – in qualifizierte Mitarbeiter, professionelle Strukturen, moderne Arbeitsbedingungen sowie in die Weiterentwicklung und Vermarktung der Marken. Ein nachhaltig positives Unternehmens- und Arbeitgeberimage kann aus meiner Sicht nur entstehen, wenn dafür die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden und Professionalität, Vertrauen, Respekt und Wertschätzung auch intern gelebt werden.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich keine konkreten Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten wahrgenommen.